Château de Fontainebleau

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Chateau-de-Fontainebleau_9222_Innenansicht
Chateau-de-Fontainebleau_9233_Kasettendecke
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Chateau-de-Fontainebleau_9190_Fronteingang
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Château de Fontainebleau
77300 Fontainebleau

Frankreich

Das Château de Fontainebleau liegt 60 Km südlich der Hauptstadt Paris im Wald von Fontainebleau und war königliche Residenz für fast acht Jahrhunderte.
Alle regierenden Dynastien Frankreichs, seien es die Karpetinger, Valois, Bourbonen oder Kaiser Napoleon haben hier gelebt. 34 Könige und Königinnen wohnten in diesem mit fast 1.500 Räumen größten und umfangreich möbliertesten Palast Frankreichs.
Besonders prächtig sind das Schlafzimmer der Kaiserin, hier ruhten die Königinnen seit Maria de Médicis und die Appartements des Papstes, welche zuvor die Königsmütter beherbergten.

Das Schloss ist umgeben von einem 130 Hektar großen Park.

Die erste Erwähnung des Schlosses findet man im Jahr 1137, dem Jahr der Thronbesteigung Louis VII. Aus dieser Epoche findet sich heute nur noch der quadratische Donjon, benannt nach Louis dem Heiligen.
Im Jahr 1259 ließ Louis der Heilige ein Kloster neben seiner Burg erbauen. Von diesen Gebäuden kann man heute nur noch die Fundamente finden, sie befinden sich in der Nähe der Kapelle der Trinite. Der französiche König Philipp IV (genannt der Schöne) wurde in Fontainbleau im Jahr 1268 geboren und er starb auch hier im Jahr 1314. Charles VII (König von Frankreich in den Jahren 1422 bis 1461) ließ das Château vergrößern, er verbrachte viel Zeit in Fontainbleau, manchmal bis zu 6 Monate.

Die Zeit der großen Umbauten war gleichzeitig die Zeit der Renaissance, François I (1494-1547) läßt ab dem Jahr 1528 rund um den Ovalen Hof neue Gebäude errichten. Die Porte Dorée zeigt die Einflüsse der italienischen Architektur. Die nach ihm benannte Galerie ist 60 Meter lang und die Täfelungen tragen abwechselnd ein "F" und sein Wappentier, den Salamander. Der König verbrachte gerne die Winter in diesem Schloss, er schätzte besonders die reichen Jagdgründe.

Vom 24. bis 30. Dezember war der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Karl V. in Fontainebleau zu Gast.

Catherine de Médicis, die Königin Henri II brachte zwischen 1544 bis 1556 sechs ihrer Kinder im Schloss zur Welt. In der Mitte des 16. Jahrhunderts rief ihr Sohn Charles IX die Generalstaaten (États généraux) in Fontainebleau ein. Aber auch rauschende Feste wurden hier gefeiert.
Henri II ließ zwischen der Porte Dorée und der Kapelle des Heiligen Saturnin den prächtigen Ballsaal vollenden. Von seinen 10 grossen Fenstern blickt man auf der einen Seite auf den Cour de la Fontaine und auf der anderen Seite auf den Jardin de la Reine.

An der Stelle des ehemaligen Klosters wurde ein Hühnerhof angelegt, später erhielt er den Namen Hof des Weißen Pferdes. In den Jahren 1568 bis 1570 wurde am Brunnenhof der Flügel der Belle Cheminée errichtet.

Im Jahre 1593 versammelte Henri IV. seinen Hof in Fontainebleau, bevor er nach Paris zurückkehrte, das noch immer im Griff der Katholischen Liga war. Auch später besuchte der erste Bourbonenkönig das Schloss viele Male. In seiner Zeit wurde der Ovale Hof ausgebaut und ein monumentalen Tor errichtet zu Ehren seines Sohnes und Thronfolgers Louis XIII. Ebenfalls der Flügel der Diana Galerie wurde nun gebaut. Auch weiterhin fanden viele wichtige Ereignisse, wie Hochzeiten und Geburten in dieser Residenz statt. Das Edikt von Fontainebleau oder die Aufhebung des Edikts von Nantes wurde am 17. Oktober 1685 im Schloss unterzeichnet.

Unter dem Sonnenkönig, Ludwig XIV. entstand das Grand Parterre, ein von André Le Nôtre entworfener Garten im französischen Stil. Mit 11 Hektar ist er der größte seiner Art in Europa.

Im 18. Jahrhundert fanden im Schloss, abseits der strengen Etikette des Schlosses von Versailles, viele Jagdpatien statt, Diplomaten wurden empfangen und auch Mitglieder anderer königlicher oder hochwohlgeborener Familien waren hier zu Gast. Im Mai des Jahres 1717 wurde der Zar Peter der Große hier begrüßt.

