Auf den Spuren von Elisabeth von Österreich

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Wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, erwachen die liebgewonnene Traditionen in vielen Familien. Nicht nur der Weihnachtsbaum, Geschenke und Plätzchen – auch die ähnlich zuckrige Verfilmung des Lebens der Kaiserin Elisabeth von Österreich mit der jungen Romy Schneider gehört dazu.

Die Sklavin ihrer Haare?

Schon zu ihren Lebzeiten wurde Elisabeth für ihr Aussehen bewundert, ihre Schönheitspflege war aufwendig – galt sie nicht als schönste Herrscherin Europas?

Die Pflege ihrer knöchellangen Haare dauerte Stunden, bereitete das Gewicht ihr Kopfschmerzen wurde die Pracht an Bändern aufgehängt, um sie zu entlasten. Da das Waschen dieser Haarfülle den ganzen Tag in Anspruch nahm, musste einmal in drei Wochen genug sein – man konnte es ja mit Duftessenzen besprühen.

"Ich bin die Sklavin meiner Haare." soll die Kaiserin gesagt haben, es fällt einem nicht schwer das zu glauben.

Ihr ausufernder Schönheitskult ließ sie in aller Frühe aufstehen, ein kaltes Bad nehmen und dann wurde geturnt – am damaligen kaiserlichen Hof ein Skandal. Sie wog knapp 50 Kilogramm bei einer Größe von 1,72m, ihre Taille soll 50 cm gefasst haben – welch außergewöhnliche Disziplin. In jedem ihrer Paläste gab es ein Turnzimmer, in der Wiener Hofburg und in der Hermesvilla kann man sie heute noch bestaunen.

Lieben heißt Leiden?

Ihr Leben scheint einem Traum entsprungen – eine Herzogstochter aus Possenhofen, die durch eine Liebesheirat zur Kaiserin von Österreich wurde und doch sprechen ihre Gedichte von Einsamkeit und Traurigkeit. Ihre erstgeborene Tochter Sophie starb als Kleinkind in ihren Armen, der Sohn und Thronfolger beging Selbstmord.

Und die Kaiserin ging auf Reisen – Madeira, das Achilleion auf Korfu, sie war zu Gast bei Queen Victoria im Osborne House in England und überwintert in Schloss Trauttmansdorff in der Nähe von Meran in Südtirol.

Hofzeremoniell oder persönliche Freiheit

Schon bald nach der prunkvollen Hochzeit hatte Sisi festgestellt, dass sie mit dem strengen Hofzeremoniell in Wien nicht zurechtkam, auch die Beziehung zu ihrer Tante und Schwiegermutter Erzherzogin Sophie war schwierig - konnte diese doch kaum verstehen wie Elisabeth so mit einer Rolle hadern konnte, auf die sie selbst für ihren Sohn verzichtet hatte.

Das Elisabeth bald an nervösen Krankheiten, Depressionen und einer schweren Magersucht litt, war eine Folge dieses Unglücks.

Ihr politisches Vermächtnis: Ungarn

Vielleicht war Ungarn ihre wirkliche Liebe. Sie galt als eine wahre Tochter des Landes. Die Ungarn verabscheuten den Wiener Hof ebenso wie sie selbst, auch deshalb fühlte sie sich ihnen verbunden. Das Interesse hatte ihr ungarischer Geschichtslehrer aus der Verlobungszeit geweckt, er warb auch um Verständnis für die ungarischen Interessen.

Sie lernte akzentfreies Ungarisch, die Ungarin Ida Ferenczywar wurde Hofdame und Freundin.

Das allerdings im Juni 1867 die viertägigen Krönungsfeierlichkeiten in Ungarn zu einem Triumph wurden, hatte ihr alter Lehrer wohl in seinen kühnsten Träumen nicht vermutet. Und dass der einstige Revolutionär Graf Andrassy dem Kaiser und nun König von Ungarn die heilige Stephanskrone aufsetzte - es muss wie ein Wunder gewirkt haben. Und dieses Wunder schrieben die Ungarn ihrer neuen Königin zu: Elisabeth.

Als Krönungsgeschenk erhielt das Paar Schloss Gödöllő.

Das Finale

Wie in einem traurigen Finale wurde Elisabeth - die ewig Reisende - im Alter von 60 Jahren am Genfer See erstochen. Der Attentäter hatte es eigentlich auf den Prinzen Henri d’Orléans abgesehen, er scheiterte an dessen kurzfristig abgesagten Aufenthalt in Genf.

Der Anarchist Luigi Lucheni sah in Fürsten nur noch lästige Parasiten – nun wurde ausgerechnet Elisabeth sein Opfer. Die Frau, die schon lange selbst Zweifel an der Lebensfähigkeit der Monarchie hatte.

Die Kaiserin fand ihre letzte Ruhestätte in der Wiener Kapuzinergruft, neben ihrem Mann Franz Joseph und ihrem Sohnes Kronprinz Rudolf. Gewünscht hatte sie sich ein Grab am Meer…

Statue der Kaiserin vor dem Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen © burgen.de
Statue der Kaiserin vor dem Kaiserin Elisabeth Museum im historischen Bahnhof Possenhofen © burgen.de

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