Château De Saint-Malo

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Saint Malo (Frankreich) - Panorama
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Saint Malo (Frankreich) - Schildwall
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Wissenswertes über Château De Saint-Malo

Lesezeit: 5 min

Das Château De Saint-Malo ist eine Burg aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und liegt Intra Muros, also in der von einer Mauer umgebenen Altstadt von Saint-Malo in der Bretagne (Frankreich).

Erbaut wurde sie von den Herzögen der Bretagne um die Herrschaft über die Stadt zu sichern. Seit Juli 1886 ist sie als Monument Historique klassifiziert.


Die Stadt Saint-Malo ist berühmt als die Stadt der Korsaren. Namen wie René Dugyay-Trouin, der 1673 in Saint-Malo geboren wurde und nach jahrzehntelangen erfolgreichen Beutefahrten gegen die Engländer und Holländer von Louis XV zum Generalleutnant der Marine ernannt wurde, und ca. 100 Jahre später Robert Surcouf „dem König der Korsaren“ mit seinem Schiff „Renard“, welcher sich als erfolgreicher Freibeuter schon im Alter von 35 Jahren zur Ruhe setzen konnte und fortan als einer der vermögendsten und mächtigsten Reeder von Saint-Malo galt, sind noch heute jedem Einwohner und bald auch dem Besucher geläufig. Ihre Statuen sind noch heute

in der Stadt zu finden.

Der Name der Stadt geht auf einen walisischen Missionar aus dem 6. Jahrhundert zurück. Die wachsende Siedlung war im 12. Jahrhundert mehrfach Ziel normannischer Überfälle, man übersiedelte auf die sicherere Insel und begann mit dem Bau der Wehrmauer.

Im Jahr 1395 musste der Herzog der Bretagne die Stadt an den französischen König abtreten, Herzog Jean V erhielt sie aber  1415 von Charles VI – seinem Schwiegervater – wieder zurück.

Schon kurze Zeit später, im Jahr 1424 begann man an dem einzigen Übergang zwischen Festland und der ummauerten Insel eine Burg zu bauen. Der Grand Donjon ist ein Teil dieser ursprünglichen Anlage aus dem 15. Jahrhundert. Der Bergfried ist eine 40 Meter hohe Konstruktion aus Granit mit einem hufeisenförmigen Grundriss und einem großen,
der Stadt zugewandten Giebel, einem hohen Dach und einer Zinnenmauer mit Machicoulis und zwei Türmen.

Im Jahr 1475 ließ der bretonische Herzog François II den Tour Générale errichten , welcher zwar mit 21 Metern niedriger aber dafür massiver als der Grand Donjon ist.
Seine Tochter Anne de Bretagne, die zukünftige Königin von Frankreich, baute ihrerseits von 1498 bis 1501 den Turm Quic-en-Groigne. Er wurde so benannt,
weil er gegen den Willen der Malouins, so nannten sich die Einwohner der Stadt, gebaut worden war.  Bis zur Zeit der Französischen Revolution konnte man hier die Inschrift: Quic-en-Groigne, ainsi sera, c’est mon plaisir. (Quic-en-Groigne, so wird es sein, es ist mir ein Vergnügen.). Der Turm ist 20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 22 Metern, die Mauern sind 7 Meter dick.

Zwei weitere Türme, der Frauenturm mit einer Höhe von 14 Metern und einer Mauerdicke von 6 Metern und der Moulins-Turm, wurden in den folgenden Jahren gebaut.  Ihre großen Bastionen trugen moderne Geschütze zur Verteidigung der Stadt und der Burg. Dazu kommen noch zwei kleinere Türme: der Petit Donjon und der Tour carrée.

Das Château De Saint-Malo bildete nun ein Viereck aus, mit dem  Turm Quic-en-Groigne im Nordwesten, dem Tour Générale im Südwesten, dem Frauenturm im Nordosten und dem Moulins-Turm im Südosten, jeweils verbunden durch dicke Wallmauern.

Im Jahr 1590 stürmten die Bewohner von Saint Malo die Burg. Sie wollten die Übergabe an den französischen König Henri IV, einen Protestanten, verhindern. Der Gouverneur wird während des Aufstands getötet.

Im 17. Jahrhundert baute man die Bastion de la Galère in Form eines Schiffsbugs, um die Verteidigungsanlagen zu verbessern.

Ab dem Jahr 1690, unter der Herrschaft Louis XIV, modifizierte der berühmte Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban mit dem Pariser Ingenieur Simeon Garangeau  die Kurtinen (Wallabschnitte zwischen den Bastionen) und die oberen Teile der Türme, um den Einbau weiterer Artilleriegeschütze zu ermöglichen.  Zwei Gebäude, die als Kasernen dienen, wurden entlang der Nord- und Ostflügel gebaut.

Im Jahre 1765 wurde der Generalstaatsanwalt des Parlaments der Bretagne, La Chalotais von Louis XV in der Burg inhaftiert.

Während der Zeit der Französischen Revolution  wird die Kurtine zwischen  den Türmen Quic-en-Groigne und La Générale entfernt.

Im Jahr 1792 wird die Burg erneut von den Malouins angegriffen.

Später wird die Burg zu einer Kaserne umgewandelt, dieser Zustand dauerte bis 1921. Nun kaufte  die Stadt einen Teil der Gebäude, um hier im Jahr 1927 das Museum zu installieren.
Als Saint-Malo 1944 befreit wurde, war die Burg stark beschädigt und wurde später restauriert.

