Château du Morimont (Mörsberg)

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Chateau du Morimont - Blick zur Ruine © Office de Tourisme du Sundgau
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Chateau du Morimont - Turmfundament © Office de Tourisme du Sundgau
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Chateau du Morimont - Gewölbekeller © Office de Tourisme du Sundgau
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Chateau du Morimont im Sonnenschein © Office de Tourisme du Sundgau
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Karte
Wissenswertes über Château du Morimont (Mörsberg)

Lesezeit: 3 min

Die vergangenen Jahrhunderte haben im sundgauischen Land im Süden des Elsasses ihre Spuren hinterlassen. Zwischen der Schweiz, Deutschland und der Franche-Comté gelegen, findet man hier noch heute Zeugen lange vergangener Zeiten. Umgeben von Wäldern liegt die Ruine des Château du Morimont auf einem über 500 Meter hohen Hügel und kontrolliert das Hochtal der Larg (Largue), eine der Verbindungsstraßen zur nahen Schweiz.

Nach der 1183 erstmals erwähnte Burg benannten sich die Herren von Mörsberg (Morimont), Vasallen der Grafen von Pfirt und danach der Habsburger. In der Zeit des großen Erdbebens von 1356 lebten zehn Mitglieder der Familie Mörsberg auf der Burg.

Im 15. Jahrhundert begann der eigentliche Aufstieg der Dynastie mit Peter von Mörsberg, dem Anführer der Sundgauer Adelsgeschlechter und Landvogt von Vorderösterreich im Elsass. Sein Sohn Caspar nutzte das Vermögen und den Ruf des Vaters, um seinerseits österreichischer Landvogt von Ensisheim (1487) und später kaiserlicher Landvogt von Hagenau (1505) zu werden, ein Amt, das von seinem Sohn Hans Jacob (1511) in der dritten Generation übernommen wurde.

Ihnen verdanken wir im 16. Jh. den Umbau der alten Familienburg in eine Festung, die auf Feuerwaffen eingestellt war und über ein repräsentatives Wohngebäude im Renaissance-Stil verfügte. Nach dem Tod von Hans Jacob, zwischen 1533 und 1538, kämpfte die Familie mit
finanziellen Problemen, die schließlich zum Verkauf der Lehnsherrschaft Mörsberg an die Grafen von Ortenburg-Salamanca führten.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg am 2. April 1635 endgültig zerstört. Die neuen Herrscher im Sundgau schlugen die Lehnsherrschaft
dem Haus Vignacourt zu. Nach der Französischen Revolution wechselten die Ruine und die dazugehörigen Ländereien mehrmals den Besitzer.

1826 legte eine Gruppe von Schweizer Jura-Patrioten in der Burgruine den Eid ab, ihre Region von der Berner Vorherrschaft zu befreien
und einen eigenen Kanton zu gründen. Allerdings ging ihr Wunsch erst mit der Volksabstimmung von 1978 in Erfüllung. 1931 war Morimont noch einmal Schauplatz eines Gründungsaktes, nämlich der Société d'Histoire du Sundgau (Sundgauverein).

Um einer vollständigen Zerstörung der Ruine, die als Steinbruch benutzt wurde, entgegenzuwirken, betrieb Auguste Quiquerez mit Hilfe der Société pour la conservation des monuments historiques (Gesellschaft für Denkmalpflege) ab 1864 den Wiederaufbau der Ruine. 1870 beteiligte sich Juvénal Viellard, ein Industrieller aus dem Territoire de Belfort, an der Rettungsaktion. Er erwarb die Burg, die noch heute im Besitz der Familie ist.

In den 1970er Jahren leistete der Club des Jeunes (Jugendclub) von Leimbach einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Ruine; 1980 wurde der Gewölbekeller auf Initiative des Conseil Général trockengelegt und verstärkt. Die jüngsten Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten wurden in den 2000er Jahren von der Organisatio CHAM (Chantiers Histoire et Architecture médiévales) durchgeführt.


Wir danken den Verantwortlichen des Office de Tourisme du Sundgau Sud Alsace für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Kostenlose Besichtigung.
Öffnungszeiten
Die Burg ist ganzjährig geöffnet.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Allgemeine Tipps
Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen – die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch – gerade bei kleineren Schlössern – die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets
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Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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