Château de la Roche Goyon / Fort La Latte

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Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte © LeFortlaLatte
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Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte über dem Meer © LeFortlaLatte
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Zugbrücke von Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte © LeFortlaLatte
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Terrasse und Blick auf die Gueranne vom Bergfried © LeFortlaLatte
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Restaurierungsarbeiten im Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte © LeFortlaLatte
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Blick auf den Bergfried von Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte über dem Meer © LeFortlaLatte
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Abendstimmung im Château de la Roche Goyon oder Fort La Latte über dem Meer © LeFortlaLatte
Karte
Wissenswertes über Château de la Roche Goyon / Fort La Latte

Lesezeit: 5 min

Das Château de la Roche Goyon – auch bekannt unter dem Namen Fort la Latte – schwebt wie ein Schiff aus rosa Sandstein in einer unvergleichlichen Lage über der Bucht von St. Malo. Gebaut wurde es hauptsächlich mit Materialien aus der Region: dem rosa Sandstein und Granit.


Welch eine Lage

Gelegen auf der Landspitze La Latte, in der Nähe des Cap Fréhel im Département Côtes d’Armor, ist das Château eine der berühmtesten Burgen in der Bretagne und eine der meistbesuchten dazu. Aufgrund seiner bemerkenswerten Lage auf einem felsigen Kap mit Blick auf das Meer, diente es schon als Kulisse für verschiedene Filme, wie „Die Wikinger“ aus dem Jahr 1958 mit Kirk Douglas und Tony Curtis.


Die Herren von Matignon

La Roche Goyon wurde im 14. Jahrhundert von Étienne III Goyon – dem Herrn von Matignon – errichtet. Die Goyon de Matignon bestiegen 1731 durch die Ehe zwischen Jacques de Goyon de Matignon und Louise-Hippolyte

Grimaldi sogar den Thron des Fürstentums Monaco. Alle späteren Fürsten stammen von ihnen ab.

Der Bau des Château de la Roche Goyon begann in den 1340er Jahren, der Bergfried stammt aus den Jahren 1365-1370. Die Lage war strategisch gut gewählt, da sie sich nicht weit von den Handelswegen befand, die Saint-Malo, die Normandie und die Kanalinseln miteinander verbanden.

Von der Landseite war die Burg nur schwer zugänglich. Sie bot einen weiten Blick auf den Ärmelkanal und die Smaragdküste sowie einen großen Teil der Bucht von St. Malo. Auch von der Seeseite war sie durch die Klippen vor einer Invasion geschützt. Nur die Zugbrücken ermöglichen die Überquerung der beiden tiefen Felsspalten, die die Burg von der Küste trennen.

Allerlei Belagerungen

1379 wurde La Roche-Goyon während des Konflikts zwischen der Bretagne und dem Königreich Frankreich von Du Guesclin im Auftrag von König Charles V belagert und eingenommen. zwei Jahre später wird sie schließlich nach Unterzeichnung eines Vertrags an die Gouyons zurückgegeben. Im Jahr 1490 wurde sie von den Engländern belagert – allerdings erfolglos.

Während der Religionskriege wurde die Burg 1597 ein weiteres Mal angegriffen und eingenommen. Es war ein Angriff der katholischen Liga auf die dem König Henri IV. treu ergebenen Besatzer der Burg. Sie wurde geplündert und in Brand gesteckt, nur der Bergfried bleibt verschont. Es folgte eine Zeit der Vernachlässigung der Burg, die zu einer Ruine wurde.

Ein neuer Name

Erst im 18. Jahrhundert, unter Ludwig XIV, gewann die Burg ihre strategische Bedeutung zurück und wurde von Festungsbaumeister Siméon Garengeau mit einer Bastion versehen. La Roche Goyon wurde zwischen 1690 und 1715 in eine Festung zur Küstenverteidigung im Herzen der Bucht von St. Malo umgewandelt. Unter Louis XIV erhielt La Roche Goyon den Namen Fort La Latte.

