Residenz München

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Münchner Residenz _Königsbau_c-burgen.de
Der Königsbau der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Nordfassade_c-burgen.de
Die Nordfassade der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Hofgarten_c-burgen.de
Der Hofgarten der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Brunnenhof_c-burgen.de
Der Brunnenhof in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Antiquarium_c-burgen.de
Das Antiquarium in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Ahnengalerie_c-burgen.de
Die Ahnengalerie in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Thronsaal der Königin_c-burgen.de
Der Thronsaal der Königin in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Kaisertreppe_c-burgen.de
Die Kaisertreppe in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Grüne Galerie_c-burgen.de
Die Grüne Galerie in der Münchner Residenz © burgen.de
Münchner Residenz _Schatzkammer_c-burgen.de
Die Kroninsignien in der Schatzkammer der Münchner Residenz © burgen.de
Wissenswertes über Residenz München

Lesezeit: 6 min

Die Münchner Residenz ist der prächtige Schlosskomplex des ehemaligen bayerischen Königshauses mitten in der bayerischen Hauptstadt. Das größte Stadtschloss in Deutschland wurde über Jahrhunderte immer mehr erweitert, heute beherbergt sie das Residenzmuseum, Theater und die Schatzkammer.


In der Anlage zeigen sich die besonderen Interessen der verschiedenen Herrscher. Sie weist Einflüsse aus verschiedenen Kunstepochen auf – von der Renaissance bis zum Neoklassizismus.


Es entstanden zehn Höfe, über 150 Räume, eine Kirche, ein Theater, Reitställe und der Hofgarten mit seinem Rundpavillion.


Am Anfang war die Neuveste

Die wichtigsten Gebäudeteile sind der an den Palazzo Pitti in Florenz erinnernden Königsbau zum Max-Joseph-Platz und der Festsaalbau zum Hofgarten im Stil des Klassizismus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.


Im Jahr 1385 als mittelalterliche Festung umgeben von Wassergräben erbaut – den Herzögen war die bisherige Residenz der „Alte Hof“ nicht mehr sicher genug – wurde sie im Laufe der Jahre von ihren Besitzern immer

weiter ausgebaut.

Die Festung wird ein repräsentatives Schloss

Die Geschichte der Münchner Residenz als repräsentatives Schloss beginnt in der Regierungszeit Herzog Wilhelms IV. in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Schon sein Vater Albrecht IV hatte die die Neuveste erweitern lassen, aber erst Wilhelm verlegte seinen Hauptwohnsitz hierher. Er ließ auch den ersten Hofgarten außerhalb der damaligen Grabenbefestigung anlegen.

Sein Nachfolger, Herzog Albrecht V., war verantwortlich für den Bau des beeindruckendsten Saal der Residenz: dem Antiquarium. Dieser beeindruckende 66 Meter lange, tonnengewölbte Festsaal wurde geschaffen, um die umfangreiche Antiquitätensammlung der Wittelsbacher zu präsentieren und ist mit einem unglaublichen Reichtum an Fresken aus der Renaissance geschmückt. Heute liegt er im Herzen der Anlage, zur Zeit seiner Erbauung lag er außerhalb der Wasserburg und war über einen Gang zu erreichen.

Unter Herzog Wilhelm V. wurde nicht nur das Antiquarium aufwändiger ausgestattet und dekoriert, sondern auch der Grottenhof, der Witwenstock als Witwensitz für seine Mutter Herzogin Anna, der Schwarze-Saal-Trakt und der Erbprinzentrakt errichtet.

Prächtige Raumfluchten und beeindruckendes Interieur

Jeder der folgenden Herrscher fügte dem Schloss einen weiteren Teil hinzu. Am eifrigsten war Wilhelm Sohn Maximilian I. (1573-1651). Zu seinen Bauvorhaben zählten nicht nur die Hof- und die Reiche Kapelle, die Hofdamenräume und die Anfänge des heutigen Hofgartens.

Um die verschiedenen entstandenen Teile zu einem Komplex zu vereinigen, begann er auch mit dem Bau von Gebäuden im Bereich des Brunnenhofs und des Kaiserhofs, darunter die Kaisertreppe, der Kaisersaal und die Trierzimmer. Diese Raumfluchten galten als die bedeutendsten der Residenz und wurde als Gästeappartement für kaiserliche Besuche genutzt. Heute werden in den im 2. Weltkrieg zu großen Teilen zerstörten Räumen kostbare Teppiche und Prunkmöbel des 17. Jahrhunderts gezeigt. Maximilian I. ließ ab 1612 große Teile der Neuveste für seine Erweiterungen abreißen und den Wassergraben verfüllen.

