Killerton House

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Killerton mit Amphore
Killerton: Ein Herrenhaus in einem Meer von Blumen © burgen.de
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Killerton House © burgen.de
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Kanone am Eingang von Killerton © burgen.de
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Prächtige Gärten in Killerton © burgen.de
Killerton tropische Palmen
Killerton: Palmen im Garten © burgen.de
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Blick in die Landschaft um Killerton © burgen.de
Wissenswertes über Killerton House

Lesezeit: 5 min

Killerton House ist ein elegantes Haus aus dem 18. Jahrhundert im Herzen von Devon. In seinen 18 Hektar großen Landschaftsgärten gibt es viel zu entdecken. In dem herrlichen Garten, der das ganze Jahr über mit Rhododendren, Magnolien, majestätischen Bäumen und formellen Rasenflächen geschmückt sind, gibt es viel Platz für Ruhe und Spaziergänge. Heute befindet es sich Killerton im Besitz des National Trust.


Der Drache Dolbury und sein Schatz


Die Gegend um Killerton ist schon seit der Eisenzeit bewohnt. Es gibt auch Nachweise aus der römischen Zeit. Auf dem Gipfel des Hügels soll es einen Drachenhort mit Schatz geben. Der freundliche Drache Dolbury bewacht ihn, so die Legende.


Ein erstes Herrenhaus


Im Jahr 1242 gab es die erste Erwähnung des Gutes Killerton, Es wird angenommen, dass der Name auf eine Familie namens Kildrington zurückgeht. Um 1500 baute Edward Drewe, ein Anwalt, welcher in die Kildrington Familie eingeheiratet hatte, ein Herrenhaus, dort, wo heute Killerton steht.

In der elisabethanischen Zeit wurde das Anwesen an die Familie Acland verkauft, die auch das angrenzende Anwesen Columb John besaß. Durch 2 Hochzeiten in den Jahren 1721 und 1745 wurde die Familie Acland sehr wohlhabend, die Ehefrau des 7. Barons hieß Elizabeth Dyke. Ihr Name wurde dem Namen Acland angehängt und seitdem heißt die Familie Dyke Acland.

Eine Übergangsresidenz

Dieser 7. Baron, Sir Thomas, beschloss seinen bisherigen Familiensitz von Colomb nach Killerton zu verlegen. Er beauftragte James Wyatt mit dem Entwurf eines neuen Hauses, während die Familie in einer Übergangsresidenz wohnen sollte. Da er aber mit Wyatt nicht zurechtkam, entließ er ihn zugunsten des relativ unbekannten Architekten John Johnson.

Er sollte eine provisorische Residenz bauen, bis auf dem Hügel oberhalb des Grundstücks ein aufwendigeres Haus errichtet werden konnte. 1778 starb Sir Thomas‘ Sohn und die Pläne für ein zweites Herrenhaus wurden aufgegeben. Die Familie blieb in der „Übergangsresidenz“, die im Laufe der folgenden Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert wurde, im Wesentlichen aber so wie Johnson das Gebäude geplant hatte.

Und so wirkt Killerton noch heute. Es hat sich so wenig geändert, dass Sir Thomas sein großes Familienhaus sofort wiedererkennen würde. Die Innenräume sind eine wunderbare Mischung aus verschiedenen Stilepochen, von der georgianischen bis zur edwardianischen Epoche.

Lady Harriet

Eine besondere Frau in der Geschichte des Anwesens ist Harriet Acland. Sie heiratete im Jahr 1770 Major John Acland. Als dieser 1776 nach Amerika geschickt wurde, um ein Regiment zu kommandieren, begleitete Lady Harriet ihn. Der Major wurde in einer Schlacht 1777 schwer verwundet und gefangen genommen.

Als die schwangere Lady Harriet von der Nachricht erfuhr, reiste sie durch die Nacht und überquerte in der Dunkelheit den Hudson River zum feindlichen Lager, um die Freilassung ihres Mannes zu erbitten. Der amerikanische Befehlshaber war von ihrem Mut beeindruckt und willigte ein, Lady Harriet zu ihrem Mann zu lassen, um ihn zu pflegen.

