Schloss Neuschwanstein

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Schloss Neuschwanstein - Blick von der Marienbrücke © burgen.de
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Schloss Neuschwanstein | Blick in den Innenhof © burgen.de
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Schloss Neuschwanstein | Innenhof © burgen.de
schloss-neuschwanstein_thronsaal © Bayerische Schlösserverwaltung Foto Rainer Herrmann
Schloss Neuschwanstein | Thronsaal © Bayerische-Schloesserverwaltung | Foto: R. Herrmann
schloss-neuschwanstein_schlafzimmer © Bayerische Schlösserverwaltung Foto Ulrich Pfeuffer Maria Scherf)
Schloss Neuschwanstein | Schlafzimmer © Bayerische-Schloesserverwaltung | Foto: U. Pfeuffer, M. Scherf
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Schloss Neuschwanstein | Torhaus mit Wappen © burgen.de
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Schloss Neuschwanstein | Nordseite © burgen.de
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Schloss Neuschwanstein - herbstlicher Blick von Westen © burgen.de
Wissenswertes über Schloss Neuschwanstein

Lesezeit: 7 min

Schloss Neuschwanstein: Ein Märchenschloss in den bayerischen Alpen


Einleitung


Schloss Neuschwanstein, umgeben von üppigen grünen Wäldern, idyllischen Seen und schneebedeckten Berggipfeln auf einem Felsvorsprung über der Pöllatschlucht, ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns und ein wahrer Tourismusmagnet in Europa.


Mit jährlich rund 1,4 Millionen Besuchern ist es eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns und ein Ort, der Menschen aus aller Welt anzieht – Anfang des Jahres 2020 wurde der 70-millionste Besucher gezählt. Aber was macht dieses Schloss so besonders? Warum wurde es gebaut und was ist seine Geschichte?


Wenn man den ca. 40-minütigen Aufstieg wagt, wird man mit dem schönsten Panoramablick von der etwas höher gelegenen Marienbrücke belohnt. Aber auch vom Ufer des Alpsees hat man einen phantastischen Blick auf Neuschwanstein und auf Schloss Hohenschwangau. Eine Führung durch das Schloss zeigt die Räume der Garderobe, den Thronsaal und das Schlafzimmer des Königs.


Schloss Neuschwanstein wurde von König Ludwig II. von Bayern – Spitzname

Mehr zu Ludwigs Märchenschlössern

„Märchenkönig“ – in der Nähe der Stadt Füssen erbaut. Während sein Schloss auf Herrenchiemsee eine Hommage an Louis XIV und dessen Schlosses in Versailles darstellt, baute er hier nach dem Vorbild alter deutscher Ritterburgen.

Warum baute König Ludwig II das Schloss Neuschwanstein?

König Ludwig II. von Bayern baute das Schloss als Zufluchtsort vor seiner Hauptstadt und dem höfischen Leben. Nach dem Verlust der Macht im österreichisch-preußischen Krieg und der Vereinigung mit den anderen Regionen im neuen deutschen Staat, zog sich Ludwig immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Neuschwanstein bot ihm einen willkommenen Ort der Erholung.

Die Geschichte von Schloss Neuschwanstein

Die Geschichte von Schloss Neuschwanstein ist eng mit dem Leben von König Ludwig II. verbunden. Geboren im August 1845 auf Schloss Nymphenburg, übernahm Ludwig die Rolle des Kronprinzen nur drei Jahre nach seiner Geburt. Er verbrachte die meiste Zeit seiner Kindheit auf dem Schloss seines Vaters, Hohenschwangau, von wo aus er zum ersten Mal die ruinöse Festung erblickte, an der Stelle, an der er seinen Traum von einer eigenen Märchenfestung fast 30 Jahre später erfüllen sollte. Trotz der Entschlossenheit und Hingabe, die Ludwig in Neuschwanstein steckte, brachte das Schloss seinem Schöpfer nichts als Unglück. Die ausufernden Kosten und die nicht enden wollenden Bauarbeiten führten wohl schließlich zur Absetzung des Königs und zu seinem Tod.

Vorbilder und Inspiration

Die Anregung zum Bau des Schlosses bekam Ludwig 1867 als er zwei Reisen zur rekonstruierten Wartburg in Eisenach und eine zum Château de Pierrefonds bei Paris unternahm, wo Eugene Viollet eine Burgruine in ein historisiertes Schloss verwandelt hatte.

