Schloss Wilhelmshöhe

Schloss-Wilhelmshoehe
Schloss Wilhelmshöhe in Kassel (Hessen) - Bild © Museumslandschaft Hessen Kassel
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Wissenswertes über Schloss Wilhelmshöhe

Lesezeit: 2 min

Oberhalb der Stadt Kassel liegt der Bergpark Wilhelmshöhe. Hier entstand auf dem Platz eines ehemaligen Augustinerklosters aus dem 12. Jahrhundert, ab dem Jahr 1786 das Schloss Wilhelmshöhe. Heute beherbergt es die Gemäldegalerie Alte Meister, die Antikensammlung, die Graphische Sammlung sowie das Schlossmuseum im Weißensteinflügel und eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek im Kirchflügel.

Der Architekt Simon Louis Du Ry (1726–1799) entwarf zunächst die beiden Seitenflügel, der südliche Weißensteinflügel und der nördliche Kirchflügel und schließlich das Corps de Logis, der Mitteltrakt des Schlosses. Das Corps de Logis wurde durch klassizistische Elemente, einem Portikus und eine vom römischen Pantheon abgeleitete Kuppel monumental erhöht. Erst im 19. Jahrhundert unter Kurfürst Wilhelm II. (reg. 1821–1831) erhielt das Schloss seine geschlossene Form, indem Verbindungsbauten zwischen den Flügeln errichtet wurden.

Im Weißensteinflügel, dem Südflügel des Schlosses befanden sich ursprünglich die Repräsentationsräume und privaten Appartements der landgräflichen Familie und ihrer hochrangigen Gäste. Im 18. Jahrhundert ließ Landgraf Wilhelm IX., der spätere Kurfürst Wilhelm I. seine Gemächer im frühklassizistischen Stil einrichten.

Im Zuge der französischen Expansionspolitik errichte Napoléon nach 1804 in rechtsrheinischen deutschen Länder ihm und Frankreich gegenüber loyale Staaten. Deren höchste Repräsentanten und oberste Administratoren waren oft Verwandte des Kaisers. Für seinen Bruder Jérôme wurde im Jahr 1807 nach dem Frieden von Tilsit das Königreich Westphalen geschaffen. Die bisherige Residenz der Kurfürsten von Hessen-Kassel wurde zur Hauptstadt bestimmt. Der Hofstaat nutzte auch das Schloss Wilhelmshöhe, das während der Herrschaft Napoléons über Europa „Napoléonshöhe“ hieß. König Jérôme von Westphalen regierte bis in das Jahr 1813 und ließ die Gemächer im damals modernen Empirestil umgestalten. Der Weißensteinflügel verfügt als einziges der Kasseler Schlösser über seine historische Einrichtung und hat den Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört überstanden. 23 historischen Schlossräume können im Rahemen einer Führung besichtigt werden.

Anfang 1945 wurde das Corps de Logis von einer Bombe zerstört und konnte erst 1968–1974 wiederaufgebaut und als Kunstmuseum umgestaltet werden. Die Kuppel wurde dabei nicht wieder errichtet.

Im Untergeschoss lädt das Museumscafé Jérôme zum Verweilen vor oder nach dem Museumsbesuch ein.

Seit dem 23. Juni 2013 steht der Bergpark Wilhelmshöhe auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten.

Wir danken der "Museumslandschaft Hessen Kassel" für die freundliche Bereitstellung von Photos und Texten.
Bild © Museumslandschaft Hessen Kassel
Eintrittspreise
Tagesticket Wilhelmshöhe: 6,00€/ermäßigt 4,00€, Kinder bis 18 Jahre frei

Audioguide Gemäldegalerie/Antikensammlung (Deutsch/Englisch): 3,00€

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Schloss
Dienstag bis Sonntag uns an Feiertagen: 10:00h bis 17:00h
Mittwoch: 10:00h bis 20:00h

Weißensteinflügel
01. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 10:00h bis 17:00h (letzte Führung: 16:00 Uhr)
1. Novemberbis 31. März: Freitag bis Sonntag und an Feiertagen: 10:00h bis 16:00h (letzte Führung: 15:00 Uhr)

Die Besichtigung des Weißensteinflügels ist ausschließlich stündlich mit einer Führung möglich.

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist ganzjährig frei zugänglich.
(Stand 2020)
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