Schönburg


55430 Oberwesel am Rhein
Rheinland-Pfalz
Deutschland

Die Webseite zur Schönburg


Geschichte der Burg Schönburg

Seit über tausend Jahren wacht die Schönburg über die Geschicke am Rhein. Rund 40 Kilometer rheinaufwärts von Koblenz befindet sich diese (wieder aufgebaute) Festung, die heute ein Hotel beherbergt.

Die Schönburg wurde 1149 erstmals erwähnt und gehörte der Familie von Schonenberg. Eine andere Quelle berichtet, daß die Burg bis ins 14 Jh. dem Erzbischof von Magdeburg gehörte und im Anschluß zur Ganerbenburg von drei Linien der Grafen von Schönburg wurde.

Daher resultiert auch, dass es Burgfried und Palas gleich 3x gibt: Da jede Linie – wie Ganerbenburgen üblich – innerhalb der alten Burg eine eigene neue Burg baute.

Um 1350 wurde die Schildmauer errichtet. Im Jahre 1689 erlitt die Burg das gleiche Schicksal wie die meisten Burgen im westlichen Deutschland – sie wurde von den Franzosen zerstört.

Man betritt die Burg über eine Holzbrücke. Am künstlichen Halsgraben liegt der „hohe Mantel“, eine Schildmauer aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Der Durchgang zum oberen Burghof ist in einem 25 m hohen Torturm aus dem 13. Jh., der auch das Pförtnerhaus bewachte.

Im nördlichen Teil der Burg steht der Rest eines siebenseitigen Bergfrieds aus dem 12. oder 13. Jahrhundert; hier befindet sich auch der älteste Teil der Burg.

Der Sage nach lebten auf Schönburg 7 wunderschöne Schwestern, die alle Ihre Freier zurückgewiesen haben. Ich habe sie überall gesucht und nicht gefunden, bis ich gelesen habe, daß die Schwestern mit einem Boot über den Rhein davonfuhren und leider versunken sind. Wer zu spät kommt, verpasst halt das Beste …

Das Geschlecht derer von Schönburg starb mit den Söhnen Friedrichs von Schönburg in der männlichen Linie aus.

Nach einer Wechselhaften Geschichte unter verschiedenen Lehnsherren und dem Abzug der französischen Truppen im März 1689, die die Stadt in Schutt und Asche legten, hat sich die Stadt nie wieder baulich erholt.

Die Ruine der Schönburg wurde rund 200 Jahre lang als Steinbruch für neue Bauten in Oberwesel genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb schließlich ein Deutsch-Amerikaner die Burg und restaurierte sie.

1950 konnte die Stadt Oberwesel die Burg in einem Zustand übernehmen, der weitgehend dem Original entsprach.

Auf Schönburg ist ein Hotel und ein Restaurant der gehobenen Klasse. (Mitglied in dem Verband „Gast im Schloß“). Vor der Schönburg befindet sich eine Jugendherberge.

Fazit
Die Burg ist ein sehr schönes Ausflugsziel, selbst wenn sie „nur“ neu aufgebaut wurde und nur wenige Teile im Original erhalten sind. Der Ausblick über den Rhein entschädigt dafür allemal.

Rund um Oberwesel zieht sich noch eine Stadtmauer mit 16 Türmen von ursprünglich 22. Auf der Mauer ist die gotische Wernerkapelle zu sehen und im Ort noch der Rest eines Franziskanerklosters aus dem 13. Jh.

Redaktion: Jürgen Reiß

Öffnungszeiten:
Die Burg und der Burginnenhof mit Terrassen sind kostenlos von außen zu besichtigen. Eine Innenbesichtung ist nicht möglich. (Hotel und Privat).

Anfahrt:
Die Schönburg, ehemalige Reichs- und Zollburg, liegt oberhalb der Stadt Oberwesel. Man erreicht sie am schnellsten über die Autobahn A 61 bis zur Ausfahrt Laudert und dort der Beschilderung Oberwesel folgen. Erheblich schöner ist natürlich die Anreise am Rheinufer entlang über die B 9, In Oberwesel ist die Zufahrt zur Burg gut ausgeschildert.

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