Schloss Dachau

Schloss-Dachau_Rueckseite_5370
Schloss Dachau - Blick auf die Rückseite
Schloss-Dachau_Eingang_5298
Schloss Dachau - Vorderseite
Schloss-Dachau_Blick-aus-dem-Park_5305
Schloss Dachau - Südseite
Schloss-Dachau_Brunnen_5369
Schloss Dachau - Brunnendetail
Schloss-Dachau_Weg-im-Park_5337
Schloss Dachau - Weg im Park
Schloss-Dachau_Fernblick_5339
Schloss Dachau - Blick aus dem Garten
Schloss-Dachau_Fassadenschmuck_5387
Schloss Dachau - Fassadendetail
Karte
Wissenswertes über Schloss Dachau

Lesezeit: 3 min

Der Dachauer Schlossberg erhebt sich über 500 Meter über der oberbayerischen Kreisstadt Dachau. Als Kreuzung wichtiger Handelsrouten, die über mehrere Furten durch den Fluss Amper führten, war die Region schon seit der Steinzeit besiedelt.

Schon um 1100 beginnt die Geschichte der Burg Dachau, gebaut durch die Grafen von Dachau, wenn auch nicht am gleichen Ort. Der einmalige Fernblick bis zu den Alpen war ein nicht zu unterschätzender strategischer Vorteil. Doch schon Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burg abgerissen und unter den Wittelsbachern Herzögen Ernst und Wilhelm an der heutigen Stelle als Steinburg wieder aufgebaut. Schon damals gab es hier Gartenanlagen.

Unter Herzog Wilhelm IV. und vor allem seinem Sohn Herzog Albrecht V wird diese Burg ab 1558 durch ein vierflügeliges Renaissance-Schloss mit Hofgarten ersetzt. Ein Originalgedenkstein im Vestibül erinnert noch heute an die Bauherren. Aus dieser Zeit stammen die Grisaillemalerei von Hans Thonauer und die prunkvolle Renaissance-Holzdecke von Hans Wisreutter - eine der bedeutendsten in Süddeutschland - im Festsaal. Sie wurde 1868 ausgebaut und im Bayerischen Nationalmuseum ausgestellt, erst 1977 kam sie an ihren angestammten Platz zurück.

Während des 30- jährigen Krieges verdanken das Schloss und die Gärten dem Hofgärtner des Kurfürsten, dass die Anlage nicht völlig zerstört wird.

In der Zeit des Kurfürsten Max Emanuel im 17. Jahrhundert war das große Vorbild der Hof des französischen Sonnenkönigs,Louis XIV. Der bayerische Herrscher ließ weitere bekannte Barockanlagen wie Nymphenburg, Schleissheim oder Fürstenried erbauen. Schloss Dachau diente als sein Maison de Plaisier, als Lustschloss in seinem großen Jagdrevier. Von 1715 bis 1717 entstand das barocke Aussehen des Saaltrakts durch Joseph Effner.

Der Kurfürst war es auch, der ab 1715 dem Dachauer Hofgarten sein barockes Aussehen gab. Der Hofbaumeister des Kurfürsten, Joseph Effner ließ anstelle der Blumen- und Kräuterbeete zwei große Broderien mit geschnittenem Buchsbaum und Blumen anlegen. Im gleichzeitig erworbenen Wald im Westen der Anlage fand sich sogar ein Spielgarten mit einer Kegelbahn.

Im Jahr 1776 kam es durch einen abrutschenden Hang zu größeren Schäden im Garten - es begann der langsame Verfall der Anlage. Seit 1715 gab es eine Freitreppe, die Schloss und Garten verband. Diese wurde 1792 abgerissen und durch eine einfache Rampe ersetzt.

Kurfürst Max IV Joseph stammte aus einer Pfälzer Seitenlinie der Familie der Wittelsbacher und war ab dem Jahr 1806 der erste König des neugegründeten Königreichs Bayern. Er galt als exzentrisch und volksnah. Schloss Dachau verlor unter seinen sparsamen Hofhaltung drei der vier Flügel - sie waren in den napoleonischen Kriegen schwer beschädigt worden und eine Restaurierung wäre zu kostspielig gewesen. Nur der Südwestflügel, der sogenannte Tanzsaaltrakt zum Hofgarten hin, blieb stehen.

Auch der Garten wurde vereinfacht. Hofgärtenintendant und Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell, der auch den englischen Garten in München schuf, ließ ab dem Jahr 1802 die barocken Parterres durch fünf große Areale mit Obstbäumen ersetzen.

Ab 1908 wurde das Schloss für Ausstellungen der Dachauer Künstlervereinigung genutzt. Das Programm der Dachauer Schlosskonzerte ist in der Tourist-Information der Stadt Dachau erhältlich.

Schloss und Hofgarten Dachau stehen unter der Verwaltung der Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

Etwas ganz besonderes ist der Bienengarten im Schloss Dachau. Er ist im Rahmen der Schlossgartenöffnungszeiten öffentlich zugänglich. Umgeben von intakter Natur fühlen sich die Bienen im Schlossgarten wie im Paradies.
Kindergartengruppen, Schulklassen und Erwachsenen kann nach Terminvereinbarung ein Blick in die Welt der Bienen gezeigt werden.

April bis September
Jeden 1. Samstag im Monat wird um 15 Uhr die Bienenkugel geöffnet.
Für alle Bieneninteressierte -ohne Anmeldung- kostenfrei.
Eintrittspreise
2,00€ regulär
1,00€ ermäßigt

Der Eintritt in den Hofgarten ist frei.

Es finden keine regelmäßigen Führungen statt, es gibt aber regelmäßig Themenführungen.
Gruppen-Führungen werden auf Anfrage durch die Tourist-Information der Stadt Dachau vermittelt.

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
April bis September: 9:00h bis 18:00h
Oktober-März: 10:00h bis 16:00h
Montags geschlossen

Geschlossen am:
1. Januar, Faschingsdienstag,
24., 25. und 31. Dezember

Hofgarten
täglich ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit (längstens bis 20 Uhr)

Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
(Stand 2020)
Hotels in der Nähe
Schöne Vorschläge finden Sie hier bei unserem Partner booking.com.
Touren-Tipps
Reisetipps

  • Geld sparen – Jahreskarten + Mehrtagestickets der Bayerischen Schlösserverwaltung ermöglichen den günstigen Eintritt in über vierzig der schönsten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Die Karten kosten für Einzelpersonen 45€, für Familien 65€. Alle Details gibt’s hier.
  • Lesefutter – für die Vorbereitung der Touren sind die Führer “Bayerns Schlösser und Burgen” sowie “Frankens Schlösser und Burgen” aus dem Husumverlag sehr nützlich.

WEITERE NÜTZLICHE LINKS: