Wilton House

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Wilton House © burgen.de
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Die Ostfassade von Wilton House © burgen.de
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Die Palladianische Brücke in Wilton House © burgen.de
Wilton-House_0469_Hauseingang
Der große Turm in der Ostfassade von Wilton House © burgen.de
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Seitenfassade von Wilton House © burgen.de
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Der japanische Garten in Wilton House © burgen.de
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Wilton House mit Springbrunnen © burgen.de
Wissenswertes über Wilton House

Lesezeit: 5 min

Wilton House liegt etwas außerhalb des historischen Stadt Salisbury und gehört zu den schönsten der englischen Herrenhäuser. Das Haus ist eines der besten Beispiele palladianischer Architektur in Großbritannien und liegt umgeben von 21 Hektar mit Gärten und Parks.


Auf dem Gelände wurde bereits im 9. Jahrhundert von König Alfred ein Nonnenkloster gegründet. Im 13. Jahrhundert wurde es durch eine Benediktinerabtei ersetzt – das heutige Haus ist weitgehend an die klösterliche Anlage angelehnt.


Die Abtei wiederum wurde 1536 von Henry VIII. im Zuge der Auflösung der Klöster aufgelöst. Der König übergab Wilton an William Herbert, einen seiner einflussreichsten walisischen Unterstützer und Ehemann von Anne Parr, der Schwester der Königin Katherine Parr. Nach dem Tode Henry VIII wurde William Herbert Vormund des Thronfolgers Edward VI, der ihn 1551 zum ersten Earl of Pembroke ernannte. Die Familie Herbert residiert noch heute in Wilton House.


Der 1. Earl baute die Klostergebäude zu einem imposanten Herrenhaus im Tudorstil

um. Das neue Haus hatte vier Flügeln um einen Innenhof und beeindruckende Ecktürmen. Heute ist nur noch der große Torturm in der Mitte der Ostfassade vom Tudor-Haus erhalten. Unter dem Einfluss des 2. Earl und seiner Frau Mary Sidney wurde Wilton zu einem Zentrum der Künste – eine „Akademie“ von Malern, Bildhauern, Musikern, Schriftstellern und Schauspielern.

Die erste große Umgestaltung von Wilton fand 1632 statt. Die Gärten wurden mit einer Vielzahl von Wasserspielen erweiterte. Auch das Haus sollte beeindruckenden Ausmaße der Gärten erreichen, aber ein Rückgang des Familienvermögens führte dazu, dass die Pläne für das Haus zurückgeschraubt wurden.

Neue Prunkräume im 17.Jahrhundert

Als der 4. Earl 1630 die Nachfolge antrat, beschloss er, den Südflügel abzureißen und an seiner Stelle einen neuen Komplex von Prunkräumen zu errichten – ein gemeinsames Werk des französischen Architekten Isaac de Caux, Inigo Jones, dem ersten bedeutenden Architekt Englands der frühen Neuzeit und Jones‘ Schwiegersohn John Webb, dem Architekten des Royal Naval College in Greenwich.

Die Architektur der Südfassade ist im strengen palladianischen Stil gehalten, sie wurde aus lokalem Stein erbaut und durch Klettersträucher aufgelockert. Nur wenige Jahre nach der Fertigstellung des neuen Südflügels im Jahr 1647 wurde dieser durch ein Feuer verwüstet. Die Struktur des Hauses wurde durch das Feuer schwer beschädigt

Der Double Cube Room

Die Renovierung des Hauses wurde 1647 abgeschlossen. Webb verdankt Wilton die herrlichen Estate Rooms – die sieben Prunkräume, die nur für hochrangige Staatsmitglieder als Hausgäste reserviert waren.

Der größte und prunkvollste Raum ist der berühmte Double Cube Room. Dieser ist besonders, da die Höhe (9 Meter) und Breite (9 Meter) des Raums genau das Doppelte seiner Länge (18 Meter) betragen. Er wurde von Inigo Jones und Webb um 1653 geschaffen. Die weiß gestrichenen Wände sind mit Blattgold verzierten Blätter- und Fruchtbüscheln geschmückt und werden von der Gemäldesammlung mit einem Van Dyck geziert. Die Kassettendecke stellt die Geschichte von Perseus dar.

Beim ebenfalls beeindruckenden Single Cube Room sind Breite, Länge und Höhe des Raumes gleich – ein Würfel von 9 m Länge.

Wilton gilt als die beeindruckendste frühe palladianische Architektur in England.

