Château Saint-Sixte

Chateau-Saint-Sixte_Luftbild-Detail
Nahaufnahme aus der Luft © Chateau Saint-Sixte
Chateau-Saint-Sixte_Luftbild-Umgebung
Luftbild mit Umgebung © Chateau Saint-Sixte
Chateau-Saint-Sixte_Eingang
Torhaus / Eingang © Chateau Saint-Sixte
Adresse
Karte
Wissenswertes über Château Saint-Sixte

Lesezeit: 3 min

Das heute unter Denkmalschutz stehende Château Saint-Sixte ist Teil des bemerkenswerten Erbes Lothringens. Mitten in der Natur und an den Ufern der Nied en Moselle gelegen, verfügte es über eine in seiner Art einzigartige Architektur und eine reiche Geschichte!

Die erste befestigte Burg wurde im 12. Jahrhundert unter Seigneur Wirich de Valcourt erbaut. Mehrmals umgebaut, bildet sie heute einen riesigen mittelalterlichen Komplex, der von verschiedenen Epochen geprägt ist.

Was von der ersten Burg übrig geblieben ist, sind die Ringmauern, auf denen der Süd- und der Nordflügel teilweise aufsetzen, sowie zwei Bögen der alten Zugbrücke.

Die Burg in ihrer ursprünglichen Form wurde vor 1536 zerstört und durch einen Neubau ersetzt, dessen Architektur der heutigen Burg sehr ähnlich gewesen sein muss.
Die erste Bauphase dauerte von 1536 bis 1546 und führte zur Errichtung der gesamten Gebäude und vier Treppentürmen an den Innenecken. Noch heute sind acht der alten Kragsteine sichtbar, auf denen die Streben ruhten, die den Überhang des Daches trugen.

Das Schloss wurde hauptsächlich aus rosa Sandstein lokalen Ursprungs erbaut. In einigen Teilen wurde ein Stein verwendet, der "dem Jaspis-Marmor ähnelt", wie er in der Gegend von Lunéville gefunden wurde. Er eignete sich gut für die Bildhauerei, erodierte aber wegen des darin enthaltenen Gipses leicht von der Witterung. Ursprünglich waren die steil abfallenden Dächer mit Schiefer und dann teilweise mit Ziegeln gedeckt.

Das Schloss mit seinem außergewöhnlichen ovalen Grundriss war in sechs Abschnitte unterteilt, die um einen rechteckigen Hof gruppiert waren. Erlesene Dekorationen findet man an den Hoffassaden der drei Türme in der Nordwest-, Süd- und Südostecke. Der Nordostturm wurde im 18. Jahrhundert durch ein Treppenhaus ersetzt. Die Türme haben einen sechseckigen Grundriss und die im Nordwesten und Süden ein spitzes Dach und im Südosten ein Dach im kaiserlichen Stil (toiture à l'impériale ), eine geschwungenen Kuppel mit umgekehrtem Absatz, die an die Form einer geschlossenen Krone erinnert.

Die Besonderheit eines der Türme sind seine Fenster, "kriechend" genannt, sie stehen schräg und folgen dem Winkel der inneren Wendeltreppe. Diese seltene Eigenart findet man auch in Château Royal de Blois. Im Inneren haben die Türme ihre ursprüngliche Wendeltreppe mit einem spiralförmigen Kern aus Stäben beibehalten. Die aus Eichenholz gefertigten Geländer stammen je nach Standort aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Sehenswert sind neben der Burg ein Bauernhof aus dem Jahre 1765. Im Château besichtigt man die mittelalterlichen Grundmauern, den Ehrenhof, der Rittersaal, den Turm Franz’ I. (Tourelle François 1er) und die Zimmer im Erdgeschoss.

Das Schloss ist heute in Privatbesitz. Im Jahr 1986 kaufte die Familie Gehl das Schloss und das Anwesen um das Schloss herum und übernahmen die gründliche Restaurierung des Schlosses. Seit 1991 steht es unter dem Denkmalschutz des französischen Kulturministeriums.

