Zamek Ogrodzieniec

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Burg Ogrodzieniec im Winter © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec aus der Luft © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec im Herbst © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec Ptasznik Hof © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec Innenhof bei Sonnenaufgang © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec © Zamek Ogrodzieniec
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Burg Ogrodzieniec bei Nacht © Franciszek Rozmus Zamek Ogrodzieniec
Wissenswertes über Zamek Ogrodzieniec

Lesezeit: 4 min

Auf dem mit über 500 Metern höchsten Gipfel des Krakau-Tschenstochauer Jura erhebt sich die imposante Ruine einer ehemaligen Wehrburg.


Route der Adlerhorste

Die Burg Ogrodzieniec in Podzamcze wurde während der Herrschaft von König Kasimir dem Großen im 14. Jahrhundert errichtet. Sie ist die größte und berühmteste Burg in Oberschlesien sowie die beliebteste aller Burgen auf dem „Route der Adlerhorste“ – einem Wanderweg, der entlang einer Kette mittelalterlicher Wehrburgen, die zum Schutz der polnischen Grenze und der Handelswege im Krakau-Tschenstochauer Jura gebaut wurden, führt.


Die wechselvolle Geschichte des Landes hat auf der Burg Ogrodzieniec ihre Spuren hinterlassen. Während des Zweiten Nordischen Krieg im 17. Jahrhundert wurde es zweimal von den Schweden erobert und niedergebrannt. Danach wurde es nie wieder in seinem alten Glanz aufgebaut.


Heute ist sie als dauerhafte Ruine erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass hier keine Veränderungen stattfinden. Dank der jüngsten Arbeiten erhielt die Burg eine neue Besichtigungsroute, die es den

Besuchern ermöglicht, an Orte zu gelangen, die zuvor unzugänglich waren wie die einstige Schatzkammer und das Munitionslager. Der nachgebaute hölzerne Kreuzgang auf dem Ptasznik-Hof ist ebenfalls neu entstanden.

Besitz der Familie Włodek

Die Burg wird in den Jahren von ca. 1350 bis 1370 auf Initiative des polnischen König Kasimir dem Großen errichtet und dann an Przedbor Brzezia, den Marschall des Königreichs Polen verliehen. Von ca. 1386 bis 1470 ist sie im Besitz der Familie Włodek.

Zu dieser Zeit bestand die Burganlage aus einem dreigeschossigen Turm – der Hochburg und einem einjochigen Bau mit vier Räumen am Südfelsen. Hier befindet sich heute die Ebene der Ritterkammern, das unter anderem das Schlossmuseum, das Pulvermagazin und die Schatzkammer beherbergt.
Das Haupteingangstor zur Burg führte durch die Felsspalte auf der Südseite. Von Norden – ungeschützt durch Felsen – wurde der Zugang zur Burg durch einen hohen Holz- und Erdwall verteidigt, der die gesamte Anlage abschloss.

Von 1470 bis 1522 war die Burg im Besitz verschiedener Familien. Ab 1523 gehörte sie der Familie Boner, die während der Jagiellonenzeit zu den reichsten Familien des Landes gehörten. Die Krakauer Kaufmannsfamilie waren königliche Bankiers und Besitzer der Salzbergwerke Wieliczka.

Besitz der Familie Boner

Seweryn Boner lässt den die Burg von Norden her bewachenden Holz- und Erdwall abreißen und errichtet einen vierstöckigen Flügel. In den Felsen wird ein 100 m tiefer Brunnen gehauen wurde.

In den Jahren 1530 bis 1545 wandelte sich die mittelalterliche Festung im gotischen Stil in ein Renaissanceschloss. Nach seinem Tod im Jahr 1549 erbt sein Sohn Stanisław. Dieser errichtet einen zweistöckigen Westflügel mit Schlafzimmer und Bibliothek, baut Wirtschaftsgebäude und eine Ringmauer. Im Hof entstehen ein System aus Veranden, Balkonen und Loggien. Stanisław errichtete auch eine von Süden her die Vorburg umgebende Mauer.

Im Jahr 1562 wird Jan Firlej, Großmarschall der Krone und Ehemann von Zofia, Tochter von Seweryn Boner, neuer Besitzer der Burg. Ihr Sohn Mikołaj errichtete moderne Befestigungsanlagen: eine Bastion und einen Trockengraben. Sein Werk ist auch der (Turnier-)Hof des Ritters.

1587 wurde die Burg vom Heer des Erzherzog Maximilian während der Kämpfe um den polnischen Thron nach dem Tod von König Stefan Batory erobert, aber nicht geplündert.

Die erste schwedische Plünderung

Andrzej Firlej schmückte die Innenräume im Geiste der Barockzeit und errichtet den Marmorsaal, der ein Jahr nach seiner Errichtung, während der schwedischen Kriege im Jahr 1655 zerstört wurde.
Die schwedische Armee blieb fast zwei Jahre auf der Burg und brannte sie teilweise nieder, wobei ein Großteil der Gebäude zerstört wurde.

Der nächste Besitzer war ab dem Jahr 1669 Stanisław Warszycki, der Kastellan von Krakau. Während seiner Zeit wurde die Ogrodzieniec teilweise wieder aufgebaut. Er baute ein Tor mit einer Zugbrücke und einem Graben. Am Eingangstor entstand ein Stall und eine Remise, deren Fundamente noch heute stehen.

Die zweite schwedische Plünderung

Um 1695 ging die Burg in den Besitz der Familie Męciński über. Im Jahr 1702 wurde sie durch ein Feuer der schwedischen Armee von Karl XII., das mehr als die Hälfte der Burg vernichtete, erheblich beschädigt und kaum wieder aufgebaut. Die Rekonstruktion wurde praktisch nicht durchgeführt. Der nächste Besitzer um 1784 war Tomasz Jakliński. Der Unterhalt des riesigen, aber zerstörten Gebäudes konnte er aber nicht finanzieren und so verfiel Ogrodzieniec weiter.

Die Burg wird als Ruine erhalten

Die letzten Einwohner verließen die zerstörte Festung um 1810, sie wurde als Steinbruch genutzt. Nach 1944 wurde die Einrichtung verstaatlicht. Die Konservierungsarbeiten, die darauf abzielten, die Burg als Ruine zu erhalten und den Besuchern zugänglich zu machen, begannen nach dem 2. Weltkrieg und dauerten bis 1973.

Heute wird sie oft als Filmkulisse genutzt, zuletzt in der Netflix- Serie „The Witcher“. In den Sommermonaten findet ein Ritterturnier statt.

Wir danken den Verantwortlichen des Zamek Ogrodzieniec für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Erwachsene: 19,00PLN (ca. 4,15€)
Schüler, Studenten bis 26 Jahre: 8,00PLN
Kinder bis 6 Jahre sind kostenfrei
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Besichtigungen im Schloss Ogrodzieniec sind jeden Tag möglich.

Montag bis Freitag: 10:00h bis 18:00h
Samstag & Sonntag: 10:00h bis 19:00h
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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