Lanhydrock House

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Lanhydrock House © burgen.de
Lanhydrock House © burgen.de
Lanhydrock © burgen.de
Lanhydrock © burgen.de
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Das Torhaus von Lanhydrock House © burgen.de
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St Hydroc's Kirche in Lanhydrock © burgen.de
Lanhydrock House Schlafzimmer © burgen.de
Ein Schlafzimmer in Lanhydrock House © burgen.de
Lanhydrock House raum© burgen.de
Prächtiger Raum in Lanhydrock House © burgen.de
Lanhydrock House Gallerie © burgen.de
Die Lange Gallerie in Lanhydrock House © burgen.de
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Oldtimer in Lanhydrock House © burgen.de
Gärten in Lanhydrock © burgen.de
Gärten in Lanhydrock © burgen.de
Gärten und Lanhydrock House © burgen.de
Gärten und Lanhydrock House © burgen.de
Wissenswertes über Lanhydrock House

Lesezeit: 6 min

Lanhydrock House und seine Gärten liegen am Fuße eines Hügels und sind von einem Waldgebiet umgeben. Eine lange Auffahrt führt durch den Park zum Haus, ein Park, in dem einige außergewöhnliche Bäume stehen, von denen viele aus dem Jahr 1634 stammen.


Lanhydrock ist das perfekte Landhaus mit dem Ambiente eines wohlhabenden, aber unprätentiösen Familienheimes.


Die Küche, Kinderstube und Dienstbotenquartiere offenbaren einen Einblick in das Leben der Angestellten, während die luxuriösen, eleganten Esszimmer und geräumigen Schlafzimmer das Leben der Herrschaft zeigen. Die öffentliche Führung durch Lanhydrock ist eine der längsten, die der National Trust anbietet.


Das Haus ist zweifelsohne eines der beeindruckendsten und auch beliebtesten historischen Häuser in Cornwall. Das aus lokalem grauem Schiefer und Granit um einen Innenhof herum errichtete Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert, der größte Teil des heutigen Gebäudes ist aber das Ergebnis eines Wiederaufbaus nach einem Brand im Jahr 1881.


Von dem früheren Haus sind nur noch

das beeindruckende Torhaus, die zweistöckige Portal und der Nordflügel mit einer über 35 Meter Langen Galerie erhalten. Sie ist mit alten Stuckarbeiten verziert, die als die schönsten ihrer Art in Westengland gelten.

Der Blick in Schlafzimmer „upstairs and downstairs“, das Öffnen einer Tür zu einem verstaubten Dachboden und die Fotos, Möbel und Erinnerungsstücke als hätten die Bewohner die Räume gerade erst verlassen, erlauben einen Blick in das Leben von Menschen aus einer anderen Zeit und einer anderen Gesellschaftsschicht.

Lanhydrock gehört zu den zehn meistbesuchten Häusern des National Trust.

Der reichste Mann im Westen

Lanhydrock war lange Zeit im Besitz des Priorats von St Petroc in Bodmin. Nach der Auflösung der Klöster war Lanhydrock in Besitz verschiedener Familien, bevor Richard Robartes das Anwesen im Jahr 1621 erwarb und mit dem Bau des heutigen Hauses begann.

Robartes stammte aus einer Familie wohlhabender Zinnhändler aus Truro und wurde als der „reichste Mann im Westen“ angesehen, nachdem er ein Vermögen und viel Land von seinem Vater John geerbt hatte.

Ein Mann mit 19 Kindern

Nach seinem Tod im Jahr 1635 erbte sein Sohn John, ein überzeugter Puritaner den Besitz und stellte das Haus kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs fertig.

Nach der Hinrichtung von Charles I im Jahr 1649 zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück – er lehnte Cromwells Politik ab, die Kirche dem Staat unterzuordnen. Während dieser Zeit stellte Lord Robartes das verzierte Torhaus fertig, durch das Besucher heute auf das Haus zugehen.

Nach der Restauration der Monarchie wurde er in den Privy Council (Kronrat) berufen und 1679 zum Earl of Radnor erklärt. John starb in London im Jahr 1685 nach einem erfolgreichen politischen Leben.

Lanhydrocks Bibliothek, heute in der Long Gallery zu sehen, besteht zu einem großen Teil aus seiner Sammlung von Werken über Theologie, Geschichte, Politik und Wissenschaften.

Die Zeit der Verwahrlosung

John Robartes überlebte seinen direkten Erben, dass Erbe fiel an seinen Großsohn Charles Bodville Robartes, welcher aber nur wenig Zeit in Lanhydrock verbrachte, ebenso sein Nachfolger Henry. Beide vernachlässigten Lanhydrock, während der 56 Jahre, die es in ihrem Besitz war, sodass ein Besucher im Jahr 1736 von einem verwahrlosten Gesamteindruck berichtete.

Nach dem Tode Henrys im Jahr 1741 ging der Besitz an seine Schwester Mary Vere Robartes. Auch sie kam nur selten nach Lanhydrock und in einem Brief aus dem Jahr 1754 erwägt sie das Haus einreißen zu lassen und alles zu erkaufen. Sie schätzt das Anwesen auf einen Wert von £110,000.