Der letzte Angriff erfolgte 1815 während der Hundert Tage (auch bekannt als Waterloo-Feldzug, der die Rückkehr Napoleons an die Macht zwischen dem 20. März 1815 und dem 28. Juni 1815 beschreibt), als einige Männer aus Saint-Malo die Burg erfolglos angriffen.

Frédéric Joüon Des Longrais rettet die Festung

Im Jahr 1793 wurden dort einige verdächtige Konterrevolutionäre inhaftiert. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde es nach und nach aufgegeben. Im Jahr 1890 wurde es vom Kriegsministerium deklassiert und 1892 verkauft. Als es 1925 zum historischen Monument erklärt wurde, war es größtenteils verfallen. Ab 1882 wurde La Roche Goyon an verschiedene private Eigentümer verkauft, bevor es 1931 von Frédéric Joüon Des Longrais gekauft wurde, der umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchführte. Noch heute werden jedes Jahr während der Wintersaison neue Restaurierungen vorgenommen.

Heute gehört das Schloss den Nachkommen dieses Enthusiasten und ist damit Lebensort und unumgänglicher Touristenort für die zahlreichen Besucher, die es jeden Tag empfängt. Das Verteidigungssystem aus dem 14. Jahrhundert ist heute noch vorhanden. Die Mauern, Barbakane, Türme, Verliese und der Bergfried haben die Jahrhunderte überdauert. Bricole, Kanonen und Armbrüste erinnern an seine militärische Vergangenheit. Im Bergfried befindet sich eine Ausstellung über die Restaurierungsarbeiten an der Festung.

Besondere Kanonenkugeln

Das Fort verfügt über zwei Kastelle, von denen sich eines zur Barbakane und das andere zum Burghof hin öffnet; beide haben eine Zugbrücke. Im Hof befinden sich eine Wasserzisterne, eine Kapelle, die dem Heiligen Michael geweiht ist, die verschiedenen Verteidigungsanlagen (insbesondere die Standorte der Kanonenbatterien) und natürlich der Bergfried.

Der ursprüngliche mittelalterliche Boden des Hofes lag bis zu acht Meter unter der heutigen Oberfläche und wurde im 17. Jahrhundert vollständig gesprengt, damit Kanonen eingesetzt werden konnten. Unter Ludwig XIV. gab es acht Kanonen. Die größten hatten einen acht Meter langen Schaft. Auf der Anlage befinden sich heute nur „mittlere“ Exemplare, die eine Kugel bis zu einem Kilometer weit schießen konnten.

Interessant ist auch der Kanonenofen von 1793. Mit ihm wurden die Kanonenkugeln erhitzt, damit sie vor dem Abfeuern „rotglühend“ waren. Die Methode war allerdings sehr gefährlich, langsam und verbrauchte viel Holz, so wurde sie nicht oft angewandt.

Vor der Burg befinden sich außerdem ein Rammbock sowie ein Pranger. Auf dem Weg zur Burg kann man einen kleinen aufgerichteten Menhir sehen, der der Legende nach „der Zahn“ oder „der Finger“ des Riesen Gargantua sein soll. Auch ein mittelalterlicher Garten, ein Labyrinth und ein Gemüsegarten bereichern den Besuch.

Das Schloss veranstaltet jedes Jahr im August die „Grandes Médiévales“: Die diesjährige Veranstaltung wurde auf 2023 verschoben.

Wir danken den Verantwortlichen von Château de la Roche Goyon für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Erwachsene: 7,20€
Kindertarif Von 5 bis 12 Jahren: 4,80€
Ermäßigter Tarif: 6,00 € (Studenten, Schüler, Arbeitssuchende (Nachweis erforderlich).
Kostenlos für Kinder unter 5 Jahren.
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Täglich geöffnet von April bis Ende Oktober und während der Schulferien.
April bis Juni & September von 10:30h bis 18:00h
Juli & August von 10:30h bis 19:00h

Es werden werden täglich geführte Besichtigungen angeboten, bei denen die Geschichte des Ortes erzählt wird.

