Dunster Castle

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Dunster Castle über dem Tal © MarcnTomsMum0
Torhaus in Dunster Castle © burgen
Torhaus in Dunster Castle © burgen
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Dunster Castle: Wappen am Torhaus © burgen.de
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Dunster Castle: Die mittelalterliche Turmruine © burgen.de
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Dunster Castle: Wappen über dem Eingang © burgen.de
Schlafzimmer in Dunster Castle Steve Bittinger
Schlafzimmer in Dunster Castle © Steve Bittinger | (CC BY 2.0)
Salon in Dunster Castle Steve Bittinger
Salon in Dunster Castle © Steve Bittinger | (CC BY 2.0)
Bibliothek in Dunster Castle Steve Bittinger
Bibliothek in Dunster Castle © Steve Bittinger | (CC BY 2.0)
Panele in Dunster Castle nicksarebi
Geschnitzte Treppenpanele in Dunster Castle © Nick Sarebi | (CC BY 2.0)
Subtropische Gärten in Dunster Castle © burgen.de
Subtropische Gärten in Dunster Castle © burgen.de
Wissenswertes über Dunster Castle

Lesezeit: 4 min

Viel ist von der ursprünglichen Burg aus dem Mittelalter nicht übrig geblieben – nur das Torhaus aus dem 13. Jahrhundert. Insgesamt 21 Generationen von Luttrells haben in Dunster gelebt, aber die ursprüngliche normannische Festung wurde von jemanden anderes gebaut.


Sie wurde im 17. und 19. Jahrhundert schrittweise zu einem Herrenhaus umgebaut. Das Castle thront über dem malerischen Dorf Dunster und von hier hat man einen herrlichen Blick nach Westen auf das Exmoor und nach Norden auf den Bristolkanal.


Von den Sachsen zu der Familie Mohun


Die Gegend ist schon seit über 1.000 Jahren besiedelt. Die erstens schriftlichen Quellen berichten von einem sächsischen Häuptling Aelfric, welcher an der Seite König Harolds in der Schlacht von Hastings im Jahr 1066 kämpfte.


Nach dem Sieg William des Eroberers in dieser Schlacht erhielt Wiliam de Mohun die Ländereien für seinen Einsatz in der Schlacht. Im frühen 12. Jahrhundert baute Wiliam II de Mohun steinerne Befestigungen, um die

Erdwerke seines Vaters zu stärken.

Der älteste noch stehenden Teil der Burg ist das Torhaus aus dem 13. Jahrhundert, welches den Eingang zum unteren Hof bildete. Der Erbauer war Reynold de Mohun II.

Der erste Besitzer der Familie Luttrell

Im Jahr 1376 musste die Witwe von John de Mohun, dem die Burg seit 1330 gehört hatte, aufgrund drückender Schulden die Anlage verkaufen. Sie erhielt von Lady Elizabeth Luttrell 5.000 Mark, erbat sich aber ein lebenslanges Wohnrecht. Da Joan de Mohun die Lady Elizabeth überlebte, war Hugh der erste Luttrell, der auf Dunster Castle lebte.

Im Jahr 1571 war das Schloss baufällig und als George Luttrell, der geerbt hatte, beschloss es zu sanieren. Er beauftragte William Arnold mit der Umwandlung in ein traditionelles jakobinisches Herrenhaus. Arnold wurde der schlampigen Arbeit angeklagt, die Baukosten hatten sich fast verdreifacht. Die Stuckdecke in der Halle sind noch Original von Arnold.

Zerstörung im Bürgerkrieg

Während des Bürgerkrieges hatte Thomas Luttrell keine Sympathien für die Royalisten und seine Frau Jane eröffnete sogar das Feuer auf diese, als sie vor der Burg auftauchten.

Als das nahe Taunton an die Royalisten fiel, lieferte Thomas die Burg aus. Später wurde Dunster Castle von den Parlamentstruppen 160 Tage belagert, bevor es sich ehrenvoll ergab. 1650 befahl Cromwell die Zerstörung der Burg. In 12 Tagen rissen 200 Männer die Wälle ein, nur das Herrenhaus und 2 Torhäuser überlebten.

