Château de Digoine

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Chateau-de-Digoine_Rosengarten-Gewaechshaus-und-Schloss-Suedfassade
Rosengarten, Gewächshäuser und das Schloss © Château de Digoine
Chateau-de-Digoine_Esplanade-Sud
Südliche Esplanade © Château de Digoine
Chateau-de-Digoine_Suedfassade
Südfassade © Château de Digoine
Chateau-de-Digoine_Fassadendetails
Fassadendetail © Château de Digoine
Chateau-de-Digoine_Teich-mit-Nordfassade-im-Hintergrund
Schloss vom Norden gesehen © Château de Digoine
Chateau-de-Digoine_Winter
Winterimpression © Château de Digoine
Adresse
71430 Palinges
Bourgogne-Franche-Comté
Frankreich

Karte
Wissenswertes über Château de Digoine

Lesezeit: 3 min

Das Château de Digoine ist ein Juwel in der Krone des architektonischen Erbes des 18. Jahrhunderts. Seine Geschichte zeugt von einer langen und reichen Vergangenheit. Als erste der vier Baronien des Charolais nahmen seine Herren eine herausragende Stellung am Hof der Herzöge von Burgund ein.

Der Ursprung des Schlosses geht auf das Jahr 1390 zurück, als Robert de Damas eine Marie de Digoine, die letzte Vertreterin ihrer Familie, heiratete. Unter dem Namen Damas de Digoine errichteten sie die imposanten Türme an der Nordseite und gaben dem Gebäude seine ersten Verteidigungselemente. Am Ende der südlichen Esplanade wurden zwei weitere Türme errichtet, die durch einen trockenen Graben verbunden waren, das Haupttor einrahmten und das Bild einer Burg aus der mittelalterlichen Epoche vervollständigten.

Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Château de Digoine zum Lustschloss und erhielt sein endgültiges Aussehen. Diese Umwandlung wird von den Reclesne vorangetrieben, einer reichen Familie aus dem Nivernais, die, nachdem sie das Land und die Burg gekauft hatte, von einer prächtigeren Residenz zu träumen begann. So wurde 1723 der erste Wiederaufbau in Angriff genommen, der fast fünfzig Jahre lang dauern sollte.

1750, nach der Hälfte der Bauarbeiten, wandte sich die Familie de Reclesne an den burgundischen Architekten Edmé Verniquet, eine Schlüsselfigur in der Geschichte von Digoine. Bekannt dafür, die Schlösser von St-Aubin-sur-Loire, Lugny-lès-Charolles oder Vignault in Bourbon-Lancy zum Leuchten gebracht zu haben, erklärte sich Verniquet bereit, sein Talent in den Dienst der Familie de Reclesne zu stellen.

Zunächst modelliert er die Nordfassade in einem von Ludwig XIV. beeinflussten Barockstil und schmückt das Ganze mit einer schönen Mittelfront und prächtigen Maskarons. Dann baute er die prächtige Südfassade in einem besonders erkennbaren Schema: auf dem Mittelkörper drei Türfenster in der Eingangsfassade, die links und rechts von drei weiteren Fenstern eingerahmt sind, mit einem oben angebrachten Giebel. Das gesamte Ensemble spiegelt die Entwicklung der französischen Architektur zu dieser Zeit wider.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts besiegelte die Heirat des Grafen Aimé de Chabrillan, Großkammerherr von Frankreich unter Napoleon I., mit der Gräfin Zéphyrine Olympe de Choiseul Gouffier die Übertragung des Anwesens an die Familie de Chabrillan.

In schillerndem Glanz erstrahlend, setzten die neuen Besitzer die von ihren Vorvätern begonnene Verschönerungsarbeit fort. Die Herrschaft von Digoine, ein unbestreitbares Zeichen ihrer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Vorherrschaft, entwickelte sich zwischen 1825 und 1842 spektakulär. Ein Gewächshaus mit exotischen Pflanzen, das mit einer Fußbodenheizung von seltener Modernität ausgestattet ist, eine Bibliothek aus Ulmenwurzelholz und ein kleines Privattheater wurden zu dem bereits umfangreichen Erbe hinzugefügt. Darüber hinaus wurden in den majestätischen Räumen des Schlosses märchenhafte Dekorationen, u.a. von dem Bildhauer Clodion, angebracht.

Im Jahr 1908 kaufte die Marquise de Croix das Anwesen für ihren Sohn Pierre, der es dann an drei Generationen weitergab. Doch 2012 zwangen Probleme der Uneinigkeit die Familie zum Verkauf.

Jean-Louis Rémilleux, der heutige Besitzer, kaufte zuerst das leere Schloss und dann die ursprünglichen Elemente, aus denen es bestand, bei einer großen Auktion in Paris. Andererseits fügte er als Liebhaber von Geschichte und antiken Gegenständen seine eigenen Sammlungen den majestätischen Räumen des Schlosses hinzu, wobei er peinlich genau darauf achtete, dass jedes Element mit der Zeit des Raumes, in dem es sich befand, übereinstimmte. Schließlich unternahm er wichtige Arbeiten, um dieser "Perle des Charolais" wieder zu ihrem früheren Glanz zu verhelfen.

Wir danken den Verantwortlichen von Château de Digoine für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Château, Theater und Gärten
Erwachsene: 12,00€ // ermäßigt : 10,00€
Kinder (von 7 bis 12 Jahren): 5,00€

Gärten
Erwachsene: 5,00€
Kinder (von 7 bis 12 Jahren): 3,00€

Kinder unter 7 Jahren und Behinderte sind kostenfrei.
(Stand 2021)

Freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren.
Öffnungszeiten
Das Schloss und die Gärten sind vom 19.05. bis 31.10.2021 geöffnet. (außer bei außergewöhnlichen Schließungen)

01.Januar bis 18.05 und vom 01. bis 26. November und vom 29.November bis 31.Dezember: Geschlossen

19. bis 31.Mai und 01.bis 30.September:
10:00h bis 12:00h und 14:00h bis 18:00h - Montags geschlossen
Schlossführungen um 10:30h, 14:30h, 15:30h und 16:30h

01.Juni bis 31.August:
Jeden Tag von 10:00 bis 19:00h
Schlossführungen um 10:30h, 11:30h, 12:30h, 13:30h, 14:30h, 15:30h, 16:30h und 17:30h

01.bis 31.Oktober:
14:00h bis 18.00h - Montags geschlossen
Schlossführungen um 14:30h, 15:30h und 16:30 Uhr

27. und 28.November:
10:00h bis 19:00h
Schlossführungen um 11:00h, 14:30h, 16:00h und 17:30h

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Allgemeine Tipps Für Schlösser- und Burgentouren empfehlen wir das niederschlagsarme Frühjahr und den milden Herbst. Im Süden (z.B. im Katharerland) sollten Sie Touren gut vorbereiten (genug Wasser / Sonnenschutz LF 50) und nicht alleine gehen - die Orte sind zum Teil sehr abgelegen. WICHTIG: Checken Sie vor dem Besuch - gerade bei kleineren Schlössern - die Öffnungszeiten auf deren Website.

Tickets Viele französische Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie - sofern möglich - die Karten vorab. Gerade bei vielen Schlössern im Loire-Gebiet oder Orten wie der Abtei Mont Saint Michel haben Sie teils SEHR lange Wartezeiten.

Reiseführer Wir verwenden gerne den Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir außerdem den MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps.

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