Burg und Schloss Bečov nad Teplou

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Bečov nad Teplou
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Das spätbarocke Schloss Bečov © Matthias Pötzsch
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Schloss Bečov mit seiner barocken Schlossbrücke © Matthias Pötzsch
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Burg und Schloss Bečov nad Teplou © Matthias Pötzsch
Wissenswertes über Burg und Schloss Bečov nad Teplou

Lesezeit: 9 min

Ein Zeitzeugnis der Architektur und Geschichte Böhmens


Burg und Schloss Bečov, gelegen auf einem Felssporn über dem Fluss Tepl in der Region Karlsbad, blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 14. Jahrhundert reicht.


Die Region um die Burg ist seit dem frühen Mittelalter besiedelt, und das heutige Erscheinungsbild der Anlage präsentiert ein Ensemble aus Gebäuden verschiedener Epochen.


Architektonische Vielfalt


Die Burg Bečov zeichnet sich durch eine Mischung aus gotischen, Renaissance- und barocken Elementen aus.


Der Donjon oder Wohnturm, gekrönt von einem barocken Dachstuhl, und der Bergfried, der einst den Eingang schützte, sind besonders hervorzuheben. Die Innenräume des vierstöckigen Wohnturmes zeigen die Ästhetik und den Komfort damaligen Wohnens. Hervorzuheben sind die kunstvollen Portale, Wandmalereien in den Herrenzimmern, Aborte auf Kragsteinen, einzigartige Holzeinrichtungen im gotischen und Renaissance-Stil, gemalte Balkendecken und barocke Dachkonstruktionen.


Die Pflugs von Rabenstein erweiterten die Burg im Laufe der Zeit um einen Verbindungsflügel mit einem lichtdurchfluteten Speisesaal.


Die Kapelle im Kapellenturm

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stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und ist für ihre gotischen Malereien bekannt. Im 16. Jahrhundert kamen die Renaissance-Bauten der drei Pflugschen Häuser hinzu, gefolgt von einem spätbarocken Schloss im frühen 18. Jahrhundert.

Historische Bedeutung und Besitzwechsel

Erstmals 1314 erwähnt, diente die Burg ursprünglich als Sitz des tschechischen Adelsgeschlechts der Herren von Ossegg. Nach häufigen Besitzerwechseln erwarb die durch Bergbau reich gewordene Familie Pflug von Rabenstein den Besitz 1495. Trotz der Rebellion gegen Ferdinand I. von Habsburg und den daraus resultierenden Konflikten, blieb die Burg bis in den Dreißigjährigen Krieg ein zentraler Ort, dessen Zinnbergbau später jedoch zum Erliegen kam.

Verfall und Wiederaufbau

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg als „wüst“ beschrieben und viele der Befestigungen mussten abgerissen werden. Die Familie von Questenberk, die den Besitz 1624 übernahm, baute das spätbarocke Schlossgebäude. Der prominente Turm steht auf auf dem Grundriss einer aus dem Dreißigjährigen Krieg stammenden Bastion.

Die Abtretung von Rechten durch Kaiserin Maria Theresia im 18. Jahrhundert und der Verkauf an den belgischen Herzog Friedrich August Beaufort-Spontin im 19. Jahrhundert führten zu weiteren Veränderungen, darunter der Bau eines Parks und die Anlage eines botanischen Gartens.

Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schloss Bečov aufgrund der Zusammenarbeit der Beauforts mit den Nazis konfisziert. Es fand eine neue Nutzung als Schule statt, während der Pflugpalast und die Burg zu einem Museum umgewandelt wurden. Das Denkmalschutzinstitut in Pilsen übernahm 1969 die Anlage und begann mit umfangreichen Rekonstruktionen. 1996 wurde das Barockschloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heutige Bedeutung

Heute beherbergt die Burg Bečov eine Ausstellung zur westböhmischen Gotik, mit originalgetreu restaurierten Möbeln ausgestatteten Räumen und den romanischen Reliquiar des Sankt Maurus aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts.