Im 18. Jahrhundert unter dem 8. und 9. Earl erhielt Wilton House seinen heutigen Stil. Es galt eine Bühne für die bemerkenswerte Sammlung von Kunstwerken und Skulpturen des 8. Earls zu schaffen, die er auf seinen Reisen durch Europa gesammelt hatte.

Änderungen im 19.Jahrhundert

Die endgültige Umgestaltung von Wilton fand im 19. Jahrhundert statt. Der Architekt war James Wyatt. Allerdings schien der 11. Earl nicht beeindruckt zu sein, denn er entließ Wyatt. Die Gräfin übernahm die Arbeiten selbst und dazu bei, dass Wilton sein heutiges Aussehen erhielt. Die ursprüngliche Große Halle des Tudorhauses, die Kapelle und die von De Caus bemalte Treppe zu den Staatsgemächern wurden zu dieser Zeit abgerissen. Ein neugotisches Treppenhaus und eine Halle wurden errichtet.

Der vielleicht beeindruckendste Bereich des Hauses ist der Upper Cloister – eine sonnendurchflutete zweistöckige Galerie um alle vier Seiten des Innenhofs herum – in dem die römisch-klassische Skulpturen des achten Earls ausgestellt sind.

Zu den weiteren bemerkenswerten Räumen gehören – neben den oben genannten – das königliche Schlafgemach, das für Charles I. entworfen wurde – auch wenn er nie darin schlief, das Ankleidezimmer des Königs und das Ankleidezimmer.

Die Gärten und die Palladianische Brücke

Das Haus ist berühmt für seine Gärten. Isaac de Caus begann 1632 mit der Gestaltung der Gärten und legte eines der ersten französischen Parterres in England an. Zu den ursprünglichen Gärten gehörten eine Grotte und Wasserspiele.

Nachdem das Parterre durch eine Rasenfläche ersetzt worden war, entwarf der 9. Earl in den Jahren 1736 bis 37 die palladianische Brücke etwa 90 m südlich des Hauses. Eine Kopie der Brücke wurde in dem viel besuchten Garten von Stowe in Buckinghamshire errichtet. Außerdem findet man drei weitere in Prior Park, Hagley und Amesbury Abbey.

Im späten 20. Jahrhundert ließ der 17. Earl zum Gedenken an seinen Vater, einen Garten mit Stauden um einen zentralen Springbrunnen, der von Pflaumenbäumen umgeben ist auf dem Vorplatz anlegen.

Wilton House im Film

Kaum ein Haus in England wurde in so vielen Filmen und Serien genutzt wie Wilton House. Die komfortable Nähe zu London mit der guten Anbindung hat sicherlich eine Rolle gespielt, aber die prächtigen Räume waren sicherlich wichtiger.

In der Netflix-Serie Bridgerton wurden das Haus und das Gelände für zahlreiche Szenen genutzt, darunter auch Außenaufnahmen von Hastings House. In der Netflix-Serie The Crown stellt der Double Cube Room regelmäßig einen der Räume im Buckingham Palace dar. Aber Wilton House war auch Croft Manor in dem Film Tomb Raider.

Seit 1551 befindet sich Wilton House im Besitz der Familie Herbert und ist heute, obwohl es der Öffentlichkeit zugänglich ist, immer noch das Privathaus von William Herbert, dem 18. Earl of Pembroke und seiner Familie.

Eintrittspreise
Erwachsene: £18,00
Kinder (5 bis 15 Jahre): £9,25
Familien (2 Erwachsene und bis zu 2 Kinder): £44,00

Alle kombinierten Eintrittskarten für den Besuch des Hauses und des Geländes müssen im Voraus für eine zeitlich begrenzte Führung gebucht werden, außer an Sonntagen, an denen ein Free-Flow-System in Betrieb ist und keine Vorbestellung erforderlich ist.

An Sonntagen sind alle Eintrittskarten bei der Ankunft an der Kasse im Geschäft erhältlich.
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Vom 30. April bis 4. September 2022
Haus und Gelände sind sonntags bis einschließlich donnerstags geöffnet.

Darüber hinaus sind Haus und Gelände am Freitag, den 3. Juni, Samstag, den 4. Juni und Samstag, den 27. August geöffnet.

Vom 6. Juni bis 9. Juni 2022 ist das Anwesen wegen einer Veranstaltung geschlossen. Ebenso vom 10. bis 14.Juli 2022

Sonntag bis Donnerstag 11:00h bis 17:30h

Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung.
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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