Zitadelle Petersberg

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Zitadelle Petersberg - Aufstieg zur Zitadelle © Jens Hauspurg (CC-BY-NC-ND)
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Zitadelle Petersberg - Tor im Abendlicht © Stadtverwaltung Erfurt / Vitalik Guertler (CC-BY-NC-SA)
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Zitadelle Petersberg - Kommandantenhaus Ausstellung © Stadtverwaltung Erfurt (CC-BY-NC-SA)
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Zitadelle Petersberg - Kommandantenhaus Ausstellung - das Peterskloster © Stadtverwaltung Erfurt (CC-BY-NC-SA)
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Zitadelle Petersberg - Blick auf den Dom © Stadtverwaltung Erfurt (CC-BY-NC-ND)
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Zitadelle Petersberg - BuGa Luftaufnahme 2021 © Stadtverwaltung Erfurt (CC-BY-NC-SA)
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Wissenswertes über Zitadelle Petersberg

Lesezeit: 3 min

Hoch über der Erfurter Altstadt erhebt sich eine der größten und die einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas - die Zitadelle Petersberg. Sie stellt ein Spiegelbild europäischer Festungsbaukunst des 17. bis 19. Jahrhunderts dar.

Nach der Unterwerfung der Stadt durch den Erzbischof von Mainz im Jahr 1665 veranlasst dieser den Bau der Zitadelle. Die erste Bauperiode nach neuitalienischer Manier wird von Antonio Petrini, dem italienischen Hofbaumeister des Mainzer Kurfürsten maßgeblich geprägt. Von 1707 bis 1726 erfolgt ein weiterer Ausbau unter Leitung des Mainzer Festungsbaumeisters Maximilian von Welsch.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts übernehmen französische Gruppen die Zitadelle, selbst Napoleon besichtigt in dieser Zeit die Festung. 1813 werden mit dem Beschuss der französischen Garnison das Peterskloster und mehrere Festungsgräben zerstört. Anschließend wird die Zitadelle wieder von preußischen Truppen eingenommen.

Seit 1990 wurde die Festungsanlage in der Hauptstadt des Bundeslandes Thüringen mit viel Liebe zum Detail und großem Aufwand rekonstruiert. Damit möglichst viele Abschnitte der Zitadelle Petersberg allen Gästen zur Verfügung stehen, wurde der Zugang zum Festungsgelände in den letzten Jahren neugestaltet. So erleichtert ein Personenaufzug an der Festungsmauer zum oberen Plateau den Aufstieg.

Auch der Panoramaweg, der am Domplatz beginnt, ermöglicht es, die Zitadelle selbstständig und ohne weitere Hilfsmittel zu erreichen. Bei einem Besuch des 36 ha umfassenden und denkmalgeschützten Gebiets können Sie die neue Ausstellung im Kommandantenhaus sowie die Horchgängen in den Mauern der Festung erkunden oder einfach nur den traumhaften Blick über die Altstadt genießen.

Im Herzen der Festungsanlage, im Besucherzentrum direkt neben dem historischen Kommandantenhaus starten Sie Ihre Entdeckungsreise durch die Historie der Festungsanlage. Um bestmöglich ausgestattet und vorbereitet Ihre Erlebnistour starten zu können, erhalten Sie vor Ort Informationen rund um die Festungsanlage, entsprechendes Kartenmaterial sowie Downloadmöglichkeiten zur Petersberg-App. Sie können ebenfalls Tickets für alle angebotenen Altstadt- und Petersbergführungen erwerben.

Im historischen Kommandantenhaus erwartet Sie die interaktive Ausstellung „Der Petersberg – eine spannende Zeitreise" mit vielen multimedialen Angeboten. Durch Infografiken, Modelle und Video-Installationen wird Ihnen die Möglichkeit geboten, die bewegende Geschichte hautnah mitzuerleben. Dabei werden beispielsweise die Klosterzeit, die Festungsgeschichte und das Leben der Soldaten bis hin zur Nutzung der Zitadelle in der DDR thematisiert. Vor allem Kinder kommen hier auf ihre Kosten, denn in vielen Räumen soll und darf alles angefasst bzw. benutzt werden. Tickets für die Ausstellung sowie für Führungen durch die geheimnisvollen Horchgänge erhalten Sie im anliegenden modernen Besucherzentrum.

Neben der Festungsanlage befindet sich auf dem Petersberg eine der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Thüringens - die ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul. Erbaut wurde die Kirche vor rund 900 Jahren auf der damals höchsten Erhebung innerhalb der Erfurter Stadtmauern. Die Pfeilerbasilika des einstigen Benediktinerklosters folgte dem Vorbild der Hirsauer Schule. Im Inneren haben sich einige der ältesten Wandmalereien in Thüringen erhalten. In der mittelalterlichen Klosteranlage fanden zahlreiche Reichsversammlungen und Synoden statt, wie zum Beispiel 1181 der Reichstag von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Nach der Säkularisation wandelten sie preußische Truppen 1820 in ein Proviantlager um.

In jüngster Zeit erhielt das ehemalige Gotteshaus etwas von seiner einstigen Würde zurück, indem die Lagerböden teilweise entfernt wurden. Für die BUGA 2021 wurde die Klosterkirche teilsaniert und präsentiert aktuell in einer Sonderschau die Entwicklung der höfischen Gartenkunst in Thüringen.

Wir danken den Verantwortlichen des Erfurt Tourismus für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Erwachsene: 7 €
Ermäßigt: 4 €
(Kinder von 6-16 Jahren, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte mit Ausweis, Inhaber aller BUGA-Karten sowie Erfurt(Travel)Card-Inhaber)

Familienkarte A: 16,00€
(2 Erw. & 1 Kind von 6-16 Jahren)

Familienkarte B: 18,00€
(2 Erw. & 2-4 Kinder von 6-16 Jahren)

Familienkarte C: 12,00€
(gilt, wenn bereits eine Führung in den Horchgängen mit einer Familienkarte besucht wurde)

Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
bis 10.10.2021:
täglich von 09:00h bis 20:00h

ab 11.10.2021:
täglich 10:00h bis 18:00h

(Stand 2021)
Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Sollten Sie weitere Sehenswürdigkeiten in Thüringen erkunden wollen, empfiehlt sich der Kauf der ThüringenCard. Sie können so freien Eintritt in mehr als 200 Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten genießen.
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