Hermesvilla

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Hermesvilla mit Rose © Foto Lisa Rast Wien Museum
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Hermesvilla Tilgnersaal © Foto Lisa Rast Wien Museum
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Hermesvilla Schlafzimmer der Kaiserin Elisabeth © Foto Lisa Rast Wien Museum
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Hermesvilla Ausstellungsansicht © Foto Lisa Rast Wien Museum
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Hermesvilla im Nebel © Foto Lisa Rast Wien Museum
Adresse
Karte
Wissenswertes über Hermesvilla

Lesezeit: 3 min

Inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes Lainzer Tiergarten liegt idyllisch eingebettet das "Schloss der Träume", wie Kaiserin Elisabeth ihre Villa einmal nannte. Kaiser Franz Joseph machte sie ihr zum Geschenk, in der Hoffnung, seine reisefreudige Frau damit öfter in Wien halten zu können.

In fünfjähriger Bauzeit schuf der bekannte Ringstraßen-Architekt Carl von Hasenauer diesen für viele romantische Landhäuser des Großbürgertums beispielgebenden Bau. Ihren Namen gab der Villa die im Garten stehende Statue "Hermes als Wächter".

Ein Kaiserpaar wohnt privat
In der Hermesvilla werden heute verschiedene Ausstellungen präsentiert: In der ersten Etage findet der Besucher eine beeindruckende Darstellung zur Geschichte der Villa, wer sich dafür interessiert wie ein kaiserliches Paar privat wohnt - hier bekommt man einen Einblick anhand von Plänen, Dokumente, Photos und den erhalten gebliebenen Stücken der originalen Einrichtung.

Prunkbett oder Messingbett
Bemerkenswert ist das Schlafzimmer der Kaiserin mit dem überdimensionale Prunkbett aus der Zeit Maria Theresias. Die Entwürfe für die Wandmalereien stammen von Hans Makart, Shakespeares „Sommernachtstraum“ diente als Inspiration war. Auch andere bekannte Künstler wie Hugo Charlemont, Gustav sowie sein Bruder Georg Klimt und Franz Matsch waren für die Gestaltung der kaiserlichen Villa verantwortlich.

Das die Kaiserin die Gymnastik schätzte, ist allgemein bekannt. So kann ihr persönliches Turnzimmer noch heute besucht werden, hier befanden sich zu Elisabeths Zeiten ein Schwebebalken, Strebestangen und Ringe. Im Schlafzimmer des Kaisers im Nordflügel stand übrigens nur ein einfaches Messing­bett.

Hermes der Wächter
In der Dauerausstellung „Sisis Schloss der Träume - Die Hermesvilla und ihre Geschicht“ wird die vielen Wechseln geprägte Geschichte des Hauses erzählt. Der Name der Villa leitet sich von sich von der im Garten befindlichen Skulptur „Hermes als Wächter“ des Berliner Bildhauer Ernst Herter ab, ursprünglich sollte sie „Villa Waldruh“ heißen. Für die damalige Zeit war die Villa ausgesprochen modern eingerichtet, sie verfügte über elektrischen Strom und Wasser­leitungen.

Erzherzogin Marie Valerie
Die Kaiserin verbrachte in der Hermesvilla zwischen 1887 und 1898 fast jedes Jahr im Mai oder Juni für einige Tage. Das Appartement der Kaiserin lag im Südflügel, über einen schmiedeeisernen, gedeckten Gang konnte sie die von einer Glaskuppel erhellte Reitschule erreichen. Nach ihrer Ermordung im Jahr 1898 erbte ihre Tochter Marie Valerie das Haus, ihre Schwester Gisela erbte das Achilleion auf Korfu. Marie ließ die Villa nach ihren Vorstellungen für ihre Familie umgestalten.

Die Erzherzogin hatte zehn Kinder und im Jahr 1911 wurde die Villa für die Familie zu klein, sie fiel an den Hofärar, wurde also staatliches Eigentum, das vom Kaiserhaus genutzt und verwaltet wurde. Da es kein Privatbesitz des Kaiserhauses mehr war, gelangte es nach dem Ende der Monarchie in den Besitz der Republik Österreich, verwaltet wurde sie ab 1922 vom Kriegsgeschädigtenfond. Unbewohnt begann die Anlage zu verfallen.

Die Flucht der weißen Hengste
1938 wurde sie Besitz der Stadt Wien. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Mobiliar und Bilder in Sicherheit gebracht. 1945 diente die Villa für einige Monate als Reservelazarett, durch Diebstähle und Plünderungen entstanden schwere Schäden. In den 1960er Jahren drehte Walt Disney in der Hermesvilla den Film „Die Flucht der weißen Hengste". Er handelt von der spektakulären Evakuierung der Lipizzaner Hengste der Spanischen Hofreitschule aus dem Gestüt Lipizza nach Schwarzenberg in Wien gegen Ende des Zweiten Weltkriegs.

Zwischen den 1950er Jahren und dem Jahr 2005 wurden die Stallungen der Villa als Sommerstall für die Lipizzaner Hengste der Spanischen Hofreitschule genutzt.

In den 1960er Jahren wurden nur die notwendigsten Erhaltungsarbeiten durchgeführt, erst 1970-1974 erfolgte eine grundlegende Restaurierung. Ab Oktober 1971 wurde die Hermesvilla schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, seit Mai 1979 ist sie eine Außenstelle des Historischen Museums, in der regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt werden.

Wir danken den Verantwortlichen der Hermesvilla für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Erwachsene:EUR 7,00€
Ermäßigt: 5,00€
Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren: Eintritt frei

Jeden ersten Sonntag im Monat für alle Besucher*innen: Eintritt frei

Die Teilnahme an öffentlichen Führungen für alle Besucher*innen (Plätze nach Verfügbarkeit) gratis.
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
bis 30. Oktober 2021:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag,
10 bis 17.30 Uhr
Sonntag, 31. Oktober und Montag, 1. November 2021: 10 bis 16.30 Uhr
Die Hermesvilla schließt 30 Min. vor Torsperre des Lainzer Tiergartens, spätestens jedoch um 18:00h.
Eingeschränkte Öffnungszeiten im Herbst/Winter.
(Stand 2021)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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