Château de Châlus-Chabrol

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Château de Châlus-Chabrol
87230 Chalus

Frankreich

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Das Château de Châlus-Chabrol hat seinen prominenten Platz in der Geschichte einer Armbrust zu verdanken. Im März 1199 begann der englische König und Herzog der Normandie Richard Löwenherz mit seinen Truppen mit der Belagerung der Burg. Er befand sich in Auseinandersetzungen mit dem Vizegrafen von Limoges und vermutete einen wertvollen Schatz in der Burg.

Am 26. März, nur zwei Tage später feuerte einer der Verteidiger Pierre Basile einen Schuss mit seiner Armbrust auf den 41 Jahre alten König ab. Schwer verwundet stirbt der König am 06. April an Wundbrand, die Legende erzählt, er lag in den Armen seiner Mutter Eleanor von Aquitanien. Er soll den Schützen vor seinem Tod begnadigt haben, dieser wurde aber trotzdem hingerichtet.
Seine Eingeweide ruhen in der Schloß-Kapelle, sein Herz in der Kathedrale von Rouen und der restliche Leichnam in der Abbaye Royale de Fontevraud. Zusammen mit denen seiner Eltern Henry II. und Eleonore von Aquitanien, sowie seiner Schwägerin Isabelle d´ Angoulême kann man seine Grabfigur noch heute in der Abteikirche besichtigen.

Die Burg befindet sich 36km südwestlich der Stadt Limoges in der Region Limousin. Sie liegt am Südufer des Flusses Tardoire und das Städtchen Châlus liegt zu seinen Füßen. Der Platz war strategisch gut gewählt, denn hier kreuzten sich einige wichtige Handelsrouten. Zudem war es eine Grenzfeste gegen die Territorien benachbarter Adelsfamilien. Die erste Burg an dieser Stelle entstand im 11. Jahrhundert und wurde von der adligen Familie Chabrol, den Vizegrafen von Limoges errichtet. In dieser Zeit bestanden die Burgen in dieser Region meist als befestigte Anlage in der sich die Häuser mehrerer Ritter befanden. In Châlus-Chabrol waren es wohl um die 10 Ritter, die hier lebten.

Die Burg erlebte eine Reihe von Belagerungen, darunter auch die oben erwähnte aus dem Jahr 1199, in der Richard Löwenherz tödlich verwundet wurde. Auch wenn sich das heutige Aussehen der Anlage sehr von der damaligen Burg unterscheidet, kann man noch Spuren aus dem 11. und 12. Jahrhundert finden, so z.B. die Reste der Kirche von Notre Dame. Die Türme und Gebäude der damaligen Zeit sind heute weitestgehend verschwunden.

Die Überreste, die man heute bewundern kann, wie den großen Turm, stammen aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, als man die Burg den neuesten Moden entsprechend restaurierte. Im Jahr 1265 wurde das Château de Châlus-Chabrol wieder belagert. Bozon de Bourdeilles kämpfte gegen Adémar de Maulmont, welcher bei der Einnahme der Burg getötet wurde. Sein Bruder Géraud de Maulmont erbte Burg, Titel und Land. Er ließ die Burg ausbauen, die teilweise heute noch sichtbaren Unterkünfte in der südwestlichen Ecke der Anlage stammen aus seiner Zeit. Er ließ auch ein zweites Schloss in der Nähe bauen, Château de Châlus-Maulmont. Doch da Chabrol komfortabler war, bezog man lieber hier Quartier.

Im Jahr 1307 verloren die Maulmonts den Besitz, der französiche König Philippe IV. der Schöne übertrug die beiden Burgen seinem Berater Henry de Sully. In der Folgezeit hatte die Burg verschiedene Besitzer, die Familie La Trémoille und dann die Familie Albret, in dieser Zeit Vizegrafen von Limoges. Charlotte d’Albret heiratete im Jahr 1500 Cesare Borgia, den unehelichen Sohn des Papstes Alexander VI., Château de Châlus-Chabrol war Teil ihrer Mitgift. Über ihre Tochter gelangte die Burg in den Besitz der Familie Bourbon-Bussets. Danach fiel die Anlage an den Familienzweig Bourbon-Châlus, die den Titel bis zur französischen Revolution trugen. Nachdem in den Religionskriegen Teile der Burg zerstört worden waren, ließen sie Restaurierungen durchführen und neue Unterkünfte bauen.

Während der Revolution wurde die Burg schwer beschädigt. Die Familie erhielt ihren Besitz in der Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und baute die Anlage teilweise wieder auf. Ihre Nachkommen verkauften Château de Châlus-Chabrol im Jahr 1955.

Seit 2008 sind dank einer Vereinbarung zwischen den jetzigen Eigentümern und dem Rathaus von Châlus einige Teile dieses denkmalgeschützten Ortes für die Öffentlichkeit zugänglich, darunter die Ruinen und die alte Kapelle. Der modernere Teil stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist privat.

Das Château de Châlus-Chabrol ist als Monument historique klassifiziert.

Photo Credits (used under CC BY 2.0; cropped, sharpened & recoloured original)
Château de Chalus-Chabrol arch by Matt Brown
chalus_chateau_chabrol by Damien

Öffnungszeiten öffnen | schliessen
Nur in den Sommermonaten. (01. Juni bis 31.August)
Es ist täglich außer Montag geöffnet.
10:00h bis 12:30h und 14:30h bis 18:00h

(Stand 2019)
Eintrittspreise öffnen | schliessen
Erwachsene:5,00€
Kinder:3,00€

(Stand 2019)
Reisetipps öffnen | schliessen

Das flächenmäßig größte Land Europas hat ein abwechslungsreiches Klima, welches das Land durch alle Jahreszeiten zu einem attraktiven Reiseziel macht. Für Städtebesichtigungen oder Burgentouren sind die Frühjahrs- und Herbstmonate zu empfehlen, mit dem niederschlagsarmen Frühjahr und dem milden Herbst. Grundsätzlich empfiehlt sich gerade bei den kleineren Schlössern, die etwas abseits der "Rennstrecken" liegen, die Öffnungszeiten vorher auf deren Website zu prüfen. Gerade bei private Objekten erlebt man sonst allerlei Überraschungen.

Reisezeit Die beste Reisezeit für Frankreich hängt ganz davon ab, in welcher Region man reisen möchte. Der Norden, Westen und Osten haben ein eher gemäßigtes Klima, hier empfiehlt sich die Zeit von von April bis September, zumal dann die meisten Schlösser und Burgen regelmäßige Öffnungzeiten haben. Im mediterranen Klima des Südens kann die angenehme Zeit noch bis weit in den Oktober reichen.

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Reiseführer Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir gerne MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps, inkl. kostenloser Touren-App & Update-Service.

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