Château de Kerguéhennec

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Domaine de Kerguéhennec | Luftaufnahme © Abdrone / Departement du Morbihan
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Domaine de Kerguéhennec | Skulpturenpark © Cuisset / Domaine de Kerguéhennec | © Abdrone / Departement du Morbihan
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Domaine de Kerguéhennec | Ausstellungsdetails © CD56 / Departement du Morbihan
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Domaine de Kerguéhennec | Portrait Ausstellung © Emmanuel Berthier / Departement du Morbihan
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Domaine de Kerguéhennec | Fassade Vorderseite © Ouest Magazine / Departement du Morbihan
Wissenswertes über Château de Kerguéhennec

Lesezeit: 4 min

Die Domaine de Kerguéhennec, die 1972 vom Departement Morbihan erworben und 1988 als historisches Denkmal eingestuft wurde, ist Zeuge mehrerer Jahrhunderte Geschichte.


Es befindet sich in der Gemeinde Bignan und bietet eine Begegnung zwischen Kulturerbe und zeitgenössischer Kreation. Das Château hat auch den Beinamen „bretonisches Versailles“.


Dieses Schloss steht in seinem 175 Hektar großen Park, der von einem Teich begrenzt wird. Erbaut zu Beginn des 18. Jahrhunderts, aber danach modifiziert und modernisiert, präsentiert sich dieses prestigeträchtige Gebäude inmitten seines Parks im Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts.


Die Anfänge des Château

Etwa zwanzig Kilometer nördlich von Vannes gelegen, wurde das Schloss im Jahr 1710 von dem Architekten Olivier Delourme -dem Architekten des „Grand Siècle“ in der Bretagne – für zwei wohlhabende Schweizer Finanziers erbaut, die ursprünglich aus St. Gallen stammten, sich aber in Paris niedergelassen hatten, die Brüder Hogguer, Aktionäre der Compagnie des Indes, Gemäldehändler und Finanziers.


Doch ihr schwindendes Vermögen zwang sie 1732

zum Verkauf des Anwesens an den Herzog Rohan-Chabot.

Die Herzöge von Rohan und Voltaire

Dessen Name ist heute noch vor noch durch seine Auseinandersetzung mit dem jungen Voltaire im Jahr 1725 in Erinnerung geblieben, bei der sich beide Männer gegenseitig beleidigten. Dann heuerte Guy-Auguste de Rohan, Graf von Chabot einige Schläger an, um Voltaire zu überfallen, während er von seiner Kutsche aus zusah.

Die aristokratische Familie Rohan erhielt vom französischen König Ludwig XV. einen lettre de cachet und nutzte diese Genehmigung, um Voltaire zunächst in die Bastille und dann ins Exil nach Großbritannien zu zwingen

Die Revolution

Sein Sohn, Louis-Antoine de Rohan-Chabot, Herzog von Rohan, muss sich kurz nach der Französischen Revolution von diesem Besitz trennen. Das Anwesen wurde 1802 von Graf Henri de Janzé erworben, dann im April 1872 von seinem Enkel Graf Louis Albert Henri de Janzé 1872 an seinen Cousin Paul-Henri de Lanjuinais, den 3. Grafen von Lanjuinais, Abgeordneter und dann Präsident des Generalrats von Morbihan, verkauft. Er ließ es von dem Pariser Architekten Ernest Trilhe prächtig restaurierten.

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Der Park

Graf Lanjuinais war es auch, der 1872 den 170 Hektar großen Park von dem Schweizer Landschaftsarchitekten Denis Bühler anlegen ließ, der 1854 mit seinem Bruder Eugène den Park Tête d’Or in Lyon entworfen hatte. Die Umgebung des Schlosses ist im französischen Stil gehalten. Im Norden ersetzten die breiten und geschwungenen Linien des Parks die geradlinigen Wege der französischen Gärten. Ein Arboretum mit Arten aus verschiedenen Kontinenten wurde angelegt. Im Süden wurde ein Reitweg in der Achse des Schlosses geschaffen, um eine Perspektive zu schaffen.

Das Anwesen ging dann durch Erbschaft an Marie Louise Marguerite Lanjuinais, Tochter von Paul Henri Lanjuinais und Ehefrau von Arthur Espivent de La Villeboisnet. Dessen älteste Tochter, Elisabeth Anne Marie Espivent de la Villesboisnet, die 1933 Gräfin Pierre d’Humières wurde, erbte schließlich am 12. Juli 1943 selbst das Anwesen.

Sie war es, die das Château und das Anwesen von Kerguéhennec am 19. Januar 1972 an das Departement Morbihan verkaufte. Im Jahr 1986 wurde im Park auf Initiative der Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten und des Regionalen Fonds für zeitgenössische Kunst ein Freiluft-Skulpturengarten eingerichtet.

Das landwirtschaftliche Anwesen mit einer Fläche von 175 Hektar wird heute von der Landwirtschaftskammer des Morbihan betrieben.

Was es zu sehen gibt

Auf dem Gelände bietet das Aktionszentrum für Öffentlichkeit und Territorium Führungen, Werkstattführungen, Kunstkurse, Treffen mit Künstlern, Konferenzen und Ausstellungen außerhalb des Geländes an.

