Château de Montaigne

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Chateau de Montaigne aus der Luft
Château de Montaigne aus der Luft © Château de Montaigne
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Der Montaigne-Turm © Château de Montaigne
Chateau de Montaigne_Schloss
Fassade des Château de Montaigne © Château de Montaigne
Entree_800
Eingangshalle des Château de Montaigne © Château de Montaigne
Adresse
24230 Saint-Michel-de-Montaigne
Nouvelle-Aquitaine
Frankreich

Karte
Wissenswertes über Château de Montaigne

Lesezeit: 7 min

Das Château de Montaigne ist ein prächtiges Schloss in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine, das eine reiche Geschichte und eine beeindruckende Architektur aufweist.


Es ist bekannt als der Ort, an dem der berühmte Philosoph Michel de Montaigne seine „Essais“ schrieb.


Das Dorf Saint-Michel-de-Montaigne und das Château verdanken ihren Ruhm dem Autor, auch wenn er nicht in dem heute stehenden Schloss gewohnt hat, sondern in einer früheren, kleineren Ausgabe. Der Rundturm mit der Bibliothek ist das einzige Überbleibsel des 16. Jahrhunderts. Heutzutage ist das Gut, das auch Bergerac-Wein herstellt, im Besitz der Familie Mälher-Besse.


Geschichte des Château de Montaigne


Die Renaissance-Ära


Das Château de Montaigne hat seine Wurzeln in der Renaissance, einer Zeit großer kultureller und intellektueller Veränderungen. Es war die Heimat von Michel de Montaigne, einem der bekanntesten Philosophen dieser Ära. Hier schrieb er seine berühmten „Essais“, die als Grundstein der modernen Philosophie gelten.


Die Anfänge


Das Anwesen, das heute als Château de Montaigne bekannt ist,

hat seine Wurzeln im 14. Jahrhundert. Es liegt an der Grenze zwischen dem Périgord und dem Bordelais, in der Nähe von Bergerac und Saint-Émilion und wurde 1477 von Ramon Eyquem, einem Kaufmann aus Bordeaux und dem Urgroßvater von Michel de Montaigne, erworben. Mit dem Kauf des Anwesens erwarb Ramon Eyquem auch den erblichen Titel des Seigneur de Montaigne (Herr von Montaigne).

Michel de Montaigne

Das Château de Montaigne war der Familiensitz des Renaissance-Philosophen und Denkers Michel de Montaigne. Hier schrieb er seine berühmten „Essais„, bedeutende Werke des Humanismus der Renaissance, die das Ergebnis eines Lebens voller Reflexion und Lesen sind.

Michel Eyquem de Montaigne wurde am 28. Februar 1533 auf dem Château de Montaigne geboren und stammte aus einer Familie von Kaufleuten aus Bordeaux. Michel wurde in einem nahegelegenen Dorf aufgezogen und erhielt eine außergewöhnliche Bildung. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften begann er seine Karriere 1554 als Berater am Hof der Aides de Périgueux und dann am Parlament von Bordeaux, wo er fast 15 Jahre lang tätig war.

Nach dem Tod seines Vaters 1568 zog er sich auf das Anwesen von Montaigne zurück, um sich auf das Lesen und Philosophieren zu konzentrieren. Er begann, seine Gedanken niederzuschreiben, die er als „Essais“ bezeichnete und deren erster Band 1580 veröffentlicht wurde. 1581 wurde er zum Bürgermeister von Bordeaux gewählt und diente zwei Amtszeiten. Trotz seiner politischen Verpflichtungen setzte er seine Schreibarbeit fort und veröffentlichte 1588 eine neue Ausgabe der „Essais“.

In seinen letzten Jahren litt er an einer Krankheit und verbrachte die meiste Zeit in seiner Bibliothek, wo er eine vierte Ausgabe der „Essais“ vorbereitete, die erst nach seinem Tod 1595 veröffentlicht wurde. Montaigne starb am 13. September 1592 im Alter von 59 Jahren.

Nach dem Tod von Montaigne lebte seine Witwe Françoise de La Chassaigne weiterhin im Schloss. Sie empfing dort Marie de Gournay zu einem fünfzehnmonatigen Aufenthalt, Montaigne hatte sie 1588 während einer Reise nach Paris kennengelernt hatte und an sie eine kommentierte Kopie der „Essais“ geschickt, mit der Bitte, sich um deren Veröffentlichung zu kümmern.

