Le Mont-Saint-Michel

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Le Mont-Saint-Michel

Auf einer Felseninsel im Meer vor der Küste der Normandie, an der Grenze zur Bretagne, steht der heilige Berg Mont-Saint-Michel. Egal, ob man religiöse Motive hat oder als Tourist auf die Insel kommt  – der Faszination dieses Ortes kann sich vermutlich niemand entziehen.

Le Mont Saint Michel
Le Mont Saint Michel
Die Gründung geht zurück auf Aubert, den Bischof von Avranches, der im Jahr 708 ein Heiligtum auf den Felsen errichtet hat, nachdem ihm der Erzengel Michael dreimal erschienen war.

Zu Zeiten der Revolution wurde Mont-Saint-Michel als Gefängnis genutzt. Und im Jahr 1874 wurde die Insel von Napoleon unter Denkmalschutz gestellt und steht  – genauso wie die Bucht, die sie umgibt – unter dem Schutz der UNESCO.

Auf der engbebauten Insel findet man mittlerweile etliche architektonische Highlights: neben der Kirche im vorromanischen Stil, eine Abteikirche aus dem 11. und 16. Jahrhundert sowie romanische und gotische Konventsgebäude. Die Klosteranlage wird seit 1969 auch wieder von Mönchen bewohnt.

Auf Mont-Saint-Michel findet man mehrere Museen. Zu den interessantesten zählt das Musée Maritime Rue Principale, in dem man Kurioses von der Insel und der Bucht besichtigen kann.

Le Mont Saint Michel, Innenansicht
Le Mont Saint Michel, Innenansicht
Wenn man heute die Felseninsel auf dem Weg zur Abtei erklettert, geht man durch die einzige Strasse der Insel: die Grande Rue. Die Häuser entlang dieser Gasse stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und man kann sehr schön die mittelalterliche Atmosphäre geniessen. Allerdings reihen sich hier Souvenirläden und Restaurants aneinander.

Die Gezeiten erreichen rund um die Insel den höchsten Tiedenhub Europas, allerdings ist der Fels nur noch bei Springflut komplett von Wasser umschlossen.  Der Strassendamm, der seit dem Jahr 1869 den Felsen mit dem Festland verbindet, hat zur Verlandung des Gebietes beigetragen. Diesem Prozess soll ein Renaturierungsprojekt entgegen wirken, das vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde.

Angenehmer Nebeneffekt des Projekts: Das Gebiet zwischen Festland und Insel kann nicht mehr als Parkplatz genutzt werden, so dass man jetzt entweder einen längeren Fussmarsch in Kauf nehmen oder zum Beispiel die Pferdekutsche als Transportmittel nutzen muss, aber man hat jetzt wieder freie Sicht auf den Berg – ohne Hunderte von Pkws im Vordergrund.

Im Jahr hat Mont-Saint-Michel über 3 Millionen Besucher. Unser Tipp: Bretagne und Normandie im Winter! Es gibt viel weniger Touristen, die Leute vor Ort sind entspannt und freuen sich über Besucher und  wenn man eine gute Woche erwischt, kann man die Küste und die Sehenswürdigkeiten bei strahlendem Sonnenschein geniessen.


Abbaye du Mont-Saint-Michel

Le Mont Saint Michel, vom Damm aus gesehen
Le Mont Saint Michel, vom Damm aus gesehen
B.P. 22
50170 Le Mont-Saint-Michel
Manche
Frankreich

Tel. +33 (0)2 33 89 80 00

mont-saint-michel.monuments-nationaux.fr/en/

Öffnungszeiten
Mai – August                    9.00 – 19.00 Uhr
September- April              9.30 – 18.00 Uhr

Die Kassen sind bis eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit geöffnet.
Die Abtei ist geschlossen am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember

Preise
Eintrittspreise für die Abteikirche:
Erwachsene 9 €
Ermäßigter Eintritt (18 – 25 Jahre) 5,50 €
Gruppen 7 € pro Person

Parkplatzgebühren:
Pkw                12,30 €/Tag
Motorrad          4,10 €/Tag
Wohnmobil    20,60 €/Tag

Pendelbus „Le Passeur“
(im Parkplatzpreis inbegriffen)

Pferdekutsche „La Maringote“
Einzelfahrt: 5,70 €

Anfahrt:
Von Paris fährt man über die A13 Richtung Caen,  Ausfahrt Mont-Saint-Michel
Von Rennes: A84, Ausfahrt Mont-Saint-Michel
Von Saint-Malo: N175

Fährt man von der Bretagne über die nördliche Route in Richtung Mont-Saint-Michel, kann man bereits bei der Fahrt auf der A84 zum ersten Mal die Felseninsel sehen.


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