Die Gärten

Die Gärten und der Park gegenüber der Burganlage illustrieren die Entwicklung der Anlage sowie der Garten- und Landschaftsarchitektur. Der Schlossgarten umfasst die Überreste der originalen Barockgärten und spiegelt architektonische Einflüsse des 19. und 20. Jahrhunderts wider. Der Großteil der Gärten erstreckt sich über das Areal des ehemaligen Burggrabens und der Brauerei und ist in sechs Terrassen unterteilt, die durch Treppen verbunden sind.

Charakteristische Elemente der Gärten sind die Wasserspiele sowie regelmäßig geformte Pflanzornamente. Der hauptsächlich mit Laubbäumen bestückte Park entlang der Hügelflanke am Fluss Teplá wurde auf dem abgerissenen Bereich der Vorburg errichtet, Hier zeigt sich das verstärkte Interesse an der Garten- und Landschaftsarchitektur um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Karlsbad (Karlovy Vary) Bekannt für seine heilenden Thermalquellen, bietet diese berühmte Kurstadt prächtige architektonische Meisterwerke aus der Zeit der Belle Époque und zahlreiche historische Kolonnaden.
  • Hrad Loket Die malerische Burg Loket aus dem 12. Jahrhundert, oft als das „böhmische Rothenburg“ bezeichnet, thront auf einem Felsvorsprung über dem Fluss Ohře und bietet einen Einblick in mittelalterliche Architektur und Geschichte.
  • Klášter Teplá Ein prämonstratensischer Klosterkomplex aus dem 12. Jahrhundert, der für seine beeindruckende Bibliothek und sein architektonisches Ensemble bekannt ist, liegt in einer ruhigen, waldreichen Umgebung.
  • Marienbad (Mariánské Lázně) Diese elegante Kurstadt ist berühmt für ihre romantischen Parks, historischen Kolonnaden und die reich verzierten Fassaden ihrer Hotels und Sanatorien.
  • Franzensbad (Františkovy Lázně) Eine charmante Kleinstadt, berühmt für ihre neoklassizistischen Gebäude und als einer der drei Eckpunkte des berühmten westböhmischen Kurvierecks.
  • Zámek Kynžvart (Schloss Königswart) Ein herrschaftliches Schloss im klassizistischen Stil, umgeben von einem ausgedehnten Park, das eine reiche Sammlung von historischen Artefakten beherbergt.

Wir danken Matthias Pötzsch für die Photos, die Bildrechte liegen (wenn angegeben) bei ihm.

Eintrittspreise
Schloss :
Erwachsene: 160 Kč (ca.6,50€)
Kinder bis 6 Jahre: kostenlos
Kinder von 6 bis 17 Jahre: 50 Kč
Jugendliche von 18 bis 24 Jahre: 130 Kč
Senioren über 65 Jahre: 130 Kč
(Stand 2024)
Öffnungszeiten
Schloss /Führung:
Juni:
Wochenende 10:00h bis 15:00h

Juli und August:
Dienstag bis Sonntag: 10:00h bis 17:00h

September:
Wochenende 10:00h bis 15:00h

01.Oktober bis 15.November: geschlossen

16. und 17.November:
10:00h bis 15:00h

18.November bis 31.05.: geschlossen

Reliquiar des Sankt Maurus:
02. bis 30.April:
Dienstag bis Freitag: 11:45h bis 12:00h und 13:45h bis 14:00h
Wochenenende: 09:00h bis 16:00h

Mai und Juni:
Dienstag bis Sonntag: 09:00h bis 16:00h

Juli und August:
Dienstag bis Sonntag: 09:00h bis 17:00h

September:
Dienstag bis Sonntag: 09:00h bis 16:00h

Oktober:
Dienstag bis Freitag: 11:45h bis 12:00h und 13:45h bis 14:00h
Wochenenende: 09:00h bis 16:00h

01. bis 15.November: geschlossen

16. und 17.November: 10:00h bis 16:00h

18.November bis 30.Dezember: geschlossen

31.Dezember und 01.Januar: 11:00h bis 15:00h

Die letzte Führung beginnt mit dem Ende der Öffnungszeiten.
(Stand 2024)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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