Im Jahr 1584 hatte Montaigne die Ehre, den König von Navarra, Henri de Bourbon, den späteren französischen König Henri IV., in seinem Schloss zu beherbergen. Dadurch wurde er ein enger Freund des Königshauses. Der König hatte ihn bereits 1577 durch ein königliches Patent zum Kammerherrn (französisch: gentilhomme de sa chambre) ernannt.

Das 19. Jahrhundert

Pierre Magne, ein Anwalt aus Périgueux und später Finanzminister unter Napoleon III, erwarb das Anwesen im Jahr 1860 und ließ es im Stil im typischen Stil eines Schlosses des Jahrhunderts wieder aufbauen, eine Mischung von verschiedenen architektonischen Stilen diverser Epochen. Dieses wurde 1885 durch ein Feuer zerstört, aber ein Jahr später wieder aufgebaut. Das Schloss gehört immer noch den Nachkommen von Pierre Magne – der Familie Mähler-Besse in der 6. und 7. Generation.

Die Architektur des Château de Montaigne

Das Hauptgebäude

Die Architektur des heutigen Schlosses aus dem 19. Jahrhundert wurde von Viollet-Le-Duc mit seiner Mischung aus Neogotik und Neorenaissance inspiriert. Nach dem Durchschreiten des Tores gelangt man in einen quadratischen Hof, der von Mauern umgeben ist.

Seit einigen Jahren können der Park, der Turm und auch ein Teil des Privatbereichs im Schloss besichtigt werden. Nachdem die Besucher den Schlosshof durchquert haben, betreten sie eine Halle mit einem schönen Kamin. Auf dessen Band steht ein von Montaigne verfasstes Epitaph, das von der Ankunft des Königs von Navarra, des späteren Henri IV. erzählt.

Auch das holzgetäfelte Esszimmer und die Bibliothek sind Teil der Besichtigung. Von der Terrasse mit ihrer Balustrade aus dem 14. Jahrhundert hat man einen herrlichen Blick auf die Weinberge und das Tal der Lidoire, das die Dordogne und die Gironde verbindet.

Der Turm

Montaigne nutzte den Turm als Rückzugsort, wann immer seine Aufgaben es zuließen. Nachdem er seine Bibliothek im zweiten Stock des Eckturms eingerichtet hatte, ließ er 75 Sentenzen griechischer und lateinischer Autoren auf die Deckenbalken malen, von denen heute noch 68 identifiziert werden können. Sie begleiteten die Entstehung der Essais, die hauptsächlich hier zwischen 1572 und seinem Tod 1592 verfasst wurden.

Im ersten Stock befindet sich das Schlafzimmer von Michel de Montaigne, in dem er 1592 starb, im Erdgeschoss ist eine hübsche Kapelle, die dem Heiligen Michael gewidmet ist. Eine kleine Luke, die zu einer versteckten Treppe führte, ermöglichte es, die Messe vom Schlafzimmer zu hören, ohne den Raum zu verlassen.

Der runde Turm der „Bibliothek“ ist das einzige Überbleibsel aus dem 16. Jahrhundert und wird natürlich von den Besuchern mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Er wurde im März 1952 unter Denkmalschutz gestellt. Der Denkmalschutz wurde 2009 auf das gesamte Schloss ausgeweitet.

Der Park

Das Château de Montaigne ist von einem Park umgeben, der perfekt für einen entspannten Spaziergang ist. Hier können Sie die Ruhe und Schönheit der französischen Landschaft genießen.

Der Besuch des Château de Montaigne

Die Führungen

Das Château de Montaigne bietet Führungen an, die Ihnen einen Einblick in die Geschichte und Architektur des Schlosses geben. Sie werden auch die Möglichkeit haben, die Räume von Michel de Montaigne zu besichtigen, wo er seine berühmten Essays schrieb.

Die Weinprobe

Ein Besuch des Château de Montaigne wäre nicht vollständig ohne eine Weinprobe. Sie haben die Möglichkeit, den Montaigne-Wein zu probieren und mehr über den Weinherstellungsprozess zu erfahren.

