Okehampton Castle

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Okehampton Panorama © burgen.de
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Okehampton Ruinen der Gebäude © burgen.de
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Okehampton Blick in die östlichen Gebäude © burgen.de
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Okehampton Überreste de Motte und des Treppenturms © burgen.de
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Okehampton Überreste der Motte und des Treppenturms © burgen.de
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Okehampton Blick von der Motte in den Burghof © burgen.de
Wissenswertes über Okehampton Castle

Lesezeit: 3 min

Auf einem steilen kleinen Hügel in den Ausläufern des Dartmoor am West Okement River liegt Okehampton Castle, die Ruine der größten Burg Devons. Der hohe Burgfried ist normannischen Ursprungs aus dem 11. Jahrhundert und wird im Doomesday Book von 1086 als Besitz des Baldwin de Brionne, Sheriff of Devon erwähnt. Baldwin de Brionne war ein angeheirateter Cousin von Wilhelm dem Eroberer.


Die normannische Motte


Schon bald nach der normannischen Eroberung wurde der Bau von Okehampton als Motte-and-Bailey-Burg mit steinernem Bergfried begonnen. Baldwins Burg diente dem Schutz eines wichtigen Weges von Devon nach Cornwall, einschließlich zweier Furten über den Fluss West Okement.


Das Schloss der Earls of Devon


Später befand es sich im Besitz der Familie Courtenay, die Grafen von Devon wurden. Mit dem neuen Reichtum bauten sie das Schloss zu einem luxuriösen Jagdschloss um und modernisierten es. Außerdem schufen sie einen neuen Wildpark, der sich südlich des Schlosses erstreckte.


Die meisten Gebäude wurden

um 1300 von Hugh Courtenay, Earl of Devon errichtet. In den nächsten 240 Jahren war Okehampton ein wichtiger Wohnsitz für die Courtenays, die in der gesamten Grafschaft große Ländereien besaßen.

Die Courtenays waren im 15. Jahrhundert stark in die Rosenkriege verwickelt, und Okehampton Castle wurde häufig beschlagnahmt. Doch obwohl im Zentrum von Devon gelegen, scheint sie nie in kriegerische Handlungen oder Belagerungen verwickelt worden sein.

Im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert wurden die Einrichtungen von Okehampton Castle weiter ausgebaut – wahrscheinlich, um der wachsenden Größe des Haushalts gerecht zu werden.

Im Jahr 1539 wurde Henry Courtenay von Henry VIII. angeklagt und wegen Hochverrats hingerichtet. Die Burg wurde aufgegeben und dem Verfall überlassen, wobei die Steine von der örtlichen Bevölkerung für Bauprojekte verwendet wurden.

Eine romantische Ruine

Im 19. Jahrhundert war die Ruine nahezu völlig verfallen und wurde ein beliebtes Motiv von Malern, darunter J. M. W. Turner. Erst im 20. Jahrhundert begannen die Renovierungsarbeiten. Heute wird es von English Heritage kontrolliert und als Touristenattraktion betrieben.

Die Überreste der Burg stammen aus zwei Hauptperioden: dem frühesten normannischen Bauwerk und der späteren Courtenay-Festung. Aus der normannischen Zeit stammen die Erdarbeiten, die eine große Motte zwischen zwei Burghügeln mit einem quadratischen Bergfried auf dem Burghügel schufen.

Zu den erhaltenen Bauwerken von Courtnay gehören eine Halle und ein Solar – ein privater Raum im Stockwerk über der großen Halle und die Unterkünfte für Bedienstete. Im östlichen Teil der Burg kann man die Reste einer Kapelle mit Taufbecken und die Reste von drei einstöckigen Wohnbereichen entdecken.

Der langgestreckte Stil der Burg ist außergewöhnlich. Das Nordtor führt zu einem langen engen Tunnel, bekannt als Barbican Passage, welche den Zutritt stark erschwerte. Bemerkenswert sind auch die gepflasterten Bereiche im Barbican, Torhaus und dem Küchentrakt.

Auf einer Audio-Tour wird man von der Burgherrin auf sehr unterhaltsame Art durch die Burgruine geführt.

Es gibt einen Picknickplatz am Flussufer und schöne Waldspaziergänge in der Nähe. Es ist auch ein großartiger Ort für Vogelliebhaber und im Frühling und Frühsommer können Sie sich an einer Vielzahl von saisonalen Wildblumen erfreuen, die die Wiesen, Wälder und die Motte schmücken.

Tipp der Redaktion: Wenn Sie mehrere Burgen in Großbritannien besichtigen wollen, lohnt sich der Erwerb eines English Heritage Overseas Visitor Pass.

Wir danken English Heritage für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei burgen.de.

Eintrittspreise
Erwachsene: £6,00
Kinder (5 bis 17 Jahre): £3,60
Familien(2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder): £15,60
(Online Preise - vor Ort u.U. etwas höher)

Mit dem English Heritage Overseas Visitor Pass kostenlos.
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
30.März bis 30.September 2022:
täglich von 10:00h bis 17:00h

01.Oktober bis 30.Oktober 2022:
täglich von 10:00h bis 16:00h

ab 31.Oktober geschlossen bis Frühjahr 2023.

Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung.

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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