Kriebstein

Burg Kriebstein, Sachsen (Deutschland)Geschichte der Burg Kriebstein

Nur drei Kilometer flussaufwärts von Waldheim entfernt erhebt sich die Burg Kriebstein auf steilem Felsen über der Zschopau. Typologisch stellt Kriebstein die Kombination einer Turmburg mit einer Ringburg von ovalem Grundriss dar. Mit ihrer Gründung war die Burg Kriebstein Wohn- und Herrschaftssitz der Familie von Beerwalde. Der Wohnturm kann als einheitlicher Neubau des Dietrich von Beerwalde ab 1384 betrachtet werden.

1407 wurde der Burgherr aufs neue mit Kriebstein belehnt und auch die neu errichteten Gebäude, die über dem Zschopausteilhang hinausgeschobenen Anbauten (Kapellenflügel, gotische Halle) sowie kleinere Wirtschaftsgebäude wurden vollendet.

Nach dem Tod Dietrichs im Jahre 1408 fiel die Herrschaft Kriebstein an seine Witwe Elisabeth und nach deren Tod an die Tochter Klara.

1465 Erwerb der Burg und Herrschaft Kriebstein durch Hugold III. von Schleinitz, Obermarschall von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht

Ab 1471 wurde Arnold von Westfalen, der berühmten Erbauer der Albrechtsburg zu Meißen, mit größeren Um- und Erweiterungsbauten betraut. Mit den Baumaßnahmen erhielt Burg Kriebstein ihre noch heute sichtbare Ausdehnung. Sie konnte sich trotz späterer Erweiterungen und baulichen Veränderungen ihren gotischen Charakter bis in die Gegenwart hinein bewahren.

Torhaus von Burg Kriebstein
Das Torhaus von Burg Kriebstein
Nach dem Tode Hugold von Schleinitz‘ im Jahre 1490,folgten häufige Besitzerwechsel ohne größere Bautätigkeit.

Unter Georg von Carlowitz (1544 – 1550) erreichte die Herrschaft Kriebstein ihre größte territoriale Ausdehnung.

Das letzte Drittel des 17. Jahrhunderts war unter der Herrschaft deren von Schönberg von einer regen Bautätigkeit bestimmt.

Es entstanden die Aufstockungen der sich dem Wohnturm anschließenden Anbauten und des Torhauses sowie das zwischen diesen beiden Baukörpern eingespannte Treppenhaus.

An die bescheideneren baulichen Maßnamen der Herren von Milkau erinnern noch heute die Inschriften auf den Wetterfahnen der Dachreiter des Wohnturms und des Torhauses.

1825 erwarb Hanscarl von Arnim die Burg, das dann bis 1945 im Besitz der Familie von Arnim verblieb.

Bereits im Jahre 1930 wurden Teile der Burg Kriebstein zur Besichtigung freigegeben. Nach der Enteignung der Familie von Arnim im September 1945 wurde die Burg nunmehr „volkseigen“ – zunächst zu Wohnzwecken und von der Forstverwaltung genutzt. Das Museum konnte am 6. August 1949 neu eröffnet werden.

Die Burg Kriebstein mit ihrem Museum ist seit dem 1. Januar 1993 Eigentum des Freistaates Sachsen und untersteht der Sächsischen Schlösserverwaltung im Landesamt für Finanzen.

Quelle: www.burg-kriebstein.eu

Burg Kriebstein, vom Tal aus gesehen
Ein besonderes Schmuckstück in Sachsen: Burg Kriebstein

Burg Kriebstein

09648 Kriebstein
Sachsen
Deutschland

Telefon: +49-(0)34327-952-0
www.burg-kriebstein.eu

Eintrittspreise
Eintritt 6,00 €
Ermäßigter Eintritt* 3,00 €
2 Erwachsene und maximal 4 Kinder** 13,50 €
1 Erwachsener und maximal 2 Kinder** 7,50 €

Gruppentarif (ab 15 Personen) 4,80 € p.P.
Gruppentarif Schüler/Ermäßigte 2,40 € p.P.

Freier Eintritt für

  • Kinder bis 5 Jahre
  • Geburtstagskinder
  • Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Merkzeichen »B« im Schwerbehindertenausweis
  • Reiseleiter
  • Buskraftfahrer mit Reisegruppen
  • eine Begleitperson pro 10 Schüler und
  • Medienmitarbeiter jeweils mit Nachweis
  • Inhaber der schlösserlandKARTE (unter „Sachsen“)

    Öffnungszeiten
    April – Oktober: Di-Fr 10-17 Uhr / Sa+So 10-18 Uhr
    November: Sa/So/feiertags 10-16 Uhr
    Dez-Jan: geschlossen (ausgenommen Sonderveranstaltungen)
    Februar – März: Di-So: 10-16 Uhr

    Montag Ruhetag (außer feiertags)

    Letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schließzeit!
    Außerhalb der Öffnungszeiten Besichtigung nach Vereinbarung möglich.

    Anfahrt:
    Die Burg liegt südlich von Waldheim, in Richtung Talsperre.

  • Hinterlasse jetzt einen Kommentar

    Kommentar hinterlassen