Abbaye du Relec

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Abbaye du Relec - Abteikirche und Park © Bernard Galeron / CDP-29
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Abbaye du Relec - Buntglasfenster in der Abteikirche © Didier Olivre / CDP-29
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Abbaye du Relec - Brunnen im Park © Didier Olivre / CDP-29
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Abbaye du Relec - Uhr und Treppe zum Dormitorium © Didier Olivre / CDP-29
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Abbaye du Relec - Kapitelsaal © CDP-29
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Abbaye du Relec - Westfassade © Didier Olivre / CDP-29
Adresse
29410 Plounéour-Ménez
Bretagne
Frankreich

Karte
Wissenswertes über Abbaye du Relec

Lesezeit: 3 min

Die Abtei von Relec steht schon seit dem 12. Jahrhundert in den Hügeln der Monts d’Arrée- einer alten Bergkette in der westlichen Bretagne, weitab vom bunten Treiben der Städte und der menschlichen Rastlosigkeit. Sie ist die zweitgrößte Zisterzienserabtei der Bretagne und gilt als gutes Beispiel für die Ideale der Zisterzienser. Es ist eine Besichtigung der Abteikirche, der Klosterruinen und des Klostergartens möglich.

Als Gründungsdatum wird allgemein das Jahr 1132 angenommen, obwohl keine Gründungsurkunde erhalten geblieben ist. Die erste bekannte Urkunde stammt aus dem Jahr 1184. Die Mönche kamen aus dem Mutterhaus, der zwei Jahre zuvor gegründeten Abtei von Bégard.

Der Klosterkomplex besteht aus der Abteikirche, einem Kreuzgang, der dem Kapitelsaal diente, dem Keller, dem Refektorium und dem Dormitorium, deren Reste schlecht erhalten sind, sowie einer Herberge, die verschwunden ist. Bei kürzlich durchgeführten Arbeiten in den Kapellen wurden Fragmente von Fresken unter dem Putz freigelegt. Sie stammen aus dem 12. Jahrhundert, also aus den Anfängen des Baus der Abtei, aber es gibt auch gemalte Dekorationen, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.

Seine Blütezeit erlebte das Kloster vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, es wurde aber im Hundertjährigen Krieg 1375 geplündert.

In dem Bestreben, wieder eine strengere, mehr auf Armut und Spiritualität ausgerichtete Ordensregel einzuführen, siedelten sich die Mönche des Zisterzienserordens auf bis dahin verlassenem Land, wie den Mooren der Monts d'Arrée, an. Sie waren in der Lage, diese ärmsten Gebiete in Ackerland umzuwandeln, indem sie ein System der Landverpachtung einrichteten, das sowohl egalitär als auch vorteilhaft für die Bauern war: die quévaise. Dieses System ermöglichte die Rodung von viel Land in der Region. Das benachbarte mittelalterliche Dorf Goënidou ist aus diesem System hervorgegangen.

Es fanden Arbeiten entlang eines alten Wasserlaufs, der Queffleuth, statt, die aus dem Bau von Deichen und zwei Teichen bestanden, die neue vertikale Radmühlen speisten. Im 17. Jahrhundert wurde ein Garten angelegt, Wege angelegt, ein Brunnen installiert und die Wasserversorgung sichergestellt.

Archäologische Ausgrabungen haben die verschiedenen Bauphasen dieses Klosterkomplexes ans Licht gebracht. Angesichts der finanziellen Schwierigkeiten der jungen Gemeinde konnte die ehrgeizige Arbeit nicht auf einen Schlag durchgeführt werden. Erst im 13. Jahrhundert wurde das Werk der Vorläufer vollendet. Erst dann entstand der Kreuzgang. Die Kirche wurde dann im 15. Jahrhundert verschönert und vor allem vertikal vergrößert.

Während der Revolution wurde die Abbaye du Relec als Nationaleigentum verkauft. Nach der Revolution wurden die Klostergebäude aufgegeben und als Steinbrüche für Materialien genutzt. Spätere Entwicklungen entsprechen eher einem Bauernhof, mit Ställen, Brotbacköfen, Schuppen, Scheunen... Diese festen Strukturen wurden im 20. Jahrhundert zerstört, nur die Kirche ist erhalten geblieben. Die romanische Kirche, die mehrfach umgebaut wurde, steht heute unter Denkmalschutz.

Heute ist das Gelände der Abtei, das sich über 7 Hektar erstreckt, Eigentum des Departementrats. Die Abteikirche - seit 1914 unter Denkmalschutz -, der Teich, die von einem Wassergraben umgebenen Gärten und der Platz mit dem Brunnen aus dem 18. Jahrhundert können ganzjährig besichtigt werden. Die Ausstellung des Gemüsegartens und Konzerte wie "Voices in choir" beginnen im Juni und das Festival "Arrée Voce" im Juli.

Wir danken den Verantwortlichen von Chemins du patrimoine en Finistère für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Freier Zugang zum Gelände das ganze Jahr über, außer bei Shows und Konzerten.
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
Mittwoch/Donnerstag/Freitag:
14:00h bis 18:00h

Samstag/Sonntag:
10:00h bis 12:30h und 14:00h bis 18:00h

Montags, dienstags und Samstag, 1. Mai, geschlossen
(Stand 2021)
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Touren-Tipps
Reisetipps

Allgemeine Tipps Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen - die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch - gerade bei kleineren Schlössern - die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie - sofern möglich - die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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