Im  Innenhof des Schlosses kann man im Norden und Osten die Kasernen aus dem frühen 18. Jahrhundert sehen. Im Ostflügel ist das Büro des Bürgermeisters zu finden. Es ist ausgestattet mit wertvollen  Holzschnitzereien aus späten 17. Jahrhundert, welche man aus dem 1944 zerstörten Haus eines alten Reeders retten konnte

Die alten Baracken wurden umgebaut  und beherbergen nun das Rathaus von Saint-Malo, während der Tour Générale und der  Grand Donjon das Museum für Geschichte der Stadt und des Landes Malouin beherbergen.

Die Legende besagt, dass Herzogin Anne den Wunsch hatte, das Schloss solle wie eine Kutsche mit vier Rädern aussehen.  Die vier Türme waren die Räder, der Grand Donjon die Karosse und die Pointe de la Galère – die das Schloss nach Osten verlängert – als Deichsel.  Letztere wurde aber erst 100 Jahre nach dem Tod der Herzogin an die Burg angegliedert.

Auf jeden Fall lohnt sich der Besuch des Museums und der Aufstieg auf das Dach des Grand Donjon: Von hier liegt einem das gesamte Panorama der Stadt und der Bucht von Saint-Malo zu Füßen.

Eintrittspreise
Das Museum ist Geschlossen bis 2022
Öffnungszeiten
Das Museum ist Geschlossen bis 2022
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Reisetipps

Umgeben von Ärmelkanal und Atlantik ragt die Bretagne wie ein Drachenkopf ins Meer.

Ihre lange Küste verzaubert mit schroffen Felsen, langen Sandstränden und versteckten Buchten. Das Hinterland ist durchzogen von Flüssen, Kanälen und urigen Wäldern, darunter ein wirklicher Zauberwald - Brocéliande.

Geschichten und Sagen werden Sie in der Bretagne überall begegnen.

Die heutige Hauptstadt der Bretagne heißt Rennes. Zu den 4 Départements Morbihan, Ille-et-Vilaine, Finistère und Côtes d'Armor gehörte bis in die 1960er Jahre auch noch das Département Loire-Inférieure mit der alten Hauptstadt des Herzogtums der Bretagne: Nantes. Wir haben das Département für unsere Übersicht wieder aufgenommen.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist es zwar niemals wirklich kalt oder heiß, aber manchmal etwas umgemütlich. Die Bretagne hat ein raues Klima - relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig. Im Hochsommer können Sie mit Temperaturen über 20 Grad rechnen, aber auch Spitzenwerte bis 30 Grad sind möglich.

Burgen, Schlösser & Gärten besucht man am besten zwischen Mai und September. In der französischen Ferienzeit im Juli und August kann es ziemlich voll werden.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur sehr eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Kaufen Sie die Karten wo immer es geht online und vermeiden Sie damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison sollten Sie die Öffnungszeiten der Objekte IMMER separat recherchieren, jedes Haus hat da seine eigenen Vorstellungen.

Richtig sparen kann man mit Touringpässen und Gästekarten.

  • Wenn Sie eine Reservierungsnummer von Gîtes de France haben, können Sie sich für den Pass "Le Carnet My Gîtes Breizh" registrieren. Das "My Gîtes Breizh" ist Ihre Eintrittskarte für einen gelungenen Urlaub mit Partnern in Côtes d'Armor, aber auch in der ganzen Bretagne und sogar in La Manche. Die Website und die App "Le Carnet My Gîtes Breizh" sind ganz Ihrem Aufenthalt gewidmet.

    Erhalten Sie Vorteile bei vielen Sehenswürdigkeiten, darunter 25 Châteaux, Manoirs und Forts. Dabei sind z.B. das Château de Josselin, die Domaine de Bourbansais und das Fort La Latte.

Anreise

Für die Anreise in die Bretagne wählen die meisten Besucher das eigene Auto oder einen Camper. Es gibt natürlich aber auch Flüge nach Nantes und Schnellzugverbindungen.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer die Bretagne mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßenatlas zulegen - uns macht es immer Spaß ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten gerne mit den Urlaubskarten vom ADAC.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir die Reiseführer von Dumont und Baedeker, speziell für Camper-Reisen gibt es von Reise Know-How den Wohnmobil-Tourguide Bretagne.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte: Woanders - am Ende der Welt von Natascha N. Hoefer. Ein wenig historisch und ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner der Halbinsel Crozon.

  • Zu der Krimireihe um Kommissar Dupin von Jean-Luc Bannalec muss man nicht mehr viel sagen. Im Juni ist der elfte Band "Bretonische Nächte" erschienen - kaum ein anderer deutscher Schriftsteller hat sich mehr um den Tourismus in der Bretagne verdient gemacht.

  • Der Roman Sehet die Sünder von Liv Winterberg führt uns ins Mittelalter - eine Mischung aus historischem Roman und Krimi.

  • Die schönsten bretonischen Sagen von Jean-Luc Bannalec und Tilman Spreckelsen. Die Autoren haben die schönsten und eindrucksvollsten Erzählungen über Feen, Gnome, Riesen und die sagenhafte Stadt Ys zusammengetragen.

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