Castle Cornet

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Wissenswertes über Castle Cornet

Lesezeit: 4 min

Die Burg, gelegen am südlichen Arm des Hafens beschützt St. Peter Port schon seit 800 Jahren. Die ersten Teile stammen aus dem 13. Jahrhundert.


Als im Jahr 1066 William der Normanne England eroberte, wurden die Kanalinseln englischer Kronbesitz, welche sie heute noch sind – sie gehören jedoch nicht zu Großbritannien! König John verlor im Jahr 1204 die Kontrolle über die Normandie, aber die Kanalinseln blieben der Krone. Sie mussten in der Zukunft aber immer wieder gegen die Franzosen verteidigt werden. Das war einer der Gründe warum hier Castle Cornet gebaut wurde.


Die Burg steht auf einer kleinen vorgelagerten Insel und beschützt so den Hafen. Die Insel liegt strategisch günstig, sie konnte nur bei Ebbe zu Fuß erreicht werden. Erst nachdem man den Hafen vergrößert hatte lag Cornet so küstennah wie heute, davor war es fast 1 Meile entfernt.


Im Jahr 1338 konnten die Franzosen Cornet Castle erobern und für 7 Jahre

halten. Erst 1345 eroberten die Engländer die Burg zurück. Während der Besatzung hatte es große Schäden gegeben, welche sofort repariert wurden. Der Gunners Tower wurde im Jahr 1435 errichtet.

Im 16. Jahrhundert wurde Castle Cornet an die neuen Waffenentwicklungen angepasst, nicht nur um die neuen Kanonen selber aufzustellen, sondern auch um sich gegen Angriffe mit diesen zu verteidigen.
Die Burg verlor ihr mittelalterliches Aussehen und wurde die Festung, welche wir heute noch sehen.

In der Regierungszeit von Henry VIII und Elizabeth I ließen die Gouverneure der Insel nach und nach neue Befestigungen und Außenwälle bauen. Die Mewtis Bollwerke, gebaut im Jahr 1550 sind die ältesten. Im Jahr 1567 meldete eine Komission unter Sir Francis Chamberlayne die Notwendigkeit weiterer Reparaturen und eine Anpassung an die neuesten Artellerieentwicklungen. Bevor Sir Francis seinen Posten als Gouverneur im Jahr 1570 verließ, wurden Chamberlayne’s Mount an der Westseite gebaut. Heute kann man hier immer noch die Kanonen stehen sehen, außerdem Verteidigungsanlagen aus der viktorianischen Zeit, dem 1. Weltkrieg und der deutschen Besatzung. Unter der Zitadelle befinden sich Kasematten aus dem 19. Jahrhundert und der modernen Zeit.

Während des englischen Bürgerkrieges ab 1642 hielt die Insel zum Parlament, die Burg aber zum König. Erst 1651 musste sich Castle Cornet ergeben. Neun Jahre später war die Festung wieder voll besetzt.

Im Jahr 1672 wurde der Hauptturm von einem Blitz getroffen. Die mittelalterliche Halle und die Kapelle wurden zusammen mit den Unterkünften des Gouverneurs zerstört. Hierbei kamen seine Ehefrau und seine Mutter zusammen mit fünf anderen Bewohnern ums Leben. Die Gebäude wurden nicht wieder aufgebaut.

Im 18. Jahrhundert war Castle Cornet noch immer eine wichtige Festung mit 300 Mann Besatzung und über 70 Kanonen. Die Burg wurde weiter vergrößert, es wurden die oberen Kasernen errichtet. Hier befinden sich heute das Maritim Museum, das Castle Café und Toiletten.

Das Hospital wurde 1746 gebaut, aber erst ab dem Jahr 1789 als solches genutzt. Nach 1855 war hier die Kantine, heute findet man hier zwei Museen, das Royal Guernsey Museum und das RGLI Museum.

Ab 1800 war die militärische Stärke von Castle Cornet nicht mehr ausreichend und die Hauptverteidigung der Insel wurde nach Fort George verlegt.

Im Jahr 1860 wurde der Hafen vergrößert und die Burg mit einer Holzbrücke mit der Insel verbunden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese durch eine Betonbrücke ersetzt.

Während des Krieges und der deutschen Besetzung war die als Burg Stützpunkt Hafenschloss (Strongpoint Harbour Castle) bekannt. Die Befestigungen wurden an die modernen Waffensysteme angepasst, welche man noch heute erkennen kann. Hier waren Flakstellungen stationiert.

Im Jahr 1947 schenkte König George VI die Burg den Einwohnern der Insel.

Auf der Burg gibt es verschiedene Gärten. Der Gouverneurs Garden wurde nach Plänen aus dem Jahr 1735 gepflanzt mit einem sehr formalen Aufbau. Der Sutler´s Garden besteht aus dem Küchengarten und einem Garten a Plaisance, einem Lustgarten. Der Lambert´s Garden wurde nach Sir John Lambert benannt – einem parlamentarischen Offizier, welcher hier während der Restauration inhaftiert war – bepflanzt mit Kräutern, die dieser in seiner Medizin benutzt hatte.

Jeden Tag im Sommer um 12:00h wird die sogenannte Noon Gun von Einheimischen in historischen Uniformen abgefeuert.
Die Kanone stammt aus dem Jahr 1799 und trägt das Wappen von George III.

Eintrittspreise
Erwachsene: £10,50
Kinder ab 7 Jahre und Studenten: £3,00
KInder unter 7 Jahre: Frei

Es gibt einen Discovery Pass für £18,00, welcher ein Jahrespass für die Anlage ist.
Öffnungszeiten
16. Februar bis 22. März: 10:00h bis 15:00h (Keine Noon-day gun und Führungen

23. März bis 04.Novemember: 10:00h bis 17:00 (Im Juli und August öffnet die Anlage schon um 09:30h).
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

WEITERE NÜTZLICHE LINKS:

Führungen und Aktivitäten in England
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