Anhalt


06493 Harzgerode OT Mägdesprung
Sachsen-Anhalt
Deutschland

Die Burgruine Anhalt auf der Webseite der Gemeinde Harzgerode

Telefon: (039484) 7476-0


Die Geschichte der Burg Anhalt

Die Burgruine Anhalt, 150 m über dem Selketal auf dem großen Hausberg am nördlichen Harzrand gelegen, war wohl im Mittelalter die bedeutendste Burganlage des Harzraumes.

Erstmalig wurde sie um 1100 als neuer Stammsitz der Familie durch Otto den Reichen von Ballenstedt erbaut.

Im Zuge der Streitigkeiten zwischen Heinrich dem Löwen und Albrecht dem Bären wurde sie um 1140 zerstört durch den Markgrafen von Meißen und den Erzbischof Conrad von Magdeburg. Schon 10 Jahre später ließ Markgraf Albrecht der Bär die Burg ein zweites Mal errichten, erstmalig in Ziegelbauweise. Diese prächtige Fürstenresidenz war bis Ende des 11.Jahrhunderts der Sitz des askanischen Fürstenhauses. Gegen Ende des 15.Jahrhunderts beginnt der allmähliche Verfall der Anlage.

Nachdem Gerüchte über einen sagenumwobenen Schatz im Brunnen der Burg, bewacht von Geistern und/ oder Monstern nicht verstummen, wird dieser 1822 freigelegt. Ein Schatz wurde dabei nicht gefunden, der Brunnen ist heute wieder verschüttet. Zwischen 1902 und 1907 erfolgten Ausgrabungen und damit verbundene Rekonstruktionen, welche zu dem heutigen Aussehen geführt haben.

Heute führt keine Straße mehr zur Anlage, man muß sich die Burg erwandern. Nachdem man seinen PKW auf dem kostenlosen Parkplatz an der Selketalmühle abgestellt hat, beginnt ein ca. 2km langer, mühsamer Anstieg auf einem Waldweg, manchmal auch über Stock und Stein. Wenn man dann nach ca. 30 Minuten (schnaufend?) am Ziel angekommen ist, wird man nicht nur mit einer wunderbaren Aussicht über die Hänge des Harzes belohnt, sondern auch mit einer gut ausgeschilderten Ruine.

Die Zeichnungen auf den Hinweisschildern helfen einem sich vorzustellen, wie diese Gebäudereste einst prächtige Gebäude mit eindrucksvollen Türmen und Wällen waren. Der Abstieg zurück zum Auto geht erfahrungsgemäß etwas schneller. Hier kehrt man vielleicht ein im Restaurant, bevor man sich im Schloßpark von Ballenstedt, mit weitaus weniger körperlichem Einsatz einem Rekonstruktionsversuch der Burg im Modell gegenübersieht. Erst wenn sich die Bilder der Ruine und des Modells im Kopf übereinander legen, wird klar, was für eine außergewöhnliche Anlage diese Burg gewesen sein muß. Doch in mehr als 500 Jahren hat die Natur geschafft, was kein Mensch gewagt hat, sie hat sich die Burg zurückerobert.

Öffnungszeiten:
Die Ruine ist jederzeit frei zugänglich

Anfahrt:
In der Nähe des Ortes Harzgerode OT Mägdesprung abbiegen in das Selketal, fahren bis zum Endpunkt Selketalmühle, von dort über die Brücke auf den Berg.

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