Burg und Festung Regenstein

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Regenstein mit Blick ins Harzvorland © burgen.de DSC00075
Burg Regenstein mit Blick ins Harzvorland © burgen.de
Regenstein Panorama © burgen.de DSC00085
Burg Regenstein | Panorama © burgen.de
Regenstein - Mächtige Mauern © burgen.de DSC00087
Burg Regenstein | Mächtige Mauern © burgen.de
Regenstein Tor © burgen.de DSC00081
Burg Regenstein | Tor zur Festung © burgen.de
Regenstein Kavernen © burgen.de DSC00059
Burg Regenstein | Zugang zu den Höhlen © burgen.de
Regenstein mit Resten des mittelalterlichen Turms © burgen.de DSC00064
Burg Regenstein | Überreste des alten Bergfried © burgen.de
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Wissenswertes über Burg und Festung Regenstein

Lesezeit: 10 min

Eingebettet in die malerische Landschaft des Harzvorlandes thront die Ruinen der Burg Regenstein – ein historisches Wahrzeichen mit einer faszinierenden Geschichte. Seit ihrer ersten Erwähnung im 12. Jahrhundert hat diese imposante Felsenburg Generationen von Besuchern in ihren Bann gezogen.


Lage und Besonderheiten der Burg Regenstein


Die Reste der Burg befinden sich auf einem fast 300 Meter hohen Felssporn aus Sandstein nördlich der Stadt Blankenburg (Harz). Das Besondere: Die Burg wurde in den Stein gehauen und weist heute noch 32 Felsräume und Gräben auf. Darüber hinaus verfügte die Burg im Mittelalter über zahlreiche Gebäude, vier Tore und sieben Türme.


Die Felsenkammern und Bergfriedreste sind für Abenteurer aller Altersgruppen offen. Über steinige Pfade erreicht man Katakomben, das Teufelsloch, die alte Burgkapelle und das Verlies. Oben erwartet Sie oft eine „steife Brise“, aber bei gutem Wetter ist die Aussicht atemberaubend.


Geschichtlicher Hintergrund der Burg Regenstein


Die Anfänge der Burg und ihre Herrscher


Die bekannte Geschichte beginnt 1169 mit

Konrad (I.) von Regenstein, der als Sohn des Blankenburger Grafenhauses den Felsen erhielt und hier eine eigene Herrschaft aufbaute.

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Konflikte und Zerstörung der Burg Regenstein

Für den Felsen Regenstein beanspruchte Heinrich der Löwe jedoch ein Oberlehen. Konrad geriet als Parteigänger der Welfen in die Auseinandersetzungen zwischen Herzog Heinrich dem Löwen und Kaiser Friedrich Barbarossa. Diese Burg wurde wohl 1180 zerstört und ein paar Jahre später wieder aufgebaut.

Die Rolle des Regensteins im Mittelalter

Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war der Regenstein Herrschaftsmittelpunkt der gleichnamigen Grafschaft, deren Territorium den größten Teil des Nordharzes und seines Vorlandes umfasste. Im 14. Jahrhundert dominierten die Linien Blankenburg, Regenstein und Heimburg den Harzgau. Graf Albrecht II. aus Regenstein, bekannt aus Sagen als Raubgraf, lebte im 14. Jahrhundert, doch sein Ruf ist historisch wohl übertrieben.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Burg zugunsten von Blankenburg und Derenburg aufgegeben. Sie verfiel und wurde zur Ruine. 1599 erlosch die Regensteiner Linie, und ihr Besitz wurde Teil des Herzogtums Braunschweig.

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  • Die Burg Regenstein wird zur Festung

    Die Burg Regenstein wurde ab 1671 von den Preußen zur Festung erweitert, wobei die ursprüngliche Burg nur einen Bruchteil des Areals einnahm. Nach einem Blitzschlag 1736 und Erweiterungen durch Franzosen und Preußen blieben hauptsächlich Kasematten und ein restauriertes Eingangstor erhalten.

    Die Festung zeichnet sich durch zahlreiche in den Fels gehauene Räume aus, darunter auch Pferdeställe. Goethe besuchte den Regenstein 1784, um geologische Untersuchungen durchzuführen, wovon Zeichnungen und eine Gesteinsprobe zeugen.