Zahlreiche Besichtigungsarten ermöglichen es den Besuchern, die Domäne des Château Saint Sixte, seine Geschichte, seine Architektur, seine Besitzer, seinen Park zu entdecken. Während der Woche können Sie die "Entdeckungsbesuche" für einen entspannenden Spaziergang innerhalb der Schlossmauern und im Park nutzen. An Wochenenden und Feiertagen bieten die Eigentümer Führungen an und teilen die Geheimnisse des Schlosses mit Ihnen.

Spannend nicht nur für Kinder sind ein Besuch des Maislabyrinths, der Nussschalen- Barfussweg und ein Minigolfplatz.

Wir danken den Verantwortlichen des Château Saint-Sixte für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Besuch ohne Führung: 2,50€ // Kinder frei
Besuch mit Führung 5,00€

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Château:
01. Juli bis 30.September:
Dienstag und Donnerstag von 11:00h bis 17:00h ohne Führung
Mittwoch 14:00h, 15:00 und 16:00h ohne Führung
Besuche mit Führungen: Samstags, Sonntags und an Feiertagen um 15:00h

01. Oktober bis 30.September:
Mittwoch 14:00h, 15:00 und 16:00h ohne Führung
Besuche mit Führungen: Samstags, Sonntags und an Feiertagen um 15:00h


Die Domaine öffnet ihre Türen vom 28. Juni 2020 bis zum 27. September 2020.
Jeden Sonn- und Feiertag von 10:00h bis 19:00h (letzter Einlaß um 16:30h).

(Stand 2020)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
Hotels in der Nähe
Schöne Vorschläge finden Sie hier bei unserem Partner booking.com.
Touren-Tipps
Reisetipps

Das flächenmäßig größte Land Europas hat ein abwechslungsreiches Klima, welches das Land durch alle Jahreszeiten zu einem attraktiven Reiseziel macht. Für Städtebesichtigungen oder Burgentouren sind die Frühjahrs- und Herbstmonate zu empfehlen, mit dem niederschlagsarmen Frühjahr und dem milden Herbst. Grundsätzlich empfiehlt sich gerade bei den kleineren Schlössern, die etwas abseits der „Rennstrecken“ liegen, die Öffnungszeiten vorher auf deren Website zu prüfen. Gerade bei private Objekten erlebt man sonst allerlei Überraschungen.

Reisezeit
Die beste Reisezeit für Frankreich hängt ganz davon ab, in welcher Region man reisen möchte. Der Norden, Westen und Osten haben ein eher gemäßigtes Klima, hier empfiehlt sich die Zeit von von April bis September, zumal dann die meisten Schlösser und Burgen regelmäßige Öffnungzeiten haben. Im mediterranen Klima des Südens kann die angenehme Zeit noch bis weit in den Oktober reichen.

Tickets
Viele der französischen Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie die Karten im vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Reiseführer
Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir gerne MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps, inkl. kostenloser Touren-App & Update-Service.

Lesen
Buchcover "So sind die Franzosen" - amüsierte Hilfe zum Umgang mit unseren geliebten Nachbarn =)

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir das Buch „So sind sie, die Franzosen: Die Fremdenversteher von Reise Know-How“ (Knapp) – etwas bissig und voller humorvoller Einsichten.
  • Die Romanreihe Fortune de France von Robert Merle erzählt in immerhin 13 Bänden die Geschichte Frankreichs im 16. und 17. Jahrhundert. Sicherlich ein Brocken, aber eine tolle Vorbereitung auf die Schlösser der Loire und all die Francois, Louis und Henris, die einem in den Schlössern begegnen.
  • Eine der beeindruckendsten Gestalten des Mittelalters ist Eleonore von Aquitanien, ihrem Leben kann man sich mit dem Buch „Die Löwin von Aquitanien: Historischer Roman“ von Tanja Kinkel unterhaltsam nähern.

Und natürlich ist die Website des Französischen Fremdenverkehrsamtes (www.france.fr) eine reiche Quelle von Inspiration und Information. Merci beaucoup.