In der Nebensaison ist das Schloss an den Wochenenden nachmittags von 13:00h bis 17:00h geöffnet.

Das Schloss ist am 25. Dezember und 1. Januar geschlossen.
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Umgeben von Ärmelkanal und Atlantik ragt die Bretagne wie ein Drachenkopf ins Meer.

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Die heutige Hauptstadt der Bretagne heißt Rennes. Zu den 4 Départements Morbihan, Ille-et-Vilaine, Finistère und Côtes d'Armor gehörte bis in die 1960er Jahre auch noch das Département Loire-Inférieure mit der alten Hauptstadt des Herzogtums der Bretagne: Nantes. Wir haben das Département für unsere Übersicht wieder aufgenommen.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist es zwar niemals wirklich kalt oder heiß, aber manchmal etwas umgemütlich. Die Bretagne hat ein raues Klima - relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig. Im Hochsommer können Sie mit Temperaturen über 20 Grad rechnen, aber auch Spitzenwerte bis 30 Grad sind möglich.

Burgen, Schlösser & Gärten besucht man am besten zwischen Mai und September. In der französischen Ferienzeit im Juli und August kann es ziemlich voll werden.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur sehr eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind beliebte Sehenswürdigkeiten. Kaufen Sie die Karten wo immer es geht online und vermeiden Sie damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison sollten Sie die Öffnungszeiten der Objekte IMMER separat recherchieren, jedes Haus hat da seine eigenen Vorstellungen.

Richtig sparen kann man mit Touringpässen und Gästekarten.

  • Wenn Sie eine Reservierungsnummer von Gîtes de France haben, können Sie sich für den Pass "Le Carnet My Gîtes Breizh" registrieren. Das "My Gîtes Breizh" ist Ihre Eintrittskarte für einen gelungenen Urlaub mit Partnern in Côtes d'Armor, aber auch in der ganzen Bretagne und sogar in La Manche. Die Website und die App "Le Carnet My Gîtes Breizh" sind ganz Ihrem Aufenthalt gewidmet.

    Erhalten Sie Vorteile bei vielen Sehenswürdigkeiten, darunter 25 Châteaux, Manoirs und Forts. Dabei sind z.B. das Château de Josselin, die Domaine de Bourbansais und das Fort La Latte.

Anreise

Für die Anreise in die Bretagne wählen die meisten Besucher das eigene Auto oder einen Camper. Es gibt natürlich aber auch Flüge nach Nantes und Schnellzugverbindungen.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer die Bretagne mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßenatlas zulegen - uns macht es immer Spaß ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten gerne mit den Urlaubskarten vom ADAC.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir die Reiseführer von Dumont und Baedeker, speziell für Camper-Reisen gibt es von Reise Know-How den Wohnmobil-Tourguide Bretagne.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte: Woanders - am Ende der Welt von Natascha N. Hoefer. Ein wenig historisch und ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner der Halbinsel Crozon.

  • Zu der Krimireihe um Kommissar Dupin von Jean-Luc Bannalec muss man nicht mehr viel sagen. Im Juni ist der elfte Band "Bretonische Nächte" erschienen - kaum ein anderer deutscher Schriftsteller hat sich mehr um den Tourismus in der Bretagne verdient gemacht.

  • Der Roman Sehet die Sünder von Liv Winterberg führt uns ins Mittelalter - eine Mischung aus historischem Roman und Krimi.

  • Die schönsten bretonischen Sagen von Jean-Luc Bannalec und Tilman Spreckelsen. Die Autoren haben die schönsten und eindrucksvollsten Erzählungen über Feen, Gnome, Riesen und die sagenhafte Stadt Ys zusammengetragen.

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