Die Domaine de Kerguéhennec bietet zudem lange Wanderungen zwischen bemerkenswerten Landschaften und die Entdeckung von Kunstwerken in der freien Natur. Vom Schloss bis zu den Teichen, von den großen offenen Gassen bis zu den kleinen Waldwegen – die Spaziergänge sind zahlreich und voller Überraschungen. Etwa dreißig Skulpturen befinden sich im Park und laden zu kurzen oder langen Pausen ein, zum Spielen und zum Träumen.

Kerguéhennec ist im Besitz des Departements Morbihan und wird vom Ministerium für Kultur und Kommunikation (DRAC Bretagne) und der Region Bretagne unterstützt.

Wir danken den Verantwortlichen des Departements du Morbihan für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Freier Eintritt in den Park, das Schloss und die Ausstellungen.

Spezielle Führungen sind kostenpflichtig.
(Stand 2023)
Öffnungszeiten
Park:
Jeden Tag (außer bei Wetterwarnung) von 08:00h bis 21:00h

Das Schloss, die Ausstellungen und der Buchladen mit Boutique:
11.Januar bis 05.März:
Mittwoch bis Sonntag von 11:00h bis 18:00h (die Ställe sind zwischen 12:15h und 13:45h geschlossen)

Das Schloss bleibt vom 8. März bis zum 25. März von 11:00h bis 18:00h geöffnet

26. März bis zum 24. Juni: Mittwoch bis Sonntag von 11:00h bis 18:00h

25. Juni bis zum 17. September: täglich von 11:00h bis 19:00h

20. September bis 5. November: Mittwoch bis Sonntag 11:00h bis 18:00h
(Stand 2023)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Die heutige Hauptstadt der Bretagne heißt Rennes. Zu den 4 Départements Morbihan, Ille-et-Vilaine, Finistère und Côtes d'Armor gehörte bis in die 1960er Jahre auch noch das Département Loire-Inférieure mit der alten Hauptstadt des Herzogtums der Bretagne: Nantes. Wir haben das Département für unsere Übersicht wieder aufgenommen.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist es zwar niemals wirklich kalt oder heiß, aber manchmal etwas ungemütlich. Die Bretagne hat ein raues Klima - relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig. Im Hochsommer können Sie mit Temperaturen über 20 Grad rechnen, aber auch Spitzenwerte bis 30 Grad sind möglich.

Burgen, Schlösser & Gärten besucht man am besten zwischen Mai und September. In der französischen Ferienzeit im Juli und August kann es ziemlich voll werden.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur sehr eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Kaufen Sie die Karten wo immer es geht online und vermeiden Sie damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison sollten Sie die Öffnungszeiten der Objekte IMMER separat recherchieren, jedes Haus hat da seine eigenen Vorstellungen.

Richtig sparen kann man mit Touringpässen und Gästekarten.

  • Wenn Sie eine Reservierungsnummer von Gîtes de France haben, können Sie sich für den Pass "Le Carnet My Gîtes Breizh" registrieren. Das "My Gîtes Breizh" ist Ihre Eintrittskarte für einen gelungenen Urlaub mit Partnern in Côtes d'Armor, aber auch in der ganzen Bretagne und sogar in La Manche. Die Website und die App "Le Carnet My Gîtes Breizh" sind ganz Ihrem Aufenthalt gewidmet.

    Erhalten Sie Vorteile bei vielen Sehenswürdigkeiten, darunter 25 Châteaux, Manoirs und Forts. Dabei sind z.B. das Château de Josselin, die Domaine de Bourbansais und das Fort La Latte.

Anreise

Für die Anreise in die Bretagne wählen die meisten Besucher das eigene Auto oder einen Camper. Es gibt natürlich aber auch Flüge nach Nantes und Schnellzugverbindungen.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer die Bretagne mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßenatlas zulegen - uns macht es immer Spaß ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten gerne mit den Urlaubskarten vom ADAC.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir die Reiseführer von Dumont und Baedeker, speziell für Camper-Reisen gibt es von Reise Know-How den Wohnmobil-Tourguide Bretagne.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte: Woanders - am Ende der Welt von Natascha N. Hoefer. Ein wenig historisch und ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner der Halbinsel Crozon.

  • Zu der Krimireihe um Kommissar Dupin von Jean-Luc Bannalec muss man nicht mehr viel sagen. Im Juni ist der elfte Band "Bretonische Nächte" erschienen - kaum ein anderer deutscher Schriftsteller hat sich mehr um den Tourismus in der Bretagne verdient gemacht.

  • Der Roman Sehet die Sünder von Liv Winterberg führt uns ins Mittelalter - eine Mischung aus historischem Roman und Krimi.

  • Die schönsten bretonischen Sagen von Jean-Luc Bannalec und Tilman Spreckelsen. Die Autoren haben die schönsten und eindrucksvollsten Erzählungen über Feen, Gnome, Riesen und die sagenhafte Stadt Ys zusammengetragen.

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