Die Umgebung

Das Château liegt in der Region Périgord im Südwesten Frankreichs, die für ihre malerischen Dörfer, prähistorischen Höhlen und hervorragenden Weine bekannt ist.

In der Nähe des Château de Montaigne liegt die Stadt Saint-Émilion, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das für seine mittelalterliche Architektur und seine Weinproduktion berühmt ist. Die engen, gewundenen Gassen von Saint-Émilion sind gesäumt von historischen Gebäuden und Weingeschäften, die die Weine der Region anbieten.

Ebenfalls in der Nähe befindet sich Bordeaux, mit ihrer bemerkenswerten Architektur, darunter die Kathedrale Saint-André, das Grand Théâtre, das Rathaus und mehrere Museen. Bordeaux ist auch bekannt für seine lebendige Kultur und Gastronomie. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen die Place de la Bourse mit dem beeindruckenden Wasserspiegel, die Cité du Vin, ein modernes Museum, das sich ganz dem Wein widmet, und die Rue Sainte-Catherine, eine der längsten Einkaufsstraßen Europas.

Die Region Périgord ist natürlich bekannt für ihre Gastronomie, insbesondere für ihre Trüffel. Es gibt viele lokale Märkte und Restaurants, die diese und andere regionale Spezialitäten anbieten.

Die Unterkünfte

Es gibt eine Reihe von Unterkünften in der Nähe des Château de Montaigne, die Ihren Aufenthalt komfortabel und angenehm machen. Hier sind einige Empfehlungen:

Hôtel de Pavie: Dieses Luxushotel befindet sich in Saint-Émilion und bietet ein Restaurant, eine Bar und eine angeschlossene Weinkellerei. Es ist nur wenige Schritte von der Kollegialkirche von Saint-Emillion und dem Glockenturm von Saint-Émilion entfernt.

Chateau Hotel & Spa Grand Barrail: Dieses familienfreundliche Hotel befindet sich in einer ländlichen Lage und bietet einen Wellnessbereich und ein Restaurant.

B&B Château Pierre de Lune: Dieses B&B bietet Erholung mitten in den Weinfeldern nur 10 Autominuten von Saint Emilion entfernt.

FAQs

Ist das Château de Montaigne für die Öffentlichkeit zugänglich?

Ja, das Château de Montaigne ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Es werden Führungen angeboten, die Ihnen einen Einblick in die Geschichte und Architektur des Schlosses geben.

Kann ich im Château de Montaigne übernachten?

Nein, das Château de Montaigne bietet keine Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt jedoch eine Reihe von Hotels in der Nähe, die Unterkünfte anbieten.

Kann ich im Château de Montaigne Wein kaufen?

Ja, das Château de Montaigne produziert seinen eigenen Wein, den Sie vor Ort kaufen können.

Wir danken den Verantwortlichen des Château de Montaigne für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Turm:
Erwachsene: 9,50€
ermäßigt: 7,50€
Kinder (5 bis 12 Jahre): 5,50€

Château:
Erwachsene: 9,50€
ermäßigt: 7,50€
Kinder (5 bis 12 Jahre): 5,50€

Turm & Château:
Erwachsene: 17,00€
ermäßigt: 15,00€
Kinder (5 bis 12 Jahre): 11,00€
(Stand 2023)
Öffnungszeiten
Februar bis Mai:
10:00h bis 17:30h
Montag und Dienstag nur Park, Weinverkostung und Weinverkauf.
Mittwoch bis Sonntag: Führungen ( je nach Verfügbarkeit)

Juni bis August:
10:00h bis 18:30h

Geführte Besichtigungen:
10:30h & 15:00h = Turm
11:30h = 16:00h Schloss

September bis Dezember:
10:00h bis 17:30h
Montag und Dienstag nur Park, Weinverkostung und Weinverkauf.
Mittwoch bis Sonntag: Führungen ( je nach Verfügbarkeit)
(Stand 2023)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.

Hier können Sie auch Tickets für die Führungen buchen.
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Reisetipps

Allgemeine Tipps Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen - die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch - gerade bei kleineren Schlössern - die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie - sofern möglich - die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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