Palácio Nacional da Pena

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Der Palácio Nacional da Pena © PSML Wilson Pereira
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Palácio Nacional da Pena | Innenhof © PSML Luis Duarte
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Mythologische Statuen am Palácio Nacional da Pena © PSML Luis Duarte
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Palácio Nacional da Pena | Rauchersalon © PSML Luis Duarte
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Palácio Nacional da Pena | Grosse Halle © PSML Angelo Hornak
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Palácio Nacional da Pena | Kapelle © PSML EMIGUS
Wissenswertes über Palácio Nacional da Pena

Lesezeit: 4 min

Der Palacio Nacional da Pena liegt auf einem Felsvorsprung auf einem der höchsten Hügel der Landschaft von Sintra – dem Monte da Pena. Er gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen des Landes mit seinen bunt bemalten Terrassen, dekorativen Zinnen und mythologischen Statuen.


Er ist eines der besten Beispiele des romantischen Revivalismus des 19. Jahrhunderts in Portugal, einer Mischung aus Neugotik, Neo-Manuelinismus, Neo-Renaissance und maurischen Elementen. Das Innere des Palastes ist noch immer nach dem Geschmack der einstigen Könige und Königinnen dekoriert.


Im Laufe der Jahre waren die Farben der roten und gelben Fassade verblasst. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Palast neu gestrichen und die ursprünglichen prächtigen Farben wiederhergestellt.


Am Anfang stand hier eine Kapelle

Die Anfänge dieses magischen Ortes reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine Kapelle stand. An diesem Ort ließ König Manuel I. ein Kloster errichten, das später dem Hieronymiten Orden übergeben wurde.


Zerstörung durch das große Erdbeben

Bei dem Erdbeben,

das Lissabon 1755 heimsuchte, wurde das Kloster praktisch vollständig zerstört. Dennoch blieb das Kloster aktiv und wurde erst fast ein Jahrhundert später, im Jahr 1834, nach der Aufhebung der religiösen Orden in Portugal, aufgegeben. Im Park von Pena gibt es noch immer Bereiche, die an diese Zeit erinnern, wie z. B. die Mönchsgrotte, der Ort, an dem sich die Mönche in die Abgeschiedenheit zurückzogen.

Eine königliche Hochzeit

Zwei Jahre später, 1836, heiratete Königin Maria II. Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha. Gemäß dem Ehevertrag wurde Ferdinand der Status eines Königsgemahls zuerkannt.

Ferdinand II. war einer der kultiviertesten Männer im Portugal des 19. Jahrhunderts. Er war polyglott und sprach neben Deutsch und natürlich Portugiesisch noch mehrere Sprachen.

In seiner Kindheit erhielt der damalige Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha eine gründliche Ausbildung. Sein ganzes Leben lang blieb er den Künsten verbunden, sei es als Künstler, Sammler oder Mäzen, und wurde landesweit als „Königskünstler“ bekannt.

Ferdinand verliebt sich in Sintra

Kurz nach seiner Ankunft in Portugal verliebte er sich in Sintra und erwarb aus seinem persönlichen Vermögen das Kloster des Heiligen Hieronymus, das damals noch in Ruinen lag, sowie die umliegenden Ländereien.

Ursprünglich sollte das Gebäude lediglich als Sommerresidenz für die königliche Familie restauriert werden, doch seine Begeisterung führte dazu, dass er sich für den Bau eines Palastes und die Erweiterung des bereits bestehenden Gebäudes unter der Leitung von Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege entschied, einem Mineralogen und Bergbauingenieur, der sich damals in Portugal aufhielt.

Das Gebäude ist von anderen architektonischen Strukturen umgeben, die an die mittelalterliche Vorstellungskraft erinnern, wie die Brüstungswege, die Aussichtstürme, ein Zugangstunnel und sogar eine eigene Zugbrücke. Der Palast enthält architektonische Referenzen mit manuelinischen und maurischen Einflüssen, die zusammen ein überraschendes Szenario ergeben, das an „Tausend und eine Nacht“ erinnert.

Der Park

Im Park ließ der König verschlungene Pfade angelegen, die den Besucher zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen sollten, von denen aus er die schönsten Ausblicke genießen konnte.

Das Chalet der Gräfin

Nach dem Tod von Königin Maria II. im Jahr 1853 heiratete Ferdinand später Elise Hensler, eine Opernsängerin und Gräfin von Edla. Gemeinsam bauten sie das Chalet im Park von Pena. Dieser zweistöckige, alpin inspirierte Bau enthielt eine starke landschaftliche Komponente und stand in einer ausdrucksstarken visuellen Beziehung zum Schloss.

Ein Sommerschloss

In der zweiten Phase der Nutzung von Pena durch die königliche Familie waren sein Enkel König Karl I. und Königin Amelie von Orléans anwesend. Die beiden Monarchen verbrachten einen Teil der Sommersaison im Palast, bevor sie für weitere Urlaube nach Cascais zogen.

Auch ihr Sohn Manuel II. verbrachte lange Zeit in diesem Palast, wo er seine ehemaligen fürstlichen Gemächer im noblen Stockwerk des Turms beibehielt, während er für seine offiziellen Aufgaben auch die ehemaligen Gemächer seines Vaters im unteren Stockwerk des Kreuzgangs aufsuchte.

Königin Amelie hielt sich im Palast von Pena auf, als sie am 5. Oktober 1910 von der Ausrufung der Republik überrascht wurde und von dort ins Exil ging.

Ein Nationaldenkmal

Der Palast von Pena wurde 1910 als Nationaldenkmal eingestuft und ist die wichtigste Stätte der Kulturlandschaft von Sintra, die 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Im Jahr 2000 übernahm Parques de Sintra die Verwaltung des Parks von Pena, bevor das Unternehmen 2007 die Verantwortung für die Verwaltung des Palastes übernahm.

Wir danken den Verantwortlichen von Parques de Sintra für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.

Eintrittspreise
Schloss und Park:
Erwachsene (18 - 64 Jahre) 14,00€
Jugendliche (6 - 17 Jahre) 12,50€
Senioren (über 65 Jahre) 12,50€
Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Jugendliche) 49,00€

Park:
Erwachsene (18 - 64 Jahre) 7,50€
Jugendliche (6 - 17 Jahre) 6,50€
Senioren (über 65 Jahre) 6,50€
Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Jugendliche) 26,00€
(Diese Eintrittskarte beinhaltet nicht den Zugang zu den Palastterrassen)

Die Tickets für einen bestimmten Zeitpunkt können Sie auf der Website kaufen.

(Stand 2022)
Öffnungszeiten
Park:
09:00h bis 19:00h | Letzter Einlass um 18:00h

Schloss:
09:30h bis 18:30h | Letzter Einlass um 17:30h
09H30 - 18H30

Eintrittskartenautomaten sind vorhanden.

Der Park und das Schloss sind täglich geöffnet, außer am 25. Dezember und 01.Januar.

(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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