Marys ältester Sohn, George Hunt erbt das Haus im Jahr 1758. Wie seine Vorfahren lebt er nur selten in Lanhydrock. Trotzdem modernisierte er das Haus, riss den Ostflügel nieder und erwarb neue, moderne Einrichtung. Nach seinem Tod ging das Anwesen an seine Nichte Anna Maria Hunt.

Lanhydrock war zwar nicht ihr Hauptwohnsitz, aber sie widmete ihm trotzdem ihre Aufmerksamkeit. Innerhalb kürzester Zeit musste sie viele persönliche Tragödien erleben, 2 ihrer Söhne und ihr Ehemann starben. Sie blieb Witwe für die nächsten 50 Jahre und tat alles, um Lanhydrock zu einem Zuhause für ihren einzig überlebenden Sohn Thomas zu machen.

Des armen Mannes Freund

Thomas James Agar heiratet die Erbin einer großen cornischen Familie, Juliana Pole-Carew. Sie hatten ein nur ein Kind, Thomas Charles Agar-Robartes. Thomas James setzte die karitative Arbeit seiner Mutter für die Bergleute fort und galt als „des armes Mannes Freund“. Er ließ auch viele Arbeiten am Herrenhaus ausführen.

Thomas Robartes und seine Frau Juliana legten die herrlichen Gärten an, die heute zu den attraktivsten Merkmalen von Lanhydrock gehören. Thomas ließ den Ostflügel des Hauses abreißen, so dass der heutige U-förmige Grundriss entstand. Im Jahr 1880 beauftragte er den Architekten George Gilbert Scott mit der Renovierung von Lanhydrock House.

Der große Brand

Im Jahr 1881 brach ein großes Feuer im Haus aus – es zerstörte den Südflügel und richtete im Mittelteil großen Schaden an. Obwohl Thomas James und seine Frau Juliana dem Feuer entfliehen konnten – Lady Robartes musste aus einem Fenster im Obergeschoss gerettet werden – starb Juliana eine Woche später, wahrscheinlich an den Folgen einer Rauchvergiftung und Schock. Ihr Ehemann erholte sich nie wieder von seinem Verlust und starb ein Jahr später, man sagt an gebrochenem Herzen.

Ihr Sohn Thomas Charles und seine Frau Mary übernahmen das Anwesen und gestalteten das jakobinische Gebäude im viktorianischen Stil neu. Es wurden nicht nur die Räume in reichen Farben und Stoffen dekoriert, es wurde auch eine moderne Küche installiert. Aufgrund des Brandes hatte der Feuerschutz hohe Priorität.

Er installierte moderne Annehmlichkeiten wie elektrisches Licht, ein Kühlsystem und eine Zentralheizung und baute sogar beheizte Schränke ein, um das Essen auf dem langen Weg von der Küche zum Tisch der Familie warm zu halten.

Der Sohn und Erbe Thomas wurde im 1. Weltkrieg im September 1915 erschossen. Er erlag seinen Verletzungen und die Familie verfiel in einen Niedergang, von dem sie sich nie mehr erholte.

Das Anwesen blieb bis 1953 im Besitz der Robartes Familie und wurde dann dem National Trust übergeben. In dem großen Haus sind insgesamt 50 Räume für Besucher zugänglich. Der National Trust hat in Lanhydrock die Atmosphäre eines edwardianischen Landhauses wiederhergestellt, und die restaurierte Küche und die Bedienstetenquartiere bilden einen deutlichen Kontrast zu den glanzvollen Familienzimmern.

Die Kirche

Unmittelbar hinter dem Haus befindet sich die Kirche St. Hydroc aus dem 15. Jahrhundert, in der viele Mitglieder der Familie Robartes begraben liegen. davor steht ein vornormannisches keltisches Kreuz aus Granit.

Der Garten

Lanhydrock House ist von 900 Hektar Parkland und Wäldern umgeben. In der Nähe des Hauses finden Sie eine Mischung aus formalen viktorianischen Parterres und einen schönen Hang mit Magnolien, Rhododendren und Kamelien, der zum Waldrand führt.

Am oberen Ende des Gartens befindet sich ein kleiner heiliger Brunnen. Eine stattliche Allee aus Buchen und Platanen führt vom Torhaus zur nahe gelegenen Brücke über den Fowey. Der Garten besteht aus mehreren, unterschiedlichen Bereichen. Die formalen Strukturen mit Buchsbaumhecken und in Form geschnittenen Eiben, die das Haus umgeben, sind ein wundervoller Kontrast zu dem mehr natürlichen Pflanzdesign dahinter.

Besonderheiten

Für Musiker gibt es die Möglichkeit den Flügel in der Long Gallery zu bespielen.

Es gibt einen Abenteuerspielplatz für Kinder

Wir danken dem National Trust für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei burgen.de.

Eintrittspreise
Erwachsene: £17,00
Kinder : £8,50
Familien: £42,50
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
30.März bis 30.September 2022:
täglich von 11:00h bis 17:30h

01.Oktober bis 31.Oktober 2022:
täglich von 11:00h bis 17:00h

Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung.
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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Führungen und Aktivitäten in England
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