Mit 15 Jahren sah Ludwig zum ersten Mal den Lohengrin in München, später den Tannhäuser. Es war der Beginn einer unerschütterlichen, lebenslangen Leidenschaft für den Komponisten Richard Wagner und seine Werke.

Die Architektur von Schloss Neuschwanstein

Die Architektur von Schloss Neuschwanstein ist eine Mischung aus mittelalterlichen und modernen Elementen. Von außen ähnelt das Schloss einer mittelalterlichen Festung, aber im Inneren verbirgt es modernste Technologien seiner Zeit. Das Schloss hatte fließendes Wasser, eine Zentralheizung und sogar eine elektrische Klingelanlage. All diese Innovationen erforderten jedoch Geld und die Kosten für Neuschwanstein stiegen schnell auf 6,2 Millionen Mark.

Neuschwanstein diente über ein Jahrzehnt lang als Hauptbeschäftigung in der Region, da für den Bau des drohenden Schlosses gut ausgebildete Männer benötigt wurden. Auf der Baustelle arbeiteten in der Regel 200 Männer gleichzeitig, bei besonders knappen Terminen wurden zusätzlich 100 Männer angefordert. Hierin nicht gerechnet sind die spezialisierten Handwerker, die für die Bearbeitung von Stein, Marmor oder Holz angeheuert wurden.

Die Innenausstattung von Schloss Neuschwanstein

Die Innenausstattung von Schloss Neuschwanstein ist ebenso beeindruckend wie seine Architektur. Jedes Zimmer des Schlosses wurde mit den Legenden geschmückt, die einige von Wagners berühmtesten Opern inspiriert hatten. Die Sage von Tristan und Isolde schmückte die Wände von Ludwigs Schlafzimmer, während Parsifal im Sängersaal zu sehen ist. Der zweigeschossige Thronsaal des Schlosses ist einer byzantinischen Basilika nachempfunden, mit Sternen, die seine blaue Gewölbedecke schmücken.

Absetzung und Tod

Ludwig finanzierte seine Bauwerke aus eigener Tasche, aber bald war dort nichts mehr. Er borgte sich Geld, um weiterzumachen, bis 1883 war er mit 7 Millionen Mark verschuldet. Er drohte mit Selbstmord, wenn seine Schlösser beschlagnahmt werden würden. Ludwigs Politiker suchten nach einer Möglichkeit, den zurückgezogenen König zu stürzen. 1884 zog Ludwig in das noch unvollendete Neuschwanstein ein – er sollte hier allerdings nur 172 Nächte verbringen- und kaufte eine weitere Ruine, um dort ein weiteres Schloss zu errichten – Falkenstein.

Man war sich einig, dass seine zwanghaften Ausgaben ein Symptom für seine Unfähigkeit zu regieren waren, und so wurde Ludwig 1886 für geisteskrank und regierungsunfähig erklärt. In den frühen Stunden des 12. Juni 1886 wurde eine Kommission geschickt, die Ludwig von Neuschwanstein nach Schloss Berg am Starnberger See bringen sollte. Am nächsten Tag fand man seinen Leichnam im See.

Das Schloss nach Ludwigs Tod

Nach seinem Tod vereinfachte seine Familie die Baupläne, beschleunigte die Fertigstellung und öffnete den Palast nur sechs Wochen nach seinem Tod für die Öffentlichkeit, vor allem um einige der massiven Schulden, die Ludwig angehäuft hatte, zurückzugewinnen. Von den 200 geplanten Zimmern waren nur 14 komplett vollendet worden. Die beiden Weltkriege überstand Neuschwanstein ohne Zerstörungen. Bis 1944 waren hier in Frankreich geraubte Beutekunststücke deponiert.

Das Schloss wird restauriert

Aktuell laufen erstmals seit 1886 vollumfängliche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein. „Die Restaurierung im berühmten Sängersaal ist nun abgeschlossen. Das Ergebnis ist beeindruckend, der Saal strahlt, pünktlich zum 175. Geburtstag von König Ludwig II. in dieser Woche, wieder in seinen vollen Farben“, so Albert Füracker- Finanz- und Heimatminister in Bayern im August 2020. Die gesamten Restaurierungsmaßnahmen werden voraussichtlich bis Frühjahr 2024 abgeschlossen sein.

„Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist neben der Wiederherstellung eine dauerhafte Konservierung der historischen Ausstattung und Bausubstanz“, betonte Füracker. Die Kosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf über 20 Millionen Euro. Bei der Restaurierung der Räume werden insgesamt über 2.300 verschiedene Gegenstände, Holzbauteile sowie Fenster und Türen bearbeitet.

