Château et Parc de Courances

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Chateau et Parc de Courances - Blick auf das Schloss in seiner ganzen Pracht
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Chateau et Parc de Courances - großer Saal
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Chateau et Parc de Courances - Parkimpressionen
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Chateau et Parc de Courances - Parkimpressionen
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Chateau et Parc de Courances - Parkimpressionen
Adresse
91490 Courances
Île-de-France
Frankreich

Karte
Wissenswertes über Château et Parc de Courances

Lesezeit: 4 min

Das Château de Courances, sowohl im Stil als auch aus der Epoche Louis XIII, erzählt seine Geschichte durch seine Gebäude und Verzierungen, wie z.B. der Hufeisentreppe. Der Besuch dieses privaten und immer noch bewohnten Schlosses ist ein Spaziergang zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Heute befindet sich das Château immer noch in Privatbesitz und beherbergt vier Generationen von Ganay. Das Landgut liegt 50 km von Paris entfernt im Departement Essonne und blickt auf fünf Jahrhunderte Garten- und Architekturgeschichte zurück.

Nach den Wirren des Hundertjährigen Krieges kauften die zum Pariser Bürgertums gehörende Familie Lapites im Jahr 1460 die Herrschaft Courances. Zu dieser Zeit ließ König François I. das Château de Fontainebleau und seine Gartenanlagen erbauen. Cosme Clausse, Staatssekretär von Henri II., der bereits das benachbarte Schloss Fleury-en-Bière besaß, erwarb das Anwesen 1552 für seinen zweiten Sohn. Der Familie Clausse verdanken wir den Grand Canal (der zweite in Frankreich, der erste ist in Fleury, der dritte in Fontainebleau), den Dôme, den Salle d'Eau und die "pré en l’île".

Die Familie Gallard kaufte den Besitz und setzte das Verschönerungsprogramm ab 1622 fort und gaben dem Park sein klassisches Aussehen. Sie bauten zwischen 1622 und 1630 ein neues Schloss. Die Witwe von Nicolas Pottier de Novion schuf Mitte des 18. Jahrhunderts den Miroir, das große spiegelnde Becken vor dem Château. Dann ging das Anwesen durch Heirat in den Besitz der Familie Nicolaÿ über. Vater und Sohn wurden beide während der Revolution enthauptet. Das Anwesen wurde an die Familie zurückgegeben, aber Théodore de Nicolaÿ, ein Legitimist, ging 1830 ins Exil in die Schweiz und das Anwesen verfiel langsam.

Fast ein halbes Jahrhundert später, im Jahr 1871, erwarb Baron Samuel de Haber -ein wohlhabender Schweizer Bankier auf der Suche nach einer großen Residenz- das Anwesen und restaurierte es mit Hilfe von Hippolyte Destailleur, einem führenden Architekten der damaligen Zeit, der auch in Vaux-le-Vicomte viel gearbeitet hatte. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Octave de Béhague erfand Destailleur eine Architektur im Stil Henri IV und Louis XIII, indem er eine Fassade aus roten Ziegeln und Stein anbrachte. Auf der Parkseite pflanzten sie Buchsbäume und kopierten die Hufeisentreppe vom Château de Fontainebleau. Die sehr großen Nebengebäude brannten 1976 ab.

Berthe und Martine erbten 1892 von ihrem Großvater. Die ältere Schwester, Berthe, erhielt Courances. Sie und ihr Mann Jean de Ganay erfanden den Park à la française mit Hilfe der Landschaftsgärtner der Duchêne, Vater und Sohn, von 1899 bis 1914 neu, wobei sie den ursprünglichen Stil respektierten. Im Herzen der Region Gâtinais erstreckt sich der Park von Courances über 75 Hektar. Lange Zeit dachte man, der Park sei von Le Nôtre entworfen worden, in Wirklichkeit ist er ein Jahrhundert älter. In erster Linie ist der Park ein "Wassergarten" aus der Renaissance, ein Stil, der nach dem geschlossenen mittelalterlichen Garten, aber vor dem klassischen Park kam.

Der Park spiegelt die verschiedenen Epochen und Besitzer wider, die ihn geprägt haben. So ist er von einer erstaunlichen Vielfalt: Teiche, große Alleen und alte Kanäle koexistieren harmonisch mit einem klassischen "französischen" Park und einem japanischen Garten. Das Ensemble, das Courances zu einem der schönsten Wassergärten der Renaissance macht, wird von 14 Quellen gespeist und ist von 17 Teichen durchzogen.

Von 1940 bis 1955 gab es drei aufeinanderfolgende Besetzungen, zuerst die Deutschen, dann die Amerikaner und schließlich Feldmarschall Montgomery, stellvertretender Befehlshaber des NATO-Hauptquartiers, der von 1949 bis 1955 in Fontainebleau residierte und den riesigen Billardtisch hinterließ. Hubert, ältester Sohn von Berthe und Patensohn von Martine de Béhague, bemühte sich mit seinem Sohn Jean-Louis (1922-2013), um die Beseitigung der Spuren, die diese verschiedenen Besetzungen hinterlassen hatten, sowie um verschiedene Verschönerungen, die vom Architekten Destailleur hinzugefügt worden waren.

Wir danken den Verantwortlichen des Châteaus et Parc de Courances für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Führung durch das Schloss + selbständige Besichtigung des Parks:
12,00€ Vollpreis / 10,00€ ermäßigter Preis

Besuch des Parks:
9,00€ Vollpreis / 7,00€ ermäßigter Preis

Frei: unter 7 Jahren, Person mit einer Behinderung + eine Begleitperson
Ermäßigter Tarif: unter 18 Jahren, über 65 Jahren
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
Geöffnet vom ersten Wochenende im April bis zum 1. November.
Samstags, sonntags und feiertags von 14:00h bis 18:00h

Außergewöhnliche Öffnungszeiten von 11:00h bis 18:00h während der European Heritage Days.
(Stand 2021)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Allgemeine Tipps Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen - die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch - gerade bei kleineren Schlössern - die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie - sofern möglich - die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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