Old Wardour Castle

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Old Wardour Castle © burgen.de
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Eingangsseite von Wardour Castle © burgen.de
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Blick aus einem Fenster in Old Wardour Castle © burgen.de
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Säulen in Wardour Castle © burgen.de
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Details im Innenhof von Old Wardour Castle © burgen.de
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Mauerreste in Old Wardour Castle © burgen.de
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Rückseite von Wardour Castle © burgen.de
Wissenswertes über Old Wardour Castle

Lesezeit: 5 min

Die wechselvolle Geschichte von Old Wardour hat eine denkwürdige Kombination aus mittelalterlicher Burg, elisabethanischem Herrenhaus, Bürgerkriegsschlachtfeld und Landschaftsgarten aus dem 18. Jahrhundert hinterlassen.


Old Wardour Castle ist eine spektakuläre Ruine – eine Hälfte scheint nahezu intakt, während die andere Hälfte einfach fehlt, so als hätte jemand das Gebäude durchgeschnitten und die eine Hälfte mitgenommen – dass es 1991 als Drehort für Locksley’s Castle im Film Robin Hood mit Kevin Costner in der Hauptrolle diente.


In der sächsischen Zeit gehörte das der Besitz Wardour den Königen von Wessex, zur Zeit der normannischen Eroberung war es im Besitz der Abtei Wilton. Im 13. und 14. Jahrhundert war die Familie St. Martin Pächter der Abtei.


Die Lovels heiratete in die Familie St. Martin ein und im Jahr 1393 wurde John, der 5. Lord Lovel der Eigentümer des Anwesens. John, Lord Lovel – ein wohlhabender Höfling und Soldat – erhielt im gleichen Jahr die

königliche Erlaubnis hier eine Burg zu bauen.

Zu dieser Zeit entstanden überall in England große, fürstliche Häuser – nicht nur als Verteidigungsanlagen, sondern mit einer größeren Betonung auf Stil und Komfort.

Eine sechseckige Burg für Lord Lovel

Durch seine Heirat mit der Erbin Maud Holland – einer Verwandten des Königs Richard II – besaß er genug Vermögen, um ein so umfangreiches Bauprojekt wie Wardour in Angriff zu nehmen.

Es entstand eine hochmoderne Burg – die sechseckige Struktur wurde wohl beeinflusst durch zeitgenössisches französisches Design. Es wurde wahrscheinlich von William Wynford entworfen wurde, einem berühmten Steinmetz und Architekten, der auch in Schloss Windsor gearbeitet hatte.

Die Burg hatte fünf Stockwerke, die um einen kleinen sechseckigen Innenhof angeordnet waren. Die Unterkünfte waren sehr schön, mit guter Aussicht und luxuriöser Ausstattung, einschließlich eigener Kamine und Latrinen.

Die Rosenkriege

Die Unterstützung der Lovel Familie für die Lancastrianische Seite im Rosenkrieg führte zu der Konfiszierung ihrer Besitztümer als Edward of York gewann und 1461 König wurde.

Der König verkaufte das Anwesen, und es ging schließlich an den Earl of Ormond über. Später befand es sich im Besitz der Familie Broke, und 1547 wurde es an Sir Thomas Arundell of Lanherne aus Cornwall verkauft.

Arundell heiratete eine Schwester von Catherine Howard, der fünften Königin von Henry VIII. Er entging einer Anklage, als Catherine in Ungnade fiel, nach Henry Tod stellte er sich hinter den Herzog von Somerset.

Sir Thomas wurde fünf Jahre später hingerichtet, als Opfer des Staatsstreichs zum Sturz des Protektors Somerset, der England während der Minderjährigkeit des jungen Edward VI. regiert hatte. Wardour wurde von der Krone beschlagnahmt und später an den Earl of Pembroke vergeben.

Erst der Sohn und Erbe Matthew Arundell erhielt 1570 Wardour vom Earl im Gegenzug für ein anderes Anwesen zurück. Zuvor hatte er eine Hofdame der Königin Elisabeth I. geheiratet.

