Schloss Bedheim wird restauriert

Deutschen Stiftung Denkmalschutz überbringt Fördervertrag für Schloss Bedheim

Bereits in den 1990er Jahren unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Wiederherstellung von Schloss Bedheim in Gleichamberg im Landkreis Hildburghausen fünfmal mit insgesamt rund einer halben Million Euro. Nun überbringt am Samstag, den 28. April 2012 um Hartmut Ellrich, Ortskurator Gotha/Gothaer Land der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Günther Köhler, Bürgermeister von Gleichamberg, einen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro an Florian Kirfel-Rühle für die steinmetzmäßige Restaurierung und Instandsetzung des Giebels am Ostflügel des Schlosses.

Schloss Bedheim mit seinen Wirtschaftsgebäuden, den Ställen, dem Brauhaus und der Pfarrkirche dominiert die Silhouette der gleichnamigen Ortschaft in den sanften Hügeln Südthüringens. Sie ist die einzige geschlossen erhaltene barocke Gutsanlage in der Region und seit dem 18.
Jahrhundert im Besitz der Familie Rühle von Lilienstern. Charlotte von Wolzogen Jugendliebe Friedrich Schillers, heiratete 1788 August Franz Rühle von Lilienstern auf Schloss Bedheim. Von der Familie weiterhin bewohnt, steht das Schloss heute auch Gästen offen und wird für soziale Zwecke genutzt. Im Mittelalter stand an gleicher Stelle eine Wasserburg.

Prinz Joseph von Sachsen-Hildburghausen gestaltete das bereits in früheren Jahrhunderten mehrfach umgebaute Bauwerk zu einem prunkvollen Barockschloss aus. Deswegen zieren viele Räume hervorragende Stuckdecken. Der Nordflügel mit Satteldach, Dachhäuschen und seinen neun Fensterachsen hat auf der Hofseite einen repräsentativen Mittelrisalit mit Rundbogengiebel. Hier lässt sich das Haus durch ein zweiflügeliges Portal betreten, über dem ein Allianzwappen angebracht ist. Der in beiden Geschossen massiv ausgeführte Westgiebel schließt mit einem Fachwerkgiebel ab. Der Ostflügel besitzt noch den geschweiften Renaissancegiebel und hofseitig einen Treppenturm, der mit Welscher Haube abschließt.

Nach der Grundinstandsetzung der 1990er Jahre folgte 2006 die Renovierung des Treppenhauses und der Unteren Halle, es folgte die Restaurierung des Gartenhauses, in dem 2008 ein Gartencafé öffnete. Der Renovierung des Westflügels folgte 2010 die des Ostflügels. Im Sommer diesen Jahres sollen die Arbeiten am Ostgiebel beginnen. Der Giebel stammt aus dem Jahr 1588 und ist – bald wieder als Schmuckstück des Ortes – weithin zu sehen.

Schloss Bedheim ist eines von über 400 Projekten, die die 1985 gegründete private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

Mehr über das Schloss unter http://schloss.bedheim.de/

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