Andere Top Sehenswürdigkeiten in der Region

  • Schloss Hohenschwangau: Dieses gelbe Schloss war die Kindheitsresidenz von König Ludwig II. und liegt nur einen kurzen Spaziergang von Neuschwanstein entfernt. Es bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben der bayerischen Königsfamilie.
  • Füssen: Diese charmante Stadt liegt am Fuße der Alpen und ist bekannt für ihre malerischen Gassen, farbenfrohen Gebäude und das Hohe Schloss, eine ehemalige Sommerresidenz der Augsburger Bischöfe.
  • Tegelbergbahn und Sommerrodelbahn: Nur wenige Kilometer von Neuschwanstein entfernt, bietet die Tegelbergbahn eine atemberaubende Aussicht auf die Alpen. Die angrenzende Sommerrodelbahn sorgt für Spaß und Action für die ganze Familie.
  • Forggensee: Dieser große Stausee ist ein beliebtes Ziel für Wassersportler. Ob Segeln, Windsurfen oder einfach nur Schwimmen – der Forggensee bietet Erholung und Spaß in der Natur.
  • Wieskirche: Diese prächtige Rokoko-Kirche ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein absolutes Muss für jeden Besucher der Region. Die Wieskirche ist bekannt für ihre beeindruckenden Fresken und die kunstvoll geschnitzten Details.

FAQs

Wie komme ich zum Schloss Neuschwanstein?

Das Schloss Neuschwanstein liegt in der Nähe der Stadt Füssen im südlichen Bayern. Sie können mit dem Auto, dem Zug oder dem Bus dorthin gelangen. Es gibt auch einen Shuttlebus, der vom Parkplatz zum Schloss fährt.

Kann ich das Schloss Neuschwanstein ohne Führung besichtigen?

Nein, das Schloss Neuschwanstein kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Dies ist notwendig, um die historische Substanz des Schlosses zu schützen und den Besucherandrang zu regulieren.

Ist das Schloss Neuschwanstein für Rollstuhlfahrer zugänglich?

Der Besuch von Schloss Neuschwanstein bedarf der Vorbereitung. Das Schloss ist aufgrund seiner historischen Bausubstanz nicht vollständig barrierefrei. Es gibt jedoch einen Aufzug, der zu den meisten Räumen führt. (Anmeldung erforderlich). Es ist nicht erlaubt mit dem eigenen Pkw zum Schloss zu fahren. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig.

Kann ich im Schloss Neuschwanstein fotografieren?

Leider ist das Fotografieren und Filmen im Inneren des Schlosses Neuschwanstein nicht erlaubt. Dies dient dem Schutz der historischen Räume und Exponate.

Wer hat Schloss Neuschwanstein gebaut?

König Ludwig II. von Bayern, auch bekannt als der „Märchenkönig“, war der Schöpfer von Schloss Neuschwanstein.

Heute ist der Freistaat Bayern der Eigentümer des Schlosses. Behütet und bewirtschaftet wird Neuschwanstein von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Eintrittspreise
Erwachsene: 15,00€ // 14,00€ ermäßigt
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind kostenfrei.

Hinweis für Familien zur Online-Buchung: Kinder benötigen eine Freikarte (Buchungsgebühr 2,50 Euro), um ins Schloss zu gelangen.

Oben am Schloss gibt es keine Möglichkeit zum Ticketkauf. Bis in den Innenhof kommt man aber auch ohne Ticket.

Tipp:
Kombiticket "Königsschlösser": 31,00€ | Das Ticket ist sechs Monate gültig und berechtigt zum einmaligen Besuch der Schlösser Herrenchiemsee, Linderhof und Neuschwanstein.
(Stand 2023)
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten Schloss:
April bis 15. Oktober: 9:00h bis 18:00h
16. Oktober bis März: 10:00h bis 16:00h
täglich geöffnet außer am 1. Januar sowie am 24., 25. und 31. Dezember

Öffnungszeiten Ticket Center
April bis 15. Oktober: 8:00h bis 16:00h
16. Oktober bis März: 8:30h bis 15:00h

Eintrittskarten für Schloss Neuschwanstein erhalten Sie gegen eine Buchungsgebühr von 2,50€ online beim Ticket Center. www.hohenschwangau.de

Im Ticket Center Hohenschwangau vor Ort sind Restkarten nur nach Verfügbarkeit und ausschließlich für den selben Tag erhältlich.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.

(Stand 2023)
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