Eine elisabethanisches Herrenhaus für Sir Matthew Arundell

Die Burg entsprach zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dem Geschmack der Zeit. Doch anstatt das alte Gebäude abzureißen, verwandelte Arundell es in ein elisabethanisches Herrenhaus mit Renaissanceelementen.

Er vergrößerte bei seinen Renovierungsarbeiten die Fenster um mehr Licht herein zu lassen. Eine neue Gallerie wurde hinzugefügt und das gesamte Haus auf sehr hohem Niveau her- und eingerichtet. Die Räume, vor allem die in den oberen Stockwerken, wurden mit reichem Mobiliar und kunstvollen Verzierungen ausgestattet. Er schuf einen neuen großen Eingang mit klassischen Pilastern und eleganten Sitznischen auf beiden Seiten. Über der neuen Tür brachte Sir Matthew sein Wappen an.

Zerstört im Bürgerkrieg

Sir Matthews Enkel, der 2. Lord Arundell, kämpfte für König Charles I im Bürgerkrieg und wurde 1643 getötet. Im selben Jahr wurde das Schloss von Truppen von Sir Edward Hungerford, einem Parliamentarischen Anführer, belagert. Die 25 Verteidiger, angeführt von Lady Blanche Arundell, hielten 6 Tage lang stand, mussten sich aber schließlich ergeben.

Im Dezember traf ihr Sohn Henry,nun 3. Lord Arundell in Wardour ein und beabsichtigte, die Burg von der parlamentarischen Garnison unter Edmund Ludlow zurückzuerobern.

Die Verteidiger hielten mehr als drei Monate lang stand, bis das in einem Abwassertunnel unter der Burg deponierte Schießpulver detonierte. Die darauf folgende Explosion brachte zwei Türme zum Einsturz und schwächte die Struktur der Burg erheblich.

Arundell übernahm erneut die Kontrolle über das Haus, doch als der Krieg 1648 mit einem Sieg des Parlaments endete, wurde die Burg erneut beschlagnahmt.

Nach der Restauration der Monarchie im Jahr 1660 erhielten Henry Wardour zurück, baute aber die beschädigte Burg nicht wieder auf. Stattdessen baute er aus den Ruinen der Ställe ein kleines Haus.

Eine pittoreske Ruine

Old Wardour Castle wurde als unwiederbringlich zerstört betrachtet und so baute der 8. Lord Arundell – er hatte im Jahr 1763 reich geheiratet – ein neues, zeitgemäßes Haus in New Wardour und ließ Old Wardour Castle als pittoreske Ruine im Landschaftsgarten stehen.

Der Park wurde von Capability Brown entworfen und umfasst eine Reihe von Teichen, die miteinander verbunden sind und Wasserspiele bilden.

Im 19. Jahrhundert wurden die romantischen, bewachsenen Ruinen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zu einer beliebten Touristenattraktion. 1836 wurde das Banketthaus eingerichtet, um Erfrischungen anzubieten.

Der letzte Lord Arndell verstarb 1944. Das Hauswurde in die Obhut des Staates gegeben. Die Familie Arundell ist nach wie vor Eigentümerin des Geländes und eines Großteils der umliegenden Parkanlagen – die Burgruine wird von English Heritage gepflegt.

Tipp der Redaktion: Wenn Sie mehrere Burgen in Großbritannien besichtigen wollen, lohnt sich der Erwerb eines English Heritage Overseas Visitor Pass.

Wir danken English Heritage für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei burgen.de.

Eintrittspreise
Erwachsene: £6,00
Kinder (5 bis 17 Jahre): £3,60
Familien(2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder): £15,60
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
30.März bis 30.September 2022:
täglich von 10:00h bis 17:00h

01.Oktober bis 30.Oktober 2022:
täglich von 10:00h bis 16:00h

05.November bis 18.Dezember 2022
Sonnabend und Sonntag 10:00h bis 16:00h

07.Januar bis 26.März 2023
Sonnabend und Sonntag 10:00h bis 16:00h

Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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