Château des ducs de Bretagne

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Festungsmauer - Chateau des Ducs de Bretagne - Nantes
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Torhaus - Chateau des Ducs de Bretagne - Nantes
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Fassadendetails Innenhof - Chateau des Ducs de Bretagne - Nantes
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Innenhof - Chateau des Ducs de Bretagne - Nantes
Adresse
Karte
Wissenswertes über Château des ducs de Bretagne

Lesezeit: 3 min

Das im historischen Herzen von Nantes gelegene Schloss der Herzöge der Bretagne ist neben der Cathédrale Saint-Pierre ein architektonisches Juwel und Symbol des städtischen Erbes. Zentral im mittelalterlichen Viertel von Nantes sind sein Innenhof, seine Stadtmauern und Wassergräben frei zugänglich. Das Schloss ist reich an sechs Jahrhunderten Geschichte und beherbergt einen Wohnpalast mit raffinierten Fassaden und Loggien im Renaissance-Stil.

Auf der Stadtseite handelt es sich um eine Festung, deren 500 Meter langer Wehrgang von sieben Türmen unterbrochen wird, die durch Mauern miteinander verbunden sind. Auf der Hofseite beherbergt es eine elegante Herzogsresidenz aus Tuffstein aus dem 15. Jahrhundert im spätgotischen Flamboyant Stil, der die ersten Anzeichen der Renaissance-Inspiration trägt, sowie weitere Gebäude aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Die weißen und raffinierten Innenfassaden kontrastieren mit der Rauheit der Außenwände aus Granitblöcken.

Erbaut am Anfang des 13. Jahrhundert am Fuß der gallo-römischen Stadtmauer der Stadt Namnètes - noch heute sichtbar - verschwand die erste herzogliche Burg im 15. Jahrhundert, um Platz für das heutige Denkmal zu machen. Dieses ist das Werk von François II., dem letzten Herzog der unabhängigen Bretagne, der das Château des ducs de Bretagnezu zu einer militärischen Festung zur Verteidigung gegen die königliche Macht Frankreichs und zur Hauptresidenz des herzoglichen Hofes machen wollte.

Die Verschönerungsarbeiten werden von seiner Tochter Herzogin Anna de Bretagne fortgesetzt, die durch ihre aufeinanderfolgenden Heiraten mit Charles VIII. und Louis XII. zweimal Königin von Frankreich war. Die verschiedenen plastischen Verzierungen (Gaubenfenster der Großen Logis, Wappen, Loggien des Turms der Goldenen Krone) zeugen von den ersten Einflüssen der italienischen Renaissance in der Bretagne.

Nach der Angliederung der Bretagne an Frankreich im Jahr 1532 wurde das Schloss der Herzöge der Bretagne zur bretonischen Residenz der Könige von Frankreich im 16. und 17. Jahrhundert. Später nutzte man es dann als Kaserne, militärisches Arsenal und Gefängnis. Drei Jahrhunderte lang unterlag es zahlreichen Umwandlungen und verschiedenen Schäden: dem neuesten Ansprüchen der Militärtechnik entsprechende Befestigungsanlagen - wie zwei mit Kanonen bestückte Bastionen-, ein Brand des Grand Gouvernement im Jahr 1670, der Neubau des Zeughauses für die Lagerung von Artillerieausrüstung, Explosion des Tour des Espagnols, wodurch die Schlosskapelle und die Archive im Jahr 1800 vernichtet wurden ...

Im Jahr 1862 wird das Château als historisches Denkmal klassifiziert und im Jahr 1915 vom Staat an die Stadt von Nantes übertragen. Ab dem Jahr 1924 werden im Schloss mehrere städtische Museen untergebracht wurden.

Während des Zweiten Weltkriegs bauten die deutschen Besatzungstruppen einen Bunker im Hof.

Die 1990er Jahre waren der Restaurierung des Jakobinerturms und der Fassaden der Großen Regierung (15./17.Jahrhundert) und des Turms der Goldenen Krone (15.Jahrhundert) gewidmet. Im Zeughaus das 1997 renoviert wurde, werden temporäre Ausstellungen gezeigt.

In den 2000er Jahren erfolgte die Restaurierung der Fassaden aus weißem Tuffstein des Grand Logis (15.Jahrhundert), der älteste und markanteste Teil des Gebäudes, und der Teil der den die dem die größte Ähnlichkeit mit den Schlössern des Loire-Tals aufweist. Außerdem werden der Glockenturms und Teile des Turm der Goldenen Krone; die Innenausstattung der gesamten herzoglichen Residenz für die Einrichtung des Museums restauriert.

Nach fünfzehn Jahren Arbeit und fast drei Jahren vollständiger Schließung wurde das Schloss 2007 wiedereröffnet und beherbergt heute das Historische Museum von Nantes mit 850 Exponate sowie zahlreiche Multimedia-Einrichtungen zur Geschichte von Nantes, als die Hauptstadt der Herzöge der Bretagne, Stadt des Edikts von Nantes unter Henri IV., großer Atlantikhafen für den Kolonial- und Sklavenhandel ab dem 17. Jh., blühende Industriestadt im 19. und 20. Jh., heute kulturelle und künstlerische Metropole.
Eintrittspreise
Der Besuch des Hofes, des Bollwerks und des Gartens ist kostenlos.

Erwachsene: 8,00€ // mit Führung 12,00€
Kinder von 7 bis 17 Jahren: mit Führung 2,50€, sonst kostenfrei
Kinder unter 7 Jahren sind kostenfrei

Audio-/ Visioguides: 2€
(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Hof und Wälle sind frei zugänglich
Täglich geöffnet von 8:30h bis 19:00h
Vom 1. Juli bis 31. August: von 8:30 bis 20:00h

Schlossinterieurs, Museum und Ausstellungen
10:00h bis 18:00h, montags geschlossen
Vom 1. Juli bis 31. August: täglich von 10:00h bis 18:00 Uhr

Letzter Zugang zur Kasse 30 Minuten vor Schließung.

Jährlich geschlossen am: 1. Januar, 1. Mai, 1. November, 25. Dezember
(Stand 2020)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Allgemeine Tipps
Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen – die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch – gerade bei kleineren Schlössern – die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets
Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie – sofern möglich – die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer
Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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