Renovierungen und Schulden

30 Jahre später kamen Francis und Mary Luttrell nach Dunster. Sie renovierten die Anlage und ergänzten die Decke im Dining Room sowie die Treppenpanele. Diese wunderschön geschnitzte Treppe aus Eiche und Ulme ist einer der Höhepunkte in Dunster – sie ist mit Jagdszenen verziert. Jede Tafel der Treppe wurde aus einem einzigen Stück Ulme geschnitzt.

Bald waren sie hoch verschuldet und nach dem Tod von Francis im Jahr 1690 nahm seine Witwe alle beweglichen Sachen und zog nach London, wo das meiste im großen Feuer von 1696 zerstört wurde.

Auch der Beginn des 18. Jahrhundert war von Schulden geprägt. Francis‘ Sohn und Erbe Alexander verstarb jung. Seine Witwe Dorothy brauchte noch 20 Jahre, um die Schulden abzuzahlen.

Trotzdem ließ sie eine neue Kapelle bauen und einen neuen Weg zum Schloss anlegen. Außerdem ebnete sie den Berg ein und legte Grünflächen und Gärten an. Auch ein Sommerhaus entstand.

Die nächsten Genrationen lebten nicht mehr auf der Burg. Erst 1867 erbte mit George Fownes Luttrell ein Mann die Burg, der hier auch wieder leben wollte. Er gab umfangreiche Umbauten in Auftrag – es war modern, einer bestehenden Burg eine neugotische Atmosphäre zu geben.

Er ließ Türme für Salons und Essräume bauen und Modernisierungen durchführen.

Alexander Luttrell erbe das Anwesen im Jahr 1910, beschloss aber lieber in East Quantoxhead zu leben. Sein Sohn Geoffrey und seine Frau Alys zogen 1920 in das Schloss und brachten wieder Leben in das Haus. Sie veranstalteten viele Wohltätigkeitsbälle, Konzerte und Jagdgesellschaften. Als Alexander 1944 starb, war die Familie hoch verschuldet. Sein Sohn Geoffrey musste es 1949 verkaufen, konnte es aber schon 5 Jahre später zurückerlangen.

Sein Sohn Walter gab Dunster Castle im Jahr 1976 in die Obhut des National Trust.

Besonderheiten

Dunster Castle erhebt sich auf einem steilen Hügel, 85m über dem Meeresspiegel mit wunderschönen Ausblicken in die weite Landschaft. Das Schloss ist von Gärten umgeben, am Südhügel gibt es einen subtropischen Garten indem sogar die berühmte Dunster Zitrone wächst. Außerdem ist hier die National Collection of Arbutus (Erdbeerbäume) zuhause.

In der Krypta kann man in den Sommermonaten über eine Batcam die hauseigenen Fledermäuse beobachten.

Der Dunster Castle Express ist ein Dampfzug der Gäste von Bishops Lydehard nach Dunster und zurück durch die schöne Landschaft West Somersets fährt. Im Preis inkludiert sind neben der Fahrt auch der Transfer vom Bahnhof zum Schloss und der Eintritt.

Wir danken dem National Trust für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen bei burgen.de.

Eintrittspreise
Erwachsene: £13.00
Kinder: £6.50
Familien: £32.50

National Trust Touring Pass: kostenfrei.

Der National Trust Touring Pass ist über die NT- Website verfügbar.

(Stand 2022)
Öffnungszeiten
31.März bis 30.Oktober 2022:
Gärten täglich von 10:00h bis 17:00h
Burg täglich von 10:00h bis 16:00h

05.November bis 18.Dezember 2022:
Samstag & Sonntag
Gärten von 10:00h bis 16:00h
Burg von 10:00h bis 15:00h

19.Dezember bis 31.Dezember 2022:
Gärten täglich von 10:00h bis 16:00h
Burg täglich von 10:00h bis 15:00h
(außer 24. & 25.Dezember)

(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Reisetipps

Englands Südwesten ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und bietet alles, was wir von England erwarten.

