Burg Ranis

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Burg Ranis, eine der wunderschönen Anlagen Thüringens
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Wissenswertes über Burg Ranis

Lesezeit: 3 min

Oberhalb der kleinen Stadt Ranis am Rande des Thüringer Schiefergebirges im Saale-Orla-Kreis liegt auf einem 360 Meter langen Felsplateau die Burg Ranis. Mit ihren 240 Metern Länge und 50 Metern Breite gehört sie zu den bedeutendsten Burgen der Region.


Ihre strategisch gute Lage macht sie von drei Seiten durch schroffe Felshänge nahezu unangreifbar, nur auf der Ostseite erlaubt die Topographie einen einfachen Zugang. Eine Kernburg mit Burgküche, Innenhof und dem Bergfried, zwei Vorburgen, der quadratische Hungerturm mit Verlies und ein  Vorgelände gehören zu dieser Anlage.


Archäologische Forschungen lassen vermuten, dass es an dieser Stelle im thüringisch slawischen Grenzgebiet schon im 9. Jahrhundert erste Befestigungen gab.


Als erste Erwähnung der Burg gilt eine Urkunde aus dem Jahr 1084, die einem Wiprecht von Groitzsch die Übertragung mehrerer Burgen als Dank des Kaisers Heinrich IV für die Gefolgschaft im Kampf gegen Papst Gregor VII. bescheinigt. Burg Ranis wurde als Reichsburg deutscher Kaiser und Könige im Jahr 1199 genannt.  Zu dieser Zeit

leben hier dem König direkt unterstellten Reichsministerialen. Schon im Jahr 1208 an diese verpfändet, wurden im Jahr 1220 die Grafen von Schwarzburg von Kaiser Friedrich II mit der Burg belehnt. Die ausgedehnte Anlage, die wir heute sehen können, entstand aber zum größten Teil im 13. und 14. Jahrhundert. Der  Bergfried mit fast 89 Metern Durchmesser wurden die unteren vier Geschosse schon um 1200 erbaut, die oberen drei Geschosse kamen im 14. Jahrhundert dazu. Damals wie heute kann man ihn besteigen und einen weiten Blick ins Land werfen.

Im Jahr 1389 traten die Grafen Ranis an die die Wettiner, Herzöge von Sachsen ab. Im Rahmen der Altenburger Teilung des wettinischen Gebietes erhielt Wilhelm III, der Tapfere im Jahr 1445 den fränkischen und thüringischen Teil des Kurfürstentums und den Titel des Landgrafen von Thüringen. 1463 vermachte Herzog Wilhelm die Burg  an seinen Schwager Heinrich von Brandenstein, den Bruder seiner zweiten Frau, seiner ehemaligen Mätresse.  Dieser ließ die Anlage weiter ausbauen, doch im Jahr 1571 musste Ranis an die Herren von Breitenbauch verkauft werden. Diese begannen mit dem Ausbau der Burg zu einem repräsentativen  Schloss. Nach einem Brand im Jahr 1645 wurde beim Wiederaufbau der Südflügel mit seinen typischen Giebelerkern errichtet. 1815 wurden Stadt und Burg Ranis preußisch.

1942 verkaufte Dietrich von Breitenbauch den gesamte Besitz an das Deutsche Rote Kreuz. Ab dem Jahr 1991 finden umfangreiche Sanierung- und Sicherungsarbeiten auf der Burganlage statt. Seit dem Oktober 1994 gehört die Burg Ranis zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Teile der Burg werden als Museum genutzt. Kostbare Möbel, Rüstungen und Waffen sowie ein geologischer Streifzug durch die Geschichte aus der Region erwarten den Besucher beim Rundgang. Auch Künstler aus der Umgebung stellen hier regelmäßig aus. Auf der Burg finden alljährlich von Mai bis Juli die Thüringer Literatur- und Autorentage statt.

Um die Burg außerdem wieder zu  beleben und überregional bekannt zu machen, veranstaltet der Verein der Burgfreunde Ranis das ganze Jahr über diverse Aktivitäten, von Burgführungen in historischen Kostümen bis hin zu Mittelalter- und Weihnachtsmärkten.

Eintrittspreise
Burgbesichtigung (Burganlage/Verlies/Ilsenhöhle): 1,00 €

Museum:
Erwachsene: 6,00 € pro Person
Schüler/Studenten/Schwerbeschädigte: 4,00 € pro Person
Familienkarte: 15,00 € (2 Erwachsene + eigene Kinder)
Kinder unter 6 Jahren: freier Eintritt
Gruppe Erwachsene ab 15 Pers.: 4,50 € pro Person
Gruppe Schüler/Studenten ab 15 Pers.: 2,50 € pro Person
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
Dienstag – Donnerstag

Samstag, Sonntag & Feiertage

10:00 – 17:00 Uhr

Letzter Einlass jeweils eine Stunde vor Schließung des Hauses.
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