Im Jahr 1724 wurde mit dem Bau eines Thaters im Belle Cheminée Flügel begonnen. Ein Jahr später fand in Fontainebleau eine königliche Hochzeit statt, Louis XV heiratete am 05.September 1725 die polnische Prinzessin Maria Leszczyńska, die prächtig geschmückte Braut wurde fast ohnmächtig unter dem Gewicht ihrer Juwelen. 40 Jahre später, im Dezember 1765 starb hier im Schloss mit dem Blick auf den Ovalen Hof der einzige Sohn Louis XV an Tuberkolose.

Louis XV ließ den Südflügel abreißen und ersetzte ihn durch ein größeres Gebäude. Dazu beauftragte er im Jahr 1750 den Bau des Großen Pavillions im Karpfenteich.

Der letzte Besuch des Ancien Régime fand im Oktober und November des Jahres 1786 statt. Während der Französischen Revolution blieben die Gebäude unbeschädigt. Napoleon I ließ den Westflügel Ferrare niederreißen und durch ein Gitter ersetzen. Im 19. Jahrhundert wurde aber vor allem die Inneneinrichtung dem damaligen Geschmack angepasst und die während der Revolution zerstreuten oder zerstörten Sammlungen wieder ersetzt. Napoleon I ließ seinen Thronsaal im bisherigen königlichen Schlafzimmer installieren, der Thron steht genau dort wo bis dahin das Bett stand.

Am 2. April 1814 beschloss der französische Senat, Napoleon abzusetzen. Er dankte zunächst am 5. April ab. Am 6. April dankte der Kaiser ein weiteres Mal ab und verzichtete auf den Thron für sich und seine Familie. Am 11. April wurde der Vertrag von Fontainebleau geschlossen, in dem sein Vezicht beurkundet wurde.
Am 20. April hielt er seine berühmte Abschiedsrede an die Soldaten der Alten Garde im Hof des Weißen Pferdes, welcher seitdem auch Hof des Abschieds genannt wird. Napoleon kehrte nur noch einmal kurz nach Fontainebleau zurück, nach seiner Flucht von Elba.

Unter der Herrschaft von Louis XVIII und Charles X verbrachte der Hof nur wenig Zeit in Fontainebleau. Unter Louis-Philippe wurden im Schloss viele Restaurierungsarbeiten zur Hochzeit des Herzogs von Orléans und der Prinzessin Helen von Mecklenburg-Schwerin durchgeführt. So wurden zwei baufällige Flügel im Diana Garten abgerissen.

Während des zweiten Kaiserreiches war das Schloss Schauplatz imperialer Feste. Es fanden regelmäßig und zunehmend längere Besuche von Gästen aus den Bereichen Kunst, Literatur und Politik statt, König Maximilian II. war zu Gast, ebenso wie der zukünftige Kaiser Wilhelm I. Der Hof blieb bis 1869 in Fontainebleau. Die Kaiserin kehrte am 28. Juli 1914 zu einem letzten Besuch zurück.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts beherbergt das Schloss vier Museen.
Das Château und seine Gärten sind seit 1981 UNESCO Weltkulturerbe.










Öffnungszeiten öffnen | schliessen
Das Schloss öffnet jeden Tag außer Dienstag, und am 01. Januar, 01.Mai, und 25. Dezember.

Oktober bis März: 09:30h bis 17:00h (letzter Einlaß um 16:15h)(Der Ballsaal schließt um 16:00h)
April bis September: 09:30h bis 18:00h (letzter Einlaß um 17:15h)(Der Ballsaal schließt um 17:00h)

Eine Besichtigung dauert ca. 2 Stunden.
Eintrittspreise öffnen | schliessen
Les Grands Appartements (Päpstliche Gemächer, Galerie François I und Salle de Bal, die königlichen Gemächer, Kapellen und die Räume Napoleons I):

Erwachsene:12,00€
Ermäßigt: 10,00€
Eine Stunde vor Schließung: 8,00€

Freier Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat, außer im Juli und August

Die Gärten sind kostenlos zu besichtigen.


Video guide : €3
Guided visites

Château ticket is necessary for all guided visite. Free visit for children under 12, except specific visits for children.

Prices depend of visit duration

- 1/2 hour to 1hour : €15 (château ticket included)
- 1h30 to 2 hours : €17 (château ticket included)

Family
up two adults and 2 children (12-18)
- 1/2 hour to 1hour : €33
- 1h30 to 2 hours : €37

Additional visit

- 1/2 hour to 1hour : €5
- 1h30 to 2 hours : €7