Die Ahnengalerie und ein Hoftheater

Danach begnügten sich die Wittelsbacher bis ins 19. Jahrhundert mit dem Innenausbau und kleineren Erweiterungen. 1726 beauftragte Kurfürst Karl Albrecht die Errichtung einer Ahnengalerie mit über hundert Porträts von Mitgliedern des Hauses Wittelsbach. Im Jahr 1730 begann der Bau der Reichen Zimmer mit der Grünen Galerie – einem Festsaal mit einer Bilder- und Spiegelgalerie und dem Paradeschlafzimmer nach französischem Vorbild.

Kurfürst Maximilian III. Joseph ließ nach einem Großbrand im Jahr 1750 die letzten Reste der Neuveste abreißen. Hier hatte sich der für Theateraufführungen genutzte St. Georgsrittersaal befunden. Ein Jahr später wurde daraufhin das „Alte Residenztheater“ errichtet. Es wurde 1944 komplett zerstört. Da die Einbauten des Zuschauerraumes zuvor ausgelagert worden waren, konnten sie nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten im rot-goldenen Rokoko-Stil neu errichteten Cuvilliés-Theater eingebaut werden.

Altes wird abgerissen – neues entsteht

Erst Kurfürst Maximilian Joseph IV., der später als König Maximilian Joseph I. regierte, begann die Residenz grundlegend umbauen. Zwischen 1799 und 1816 wurden anstelle des alten Kaisersaals und des Vierschimmelsaals die Hofgartenzimmer errichtet. Diese sind aber nicht erhalten geblieben.

Der Hofbauindendant Leo von Klenze baute für den Sohn und Nachfolger König Ludwig I. ab 1826 den Königsbau im Süden mit den königlichen Gemächern und den Nibelungensälen sowie den Festsaalbau im Norden der sich an den Kaiserhoftrakt anschließt und mit ihm eine einheitliche Fassade bekam.

König Maximilian II., sein Nachfolger, ließ zwischen dem Königsbau und dem Nationaltheater einen Wintergarten anlegen, der später zerstört wurde. Sein Sohn Ludwig II., der berühmteste aller Wittelsbacher, konzentrierte seine Bautätigkeit vor allem auf den Neubau seiner eigenen Schlösser: Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof und Schloss Herrenchiemsee.

Trotzdem hatte er auch einige Ideen für die Residenz. Auf dem Festsaalbau ließ er einen Wintergarten mit einem orientalischen Dschungel mit exotischen Pflanzen und einem See errichten. Nach Ludwigs Tod wurde er bald abgerissen, der Unterhalt war zu teuer und das Wasser hatte bereits einige Schäden verursacht.

Unter Prinzregent Luitpold entstand die Alte Schatzkammer, heute befindet sich hier die Museumskasse. Noch heute zeigt die weltberühmte Sammlung an anderer Stelle in der Residenz über 1200 Einzelstücke von Juwelen und Goldschmiedewerken, Email-, Kristall- und Elfenbeinarbeiten, darunter die Kroninsignien des Königreich Bayern und wertvolle Reliquiare.

Sein Sohn, König Ludwig III, brachte moderne Standards in die Residenz. Er ließ elektrisches Licht, Zentralheizung, moderne Sanitäranlagen, einen Aufzug und andere technische Verbesserungen installieren.

Die Residenz wird ein Museum

Doch nachdem das Schloss mehr als fünf Jahrhunderte lang Sitz der bayerischen Herrscher gewesen war, wurde im November 1918 die Republik Bayern ausgerufen. Daraufhin räumte König Ludwig III. die Residenz. Zwei Jahre später beschloss der Freistaat Bayern hier ein Museum zu eröffnen. Im Jahr 1944 wurde das Schloss schwer beschädigt. Von der Dachfläche der Münchner Residenz blieben nach der Bombardierung nur noch 50 Quadratmeter übrig, glücklicherweise konnten viele der Meisterwerke und Schätze in Sicherheit gebracht werden.

Der Wiederaufbau begann bald nach Kriegsende und dauerte bis 2003. Viele Teile der Münchner Residenz sind heute als Museum geöffnet. In den luxuriös ausgestatteten Räume spiegeln atemberaubende Fresken, prächtige Wandteppiche und Kunstwerke den Macht und Reichtum der einstigen bayerischen Monarchen im Laufe der Jahrhunderte wider.
rke den Macht und Reichtum der einstigen bayerischen Monarchen im Laufe der Jahrhunderte wider.

Eintrittspreise
Residenzmuseum
9,00€ regulär | 8,00€ ermäßigt

Schatzkammer
9,00€ regulär | 8,00€ ermäßigt

Kombikarte Residenzmuseum & Schatzkammer
14,00€ regulär | 12,00€ ermäßigt

Gesamtkarte Residenzmuseum & Schatzkammer & Cuvilliés-Theater
17,00€ regulär | 14,50€ ermäßigt
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Residenzmuseum & Schatzkammer
1. April bis 16. Oktober
täglich von 9:00h bis 18:00h (letzter Einlass 17:00h)

17. Oktober bis 31. März
täglich 10:00h bis 17:00h (letzter Einlass 16:00h)
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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