    Architektur und Erscheinungsbild von Burg Regenstein

    Ihr heutiges Erscheinungsbild ist vor allem durch die lange Nutzung als preußische Festung geprägt, die ihrer Bestimmung gemäß auch Artilleriebeschuss standhalten musste. Aus dieser Zeit stammen auch die weit gespannten Außenmauern. Die mittelalterliche Burg nahm eine wesentlich kleinere Fläche ein und konzentrierte sich auf den höchsten Teil des Felsens. Dort sind noch ältere, wenn auch überformte Räume zu sehen, die in einem scheinbar verwirrenden System in den relativ weichen Sandstein gehauen wurden.

    Der Burgbrunnen aus 1671, mit einer beeindruckenden Tiefe von über 197 Metern, gilt als der tiefste Burgbrunnen weltweit. Er wurde 1885 vollständig verschüttet.

    Geographische Lage

    Die Burgruine liegt im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt, etwa 3 km nördlich von Blankenburg. Sie befindet sich auf den Sandsteinfelsen des Regensteins, der steil aus dem Harzvorland aufragt. Unterhalb der Ruine liegen die rekonstruierten Reste der Regensteinmühle aus dem 12. Jahrhundert und die Großen und Kleinen Sandhöhlen.

    Tourismus auf Burg Regenstein

    Die touristische Nutzung des Burggeländes begann im Jahr 1812. Die Burgruine ist ein beliebtes Ausflugsziel. Jährlich finden hier ein Ritterspiel und ein Garnisonsfest statt. Die Ruine ist auch Teil des Systems der Stempelstellen der Harzer Wandernadel.

    Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Burg Regenstein

    • Kloster Michaelstein: Ein historisches Kloster mit einem schönen Kräutergarten und einem Musikinstrumentenmuseum.
    • Teufelsmauer: Eine beeindruckende Felsformation, die sich über mehrere Kilometer erstreckt und zahlreiche Wanderwege bietet.
    • Hexentanzplatz Thale: Ein Plateau mit einer beeindruckenden Aussicht, einem Tierpark und der Sage nach ein Treffpunkt für Hexen.
    • Schloss Blankenburg: Ein prächtiges Barockschloss, das einst die Residenz der Herzöge von Braunschweig war.
    • St. Bartholomäus Kirche: Eine beeindruckende Kirche in Blankenburg aus dem 13. Jahrhundert mit einem prächtigen Altar und beeindruckenden Glasfenstern.
    • Wernigerode: Eine charmante Fachwerkstadt am Fuße des Harzes: Die bunte Altstadt, das historische Rathaus und die engen Gassen laden zum Bummeln und Entdecken ein. Mit seiner Nähe zum Brocken ist Wernigerode auch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Harz. Das malerische Wernigerode, das hoch über der Stadt Wernigerode thront, bietet einen Einblick in das Leben des Adels im 19. Jahrhundert.
    • Harzer Schmalspurbahnen: Historische Dampfzüge, die durch die malerische Landschaft des Harzes fahren und Stationen wie den Brocken und Quedlinburg anfahren.
    • Rappbodetalsperre: Die größte Talsperre im Harz mit einer beeindruckenden Hängebrücke und viel abenteuerlicher Action..
    • Tropfsteinhöhle Baumannshöhle: Eine der ältesten Schauhöhlen Deutschlands mit beeindruckenden Stalaktiten und Stalagmiten.
    • Brocken: Der höchste Berg im Norden Deutschlands, bekannt für seine Flora, Fauna und den Brockenbahn.

    Anfahrt

    Rund 10 km südwestlich von Halberstadt, auf einem Felsmassiv 3km nördlich von Blankenburg. Das Gelände ist als museale Anlage hergerichtet und dementsprechend zugänglich. Eine direkte Anfahrt ist für Behinderte möglich. Erforderlicher Fußweg vom Autoparkplatz beträgt etwa 15 geschlenderte Minuten.

    Eintrittspreise
    Erwachsene: 4,00€
    Kinder ab 6 Jahre: 2,00€
    20 % Ermäßigung mit dem Blankenburger Urlaubsticket und der Harzgastkarte
    Mit der Harzcard erhalten Sie freien Eintritt!

    Preise gelten nicht für Sonderveranstaltungen.

    (Stand 2023)
    Öffnungszeiten
    April bis Ende Oktober: täglich von 10:00h bis 18:00h
    November bis März: dienstags bis sonntags 10:00h bis 16:00h
    Einlassschluss: 30 Minuten vor Ende

    Geschlossen: Heiligabend, Silvester, sowie bei extrem schlechter Witterung

    Bei Sonderveranstaltungen können andere Öffnungszeiten gelten.
    (Stand 2023)

    Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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