Narberth Castle

Narberth Castle
SA67 7BD Narberth

GB - Wales

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Narberth Castle liegt auf der Halbinsel von Pembrokeshire im Westen von Wales. Die heutige Ruine sind die Reste einer normannischen Anlage, aber sein Anfang liegt in mythischer Zeit.

Die walisische Mythen- und Sagen Sammlung aus dem 12. Jahrhundert, das Mabinogion,erzählt davon das Pwyll, Prinz von Dyfed seine Grosse Halle in dieser Gegend hatte. Auch wenn es keine archäologischen Beweise dafür gibt, dass dieses Gebäude in Narberth gestanden haben soll, so läßt die Lage auf einem Hügel an einer alten Handelsstraße es zumindest möglich erscheinen.

Die Region wurde im Jahr 1093 von Arnulf de Montgomery für die Normannen in Besitz genommen. Er ließ mehrere Burgen als Zeichen der neuen Macht in der Region bauen, auch in Pembroke und Haverfordwest. Diese Macht baute er in den folgenden Jahren immer weiter aus. Die Burg von Narberth war eine dieser Burgen. Es wurde an einer Grenzlinie gebaut, der sogenannten Landsker Line, die im 12. Jahrhundert die Grenze des anglo normannischen Besitzes markierte.

Vieles über die Gründung von Narberth Castle bleibt ungewiss. Für das genaue Datum der Gründung und den Gründer lassen die Hinweise Interpretationsspielraum. Vielleicht war es ein normannischer Ritter mit dem Namen Stephen Perrot, welcher um 1112 mit dem Bau begann, aber es gibt keinen gesicherten Quellen. Vielleicht wurde es auch vom Earl of Shrewsbury errichtet und später im Jahr 1100 vom König eingefordert.

Die Burg wurde von den Walisern mehrfach angegriffen, im Jahr 1116 brannten sie nieder. In der frühen Zeit bestand die Burg aus Holz und Lehm, mit einem inneren und äußeren Hof, wahrscheinlich mit einer Schutzmauer. Auch in den Jahren 1159 und 1215 wurde sie attackiert, aber immer wieder aufgebaut.

Ein illegitimer Sohn des Königs Henry I., Henry FitzRoy übernahm die Burg. Nach seinem Tod um das Jahr 1157, gehörte sie zum Besitz von Gilbert de Clare, Earl of Pembroke. Ab 1199 fiel Narberth mit Pembrokeshire an William Marshal und blieb in seiner Familie für fast 50 Jahre.

Als Teil der Mitgift einer Nachfahrin Marshalls wurde Roger Mortimer, Lord of Wigmore im Jahr 1247 der Besitzer der Burg und blieb es bis zum Zerstörung der Burg durch Llywelyn ap Gruffudd im Jahr 1257. Direkt nach der Rückeroberung ließ Mortimer eine neue Burg errichten. Die inneren Gebäude waren nun aus Stein. Ein Schildwall und Türme schützte die Burg. Trotz dieser Maßnahmen wurde die Burg im Jahr 1299 wieder von den Walisern niedergebrannt.

Im äußeren Hof fand man Grabstätten, wahrscheinlich stand hier eine Kirche, die bei den Umbauten auf die andere Seite des Hügels umzog. Der Ort Narberth entwickelte sich zwischen Kirche und Burg.

Im Jahr 1322 verloren die Mortimers ihren Besitz, sie standen bei einer Rebellion gegen den König auf der falschen Seite. Ein anderer Robert Mortimer konnte die Gunst der Königin Isabella gewinnen und damit auch wieder seinen Besitz. Schon im Jahr 1330 verlor er ihn wieder, auch sein Leben endete und so war die Burg in den folgenden Jahren mal im Besitz der Mortimers oder auch nicht, je nachdem wo ihre Loyalität lag.

Als im Jahr 1413 Edmund Mortimer ohne Erben starb, beanspruchte König Henry V. die Burg für die Krone. Sein Nachfolger Henry VI. überließ sie seinem Bruder Richard of York, dem späteren Richard III.

Nachdem dieser sein Leben und damit seine Krone auf dem Schlachtfeld von Wakefield verlor, wurde die Burg wieder Kronbesitz. Sir Rhys ap Thomas, dem auch Carew Castle gehörte bekam die Burg von Henry VIII.

Im 17. Jahrhundert wird Narberth Castle als Ruine beschrieben.

Seit dem Jahr 2006 ist die Ruine nach jahrelangen Restaurierungen für die Öffentlichkeit freigegeben. Auch wenn die Burg im Süden des kleinen Ortes Narberth an einer Hauptstrasse liegt, ist sie nicht so leicht zu finden. Ein kleiner Fußweg führt auf den Hügel.

Die Ruine wie wir sie heute sehen können, stammt vor allem aus der Zeit nach 1246. Diverse gut gemachte Informationstafeln im Gelände geben einen schönen Überblick, wie die Burg in ihrer Glanzzeit ausgesehen haben mag.

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