Nach seiner Freilassung und Genesung konnten sie im Januar 1778 nach England zurückkehren. Auf der Überfahrt wurde ihr Sohn John geboren. Major Acland starb später im selben Jahr an einer schweren Erkältung. Ihr Tagebuch wurde später veröffentlicht und trug zu ihrem Ruf als Heldin bei.

Das goldene Zeitalter

Die Zeit des „großen“ Sir Thomas Dyke Acland, 10. Baron, 1787 bis 1871, wird von vielen als das „Goldene Zeitalter“ Killertons angesehen. Zusammen mit seiner Frau Lydia und ihren 10 Kindern, ließ er viel an Haus und Park arbeiten. Während dieser Zeit entstanden die Kapelle, die Bärenhütte und die nahe Clyston Mühle.

In der Zeit von 1898 bis 1919 wurde das Haus von seinen Besitzern Sir Charles Acland, 12. Baron und seiner Ehefrau Gertrud immer wieder umgebaut und erhielt das Aussehen, welches wir heute sehen. Diese Renovierungsarbeiten umfassten die Zusammenlegung von Zimmern und die Änderung der Anordnung des Treppenhauses. Sie gaben auch viel Zeit und Geld für die Gärten aus. Während des 2. Weltkrieges wurde das Haus als Schule genutzt. Im Jahr 1944 gab der 15. Baron Sir Richard Acland den Besitz an den National Trust. Seine politischen Überzeugungen ließen den Besitz eines so großen Landstrichs nicht zu. Seit 1978 ist das Haus für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Gärten von Killerton

Zu dem besonderen Charme von Killerton gehört ein 18 Hektar großer Hanggarten inmitten eines 4000 Hektar großen Waldgebiets, das ursprünglich zur Zeit des Baus des Hauses von dem Schotten John Veitch angelegt wurde. Veitch und sein Sohn legten ein Netz von Waldwegen an und pflanzten ausländische Baum- und Straucharte.

Aufgrund des milden Klimas diente Killerton als eine Art Versuchsgelände für Pflanzen, die aus allen Teilen der Welt mitgebracht wurden, und viele Pflanzen, die heute auf den britischen Inseln zu finden sind, wurden zuerst in Killerton gepflanzt.

Im Garten gibt es eine Bärenhütte, hier lebte ein zahmer Schwarzbär, den der Bruder des 12. Barons aus Kanada mitgebracht hatte.

Die die Killerton-Kostümsammlung

Im Inneren des Hauses steht die Killerton-Kostümsammlung mit Bekleidung aus verschiedenen Jahrhunderten im Mittelgrund. Das erste Stockwerk des Hauses ist der Sammlung gewidmet, die jedes Jahr mit neuen Kostbarkeiten bestückt wird. Daneben finden sich schöne Keramiken, Bilder und Möbel.

Wir danken dem National Trust für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei burgen.de.

Eintrittspreise
Erwachsene: £13,00
Kinder: £6,50
Familien: £32,50

Für Mitglieder des National Trust ist das Parken kostenlos. Nicht-Mitglieder müssen für das Parken zwischen £2 bis £4 bezahlen.
(Stand 2022)

Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar.
Öffnungszeiten
30.März bis 30.Oktober 2022:
täglich von 10:00h bis 17:00h (Das Haus schließt um 16:00h)

31. Oktober bis 25.November 2022
täglich von 10:00h bis 17:00h (nur Gärten)

26.November bis 31.Dezember 2022:
täglich von 10:00h bis 16:00h (Das Haus öffnet von 11:00h bis 15:00h)

24.Dezember 2022: von 10:00h bis 16:00h (Das Haus öffnet von 11:00h bis 14:00h)
25./26. Dezember: von 10:00h bis 16:00h (nur Gärten)

Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung.
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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