Das milde Klima ist perfekt für die vielen traumhaften Gärten, die Küste bietet Strände zum Entspannen und Steilklippen mit Höhlen für Entdeckungen und atemberaubende Aussichten.

Das beliebte Rundreiseziel umschließt die alten Grafschaften Somerset, Dorset, Devon und Cornwall.

Reisezeit

Bedingt durch den Golfstrom ist das Klima in Südwestengland besonders mild. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt.

Im Sommer wird es kaum richtig heiß, Temperaturen um durchschnittlich 20 Grad sind die Regel. Insgesamt ist das Klima relativ feucht, oft wechselhaft und unbeständig.

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September - in der englischen Ferienzeit von Mitte Juli bis Ende August ist aber auch die touristische Hochsaison. Gerade die Regionen am Meer und die Nationalparks können jetzt ziemlich voll sein. Wer die vielen Gärten oder Parks besichtigen möchte, sollte sich auf die Haupt-Blütezeit im späten Frühjahr konzentrieren.

Im Winter - meist von Oktober bis Ostern - sind viele Burgen und Schlösser geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet.

Tickets

Viele der Burgen, Schlösser & Gärten sind der Hochsaison beliebte Sehenswürdigkeiten. Bestellen Sie die Karten im Vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Außerhalb der Saison empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher auf der jeweiligen Website zu prüfen. So erspart man sich allerlei böse Überraschungen.

Richtig sparen kann man mit sogenannten Touringpässen. Die Pässe erscheinen erstmal hochpreisig, rechnen sich aber ziemlich schnell, wenn man mehrere Objekte besucht.

  • Der National Trust Touring Pass ist momentan nur über die NT- Website verfügbar. Auch wenn von dort ein Link zum Shop von Visit Britain als Alternative angegeben wird, im Moment ist der Pass dort nicht zu finden. In Südwest England sind einige der 500 Objekte des Trust zu finden. Hier finden Sie eine Übersicht.
  • Der English Heritage Overseas Visitor Pass (über getyouguide.com - unserem Partner für tolle Tour-Empfehlungen & Eintrittskarten ohne Wartezeiten) erlaubt den freien Eintritt zu über 100 Denkmälern und archäologischen Stätten. Darunter sind Highlights wie Dover Castle in Kent, Stonehenge in Wiltshire und Tintagel Castle in Cornwall. Eine Karte aller Objekte zur Reiseplanung finden Sie hier.

Anreise mit Fähre

Auf unserer Tour habe wir ganz klassisch die Fähre von Calais nach Dover genommen. Natürlich werden aber auch andere Strecken angeboten. DFDS bringt einen bequem nach Großbritannien. Die Fähren starten von vier unterschiedlichen Häfen in Nordeuropa, von Calais und Dünkirchen geht es nach Südengland.

Reiseführer & Straßenkarten

  • Wer England mit dem Auto oder Wohnmobil erfahren möchte, sollte sich zur Vorbereitung einen guten Straßen Atlas zulegen - uns hat es immer Spaß gemacht ganz "oldfashioned" mit dem Finger auf der Landkarte zu reisen. Wir arbeiten seit Jahren mit den Karten von Collins.
  • Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Dumont Cornwall & Südwestengland und Baedeker (Südengland), als Hosentaschen-Reiseführer haben wir gerne Marco Polo (England, Südengland) dabei.

Lesen

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir den Roman: Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger. Überhaupt nicht historisch, aber ein toller Einstieg in den besonderen Charme der Bewohner von Cornwall.
  • Die Krimireihe um Honey Driver von Jean G. Goodhind spielt in der Stadt Bath und ist ein klassischer "Whodunit" / Wohlfühlkrimi im Stil von Miss Marple.
  • Der Roman: Das Herrenhaus im Moor von Felicity Whitmore führt uns ins Exmoor - ein wenig Krimi, ein wenig Historisches und ein wenig Mystery.
  • Rebecca Gablé's "Von Ratlosen und Löwenherzen" bleibt mein Lieblingsbuch für den Einstieg in die englische Geschichte.

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