Loket


Geschichte der Burg Loket

Burg Loket wurde im 13. Jahrhundert erbaut und galt als „Tor zum tschechischen Königreich“. Umflossen vom Fluss Elbogen, wurde die 1234 erstmals schriftlich erwähnte Grenzfestung erbaut, um deutsche Ministerialbeamte des Kaisers Friedrich I. Barbarossa zu schützen.

Bergfried / Innenhof
Im 15. Jahrhundert kam zur Kernburg noch eine Unterburg dazu, weshalb sich in den Bauwerken stilistische Elemente mehrerer Epochen finden.

Die Festung spielte lange Zeit eine wichtige Rolle und sah viele berühmten Persönlichkeiten: Im Jahre 1239 König empfing hier König Wenzel der römischen Kaiser Konrad. Später übernahm Kaiser Karl IV. die Burg und erteilte Elbogen die Stadtrechte, die von folgenden Regenten bestätigt wurden.

Zur Zeit der Hussitenkriege stand Elbogen auf die Seite der Kaiser Sigismund. Die Burg wurde zweimal von den Hussiten belagert (1420 und 1427) – allerdings erfolglos. 1429 gab es einen Streit zwischen der Stadt und der Burg und Elbogen wurde von den Bürgern der Stadt erobert.

Um die lange schwelenden Auseinandersetzungen zu beenden – und vor allem seine notorische Geldknappheit zu lösen – überträgt 1434 Kaiser Sigismund die Burg an seinen Kanzler Kaspar Schlick.

Ansicht des Innenhofes
Dies bewirkte aber lediglich, dass der Widerstand der Bürger stärker und die Situation damit verfahrener wurde. 1547 verloren die Schlicks die Burg, nachdem sie eine erfolglose Rebellion gegen das Haus Habsburg unterstützten.

Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1848) wurden Burg und Stadt von kaiserlichen Truppen besetzt. Die Burg wurde nacheinander von Aufständischen, den Bayern, den Sachsen und den Truppen Wallensteins erobert. Nur den Schweden konnte sie 1646 Widerstand leisten. Danach folgten 2 Pestwellen, Elbogen verlor seine Bedeutung und die Burg wurde zum Gefängnis umfunktioniert.

Der Schildwall mit Gartenanlagen
Seit dem 15. Jahrhundert befindet sich auf der Burg ein mysteriöser Stein, der erst von Alchimisten und später von Geologen untersucht wurde. Bei dem ominösen Stein handelt es sich um einen Meteorit, der heute zu besichtigen ist.

Ein Teil der Burg wird heute als Museum genutzt. 1950 wurden der historische Stadtkern und die Burg Loket unter Denkmalschutz gestellt. Heute gilt Loket als „das Rothenburg Tschechiens“ und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Außerdem treibt auf der Burg ein Geist sein Unwesen – der „verfluchte Burggraf“: Zu seiner Zeit ein gnadenloser Statthalter, der von der Bevölkerung gefürchtet und von einer Witwe verflucht wurde, als er sie ohne Rücksicht auf ihre Kinder in den Kerker werfen ließ.

Quelle: http://www.hrad-loket.cz/

Burg Loket

35733 Loket
Okres Sokolov
Tschechien

Burg: http://www.hrad-loket.cz/
Gemeinde: http://www.loket.cz/

(c) Alle Bilder: Carina & Tobias Witzel
Vielen Dank an unsere beiden Burgen-Scouts!

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