Burgen & Schlösser der historischen Bretagne

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Die Bretagne – keltisches Erbe zwischen Armor (dem Meer) und Argoat (dem Land am Waldrand) - bietet mehr als 4.000 Burgen, Schlösser und Herrensitze

Man weiß gar nicht was einen mehr verzaubert: Die rauhe, faszinierende Landschaft mit ihrer 2.700 km langen Küste mit schroffen Felsen, langen Sandstränden und versteckten Buchten mit so verführerischen Namen wie Côte de Granit Rose - oder die lebendige bretonische Kultur mit ihrer so fremden Sprache, der Musik und den Sagen und Legenden. Der Zauberwald von Brocéliande gilt als die Wiege der Artussage, der Zauberer Merlin soll hier gelebt haben.

Schon aus der Zeit vor der Einwanderung der Kelten im 6. Jahrhundert findet man Spuren – die rätselhaften Megalithanlagen mit ihren Dolmen und Menhiren datieren zurück bis 4500 v. Chr. Die Kelten nannten das Land dann Aremorica, was den Asterix Lesern bekannt sein dürfte. Und es war tatsächlich Julius Caesar der die Römer in dieses Land brachte und damit die keltische Kultur erstmal beendete. Dafür kamen dann endlich die Bretonen - Angehörige von Stämmen der britischen Inseln. Und daher auch der Name Bretagne: britannia minor = Klein-Britannien.

Fast 500 Jahre später mussten sich die Bretonen dem fränkischen König Chlodwig I. unterwerfen.  Auch die Normannen hinterließen ihre Spuren auf der Halbinsel. Ein Mitte des 9. Jahrhundert erneut gegründetes Königreich zerfiel bereits wieder vor der Jahrtausendwende.

Trotzdem konnte sich das dann entstehende Herzogtum der Bretagne seine relative Selbständigkeit noch bis ins 15. Jahrhundert erhalten. Anne de Bretagne war die letzte unabhängige Herzogin. Sie heiratete nacheinander zwei Könige Frankreichs. Ihr Schwiegersohn König François I. gliederte die Bretagne im Jahr 1532 an das Königreich Frankreich an und beendete damit die Eigenständigkeit.

Während der französischen Revolution wurde versucht die bretonische Sprache und die freie Religionsausübung der hier lebenden Katholiken zu unterdrücken, was aber kaum gelang.

Die Hauptstadt der historischen Bretagne - die alte Herzogsstadt Nantes - wurde 1941 mit dem Département Loire-Atlantique von dieser abgespalten und ist deshalb nicht Teil der modernen Bretagne. Wir haben sie in unsere Übersicht wieder aufgenommen. Die heutige Hauptstadt der Region ist Rennes mit etwas über 200.000 Einwohnern.

Bekannt ist die Bretagne auch für ihre kulinarische Vielfalt. Die Lage am Meer macht es zu einem Paradies für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten: Bretonischer Hummer, Meeresspinnen und Jakobsmuscheln. Und Crêpes und Galettes schmecken mit einer bolennoù Cidre noch mal so gut.

Nützliche Links

Château De Saint-Malo
Château De Saint-Malo im Sonnenschein

Reisezeit

Burgen, Schlösser & Gärten besucht man – auch in der Bretagne – am besten zwischen Mai und September. Generelle Öffnungszeiten für die Objekte sollte man IMMER separat recherchieren, da jedes Haus seine eigene Vorstellung von Erreichbarkeit hat.

Die Bretagne hat ein raues Klima mit schnellen Wetterwechseln und oft hoher Luftfeuchtigkeit, ist aber bis in den September oftmals noch angenehm warm. Im Juli und August haben die Franzosen ihre Ferien, da wird es auch in der Bretagne voll. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei Anfang 20 Grad, aber auch Spitzenwerte bis 30 Grad werden erreicht.

Da ein Sprichwort sagt in der Bretagne sei es mehrmals am Tag schön, sollte man seinen Koffer für alle Eventualitäten außer vielleicht Schnee und Frost packen.

Reiseführer und Unterhaltsames

Bretagne Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps  von Marcus X. Schmid 

MARCO POLO Reiseführer Bretagne: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App von Stefanie Bisping und Errol Friedhelm Karakoc 

Gebrauchsanweisung für die Bretagne: 4. aktualisierte Auflage 2017 von Jochen Schmidt

Bretagne Krimis von Jean-Luc Bannalec. Kommissar Dupin läßt grüßen.

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