Arcibiskupský zámek Kroměříž (Palast des Erzbischofs)

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Spiegelbild im See © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Wunderschöner Ballsaal © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Thronsaal © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Details Treppenhaus © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Die Galerie © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Im Salon ... © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Die Bibliothek © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
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Chinesischer Pavillon © Erbischöfliches Schloss Kroměříž
Adresse
Karte
Wissenswertes über Arcibiskupský zámek Kroměříž (Palast des Erzbischofs)

Lesezeit: 3 min

Das Erzbischöfliche Schloss ist das Wahrzeichen von Kroměříž - eine der attraktivsten Städte Mährens und der Hauptanziehungspunkt für die Besucher des historischen Komplexes, der seit 1998 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen ist.

Das Erzbischöfliche Schloss in Kroměříž gehört zu den wichtigsten Stätten des kulturellen Erbes in Mähren. Es war im Besitz der Olmützer Bischöfe und Erzbischöfe, die es als repräsentativen Wohnsitz nutzten. Im Jahre 1110 kaufte der Olmützer Bischof Johann II. (1104-1126) das Marktdorf Kroměříž und seitdem war es im Besitz des Olmützer Bistums (Erzbistums).

In der Mitte des 13. Jahrhunderts erhob Bischof Bruno von Schauenburg (1245-1281) das Dorf zur Stadt (1261), gründete die Kirche St. Moritz, errichtete an der Stelle des heutigen Schlosses eine gotische Burg, etablierte die Lehnsherrenverwaltung und konzentrierte alle Verwaltungsstellen des Bistums in Kroměříž. Während des Episkopats von Stanislaus Thurzo (1496-1554) wurde die Burg zu einem Renaissanceschloss umgebaut.

Der Dreißigjährige Krieg hat die Stadt und das Schloss stark beschädigt. Im Jahr 1643 eroberten und plünderten die schwedischen Truppen unter Führung von General Torstenson die Stadt. Der Wiederaufbau begann während der Herrschaft des Bischofs Karl von Liechtenstein-Castelcorno (1665-1694) nach den Projekten der kaiserlichen Hofarchitekten F. Luchese und G. P. Tencalla. Damals erhielt das Schloss mehr oder weniger sein heutiges Aussehen.

Das Schloss erlitt schwere Schäden durch den Brand von 1752, bei dem Dutzende von Häusern abbrannten und der zweite Stock des Schlosses zerstört wurde. In den Jahren 1848-1849 war das Erzbischöfliche Schloss Gastgeber der konstituierenden Versammlung der österreichischen Nationen. Größere Umbauten im 20. Jahrhundert konzentrierten sich auf den Turm, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs von den zurückweichenden deutschen Armeen in Brand gesteckt wurde. Im Jahre 1998 wurde der Komplex des Schlosses und der Gärten in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Schlossgarten
Der Schlossgarten wurde nach 1509 angelegt und im Laufe der Jahrhunderte mehrmals verändert, um den wechselnden historischen Stilen und Moden Rechnung zu tragen. Von einem Gemüsegarten mit Obstgarten wurde er im 17. Jahrhundert in einen groß angelegten englischen Landschaftsgarten umgewandelt, bevor er 1850 auf die beeindruckende Größe von 64 Hektar erweitert wurde. Es gibt über 200 verschiedene Arten von Bäumen und Sträuchern aus ganz Europa, Amerika und Asien.

Die Anfänge des Gartens reichen bis ins Spätmittelalter und die Frührenaissance zurück - unter den Bischöfen Stanislaus Thurzo, Wilhelm Prusinovsky und Stanislaus Pawlowsky wurde der Standard-Küchengarten mit einem Niederwildreservat und einem Ziergarten mit mehreren Springbrunnen und einer Blumenrabatte angelegt.

Der wichtigste Entwurfs- und Bauboom kam mit dem hochgebildeten Bischof Karl von Liechtenstein-Castelcorno in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der neue Bischof kam in eine Stadt, die sich von den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erholte, und neben vielen großen Wiederaufbauprojekten konzentrierte er sich auf den Bau von zwei Ziergärten - dem Lust- (Blumen-) Garten und dem Schlossgarten.

Das Jahr 1777 war für die Erzdiözese Olomouc sehr wichtig. Das Bistum wurde zum Erzbistum erhoben mit Anton Theodor Colloredo-Waldsee als erstem Erzbischof. Er lancierte eine originelle Neugestaltung des Schlossgartens, die sowohl das formale Rokoko-Parterre als auch den gestalteten Landschaftspark mit einer Reihe ungewöhnlicher Strukturen, die griechische, chinesische, türkische und andere Stile widerspiegeln, umfasste. Die Neugestaltung des Gartens dauerte etwa 10 Jahre (1790-1800).

Wir danken den Verantwortlichen von Schloss Kroměříž für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Der Eintritt in den Garten ist frei. Der Schlossgarten ist ganzjährig in Betrieb.

Via Maxima (Repräsentationshallen + Sala terrena + Schlossbildergalerie + Schlossturm) mit deutscher Führung:

Regulär: 330 CZK ca. 13,00€
Familienticket (2 Erwachsene und Kinder bis 15 Jahre): 790 CZK ca. 30,00€
Kinder unter 6 Jahren sind frei.

Es können auch nur Teile der Anlage besucht werden, dann reduziert sich natürlich der Preis.

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Januar bis März: geschlossen
April: Nur am Wochenende von 9:00h bis 16:00h letzter Einlaß
Mai bis September: Dienstag bis Sonntag von 9:00h bis 16:30h letzter Einlaß// Montag geschlossen
Oktober: Dienstag bis Sonntagl von 9:00h bis 16:00h letzter Einlaß// Montag geschlossen
November und Dezember: geschlossen
(Stand 2020)
Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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