Château de Losse

Chateau-de-Losse_Blick-vom-Fluss
Toller Blick über den Fluss © Château de Losse
Chateau-de-Losse_Luftbild
Luftbild © Château de Losse
Chateau-de-Losse_Mobiliardetails
Ausstellungsdetails © Château de Losse
Chateau-de-Losse_Rundweg-Rosengarten
Rundweg Rosengarten © Château de Losse
Chateau-de-Losse_Knott-Garden
Knott Garden © Château de Losse
Adresse
24290 Thonac
Nouvelle-Aquitaine
Frankreich

Karte
Wissenswertes über Château de Losse

Lesezeit: 3 min

Eine mittelalterliche Festung - heute das Château de Losse - die auf einem steilen Hügel erbaut wurde, beherrschte lange Zeit das grüne Vézère-Tal. Es trägt auch den Namen "Tal des Menschen", denn hier finden sich Zeugnisse der menschlichen Besiedelung seit der prähistorischen Zeit, von denen die Höhle von Lascaux die bekannteste ist. Heute nur 2 Stunden von Bordeaux, Limoges und Toulouse entfernt, ist das Flusstal eine der beliebtesten Touristenregionen des Périgord.

An diesem geschichtsträchtigen Fluss liegt das Château de Losse. Innerhalb seiner Ringmauern und des tiefen Wassergrabens wurde zwischen 1570 und 1576 ein großer Wohntrakt mit einer repräsentativen Halle im Stil der Renaissance auf den mittelalterlichen Mauern errichtet.

Im Innern des Schlosses zeugen die bemerkenswerten Dekorationen und die außergewöhnlichen Stilmöbel vom großartigen Lebensstil des Jean II de Losse, Höfling unter den letzten Valois- und den ersten Bourbonen- Königen. Er war Page des französischen Königs François Iᵉʳ, diente später allen Söhnen seiner Schwiegertochter Catherine de Médicis, und wurde schließlich Privatlehrer Henri IV. Nachdem er seine Karriere am Hof beendet hatte, wurde Jean II. de Losse Gouverneur von Limousin und Guyenne und kehrte in seine Heimat Périgord zurück. Château de Losse wurde von ihm im Geschmack der Zeit umgestaltet, wobei er auch die modernen Anforderungen an die Verteidigung gegen Artillerie mit einbezog.

Das Château ist seit dem 16. Jahrhundert bis auf die Schäden der Zeit unverändert zu uns gekommen. Es wurde deshalb 1928 als "Historisches Denkmal" klassifiziert. Über eine Brücke, die den tiefen Graben überspannt, der die Mauern auf drei Seiten umgibt, gelangt man durch das Châtelet - eines der größten seiner Art in Frankreich - in den Haupthof des Schlosses. Von hier sieht man auf die elegante Fassade der Großen Halle, die charakteristischen Verzierungen sind in den goldenen Stein des Périgord gemeißelt.

Im Inneren des Schlosses führt eine wunderschöne Steintreppe majestätisch in die oberen Stockwerke mit dem Speisesaal mit seiner steinernen Gewölbedecke und Möbeln aus dem 16.Jahrhundert. Die weiteren Räume sind ebenfalls mit bemerkenswerte Ornamenten verziert, wie die aufwendig gemeißelten Kaminsimse. Dazu sind Wandteppiche und Gemälde zu bewundern.

Das Schloss besteht, wie viele Häuser im Périgord des 16. Jahrhunderts, aus verschieden hohen Gebäuden, die mit imposanten Schrägdächern bedeckt sind.

Über dem Flussufer bietet die grandiose, auf der Klippe gebaute Terrasse eine Aussicht von großer Schönheit auf das Vézère-Tal.

Um das Chateau de Losse herum befinden sich seine herrlichen Gärten, denen 2004 der Status "Jardin Remarquable" verliehen wurde. Die Gärten sind in dem formalen französischen Stil der Renaissance angelegt, mit Mauern aus Buchsbaumhecken, die in symetrische Formen geschnitten sind. Diese sind mit Katzenminze und Lavendel gefüllt und im - Chemin de Ronde - mit weißen, duftenden Rosen bepflanzt. Vom ummauerten Garten führt ein Weg durch einen Glyzinientunnel zum unteren Garten mit Rosmarin- und Lavendelmustern und einem Knotengarten. Ein Garten, dessen Anblick begeistert, der aber auch durch Duft und Farbe bezaubert.

Es werden Führungen im Inneren des Schlosses angeboten, die Besichtigung der Parks und Gärten erfolgt individuell. Beschreibende Texte gibt es in englisch, niederländisch, deutsch, italienisch und spanisch. Im " Jardin de la princesse " werden Sitzplätze und Erfrischungen für Picknicks angeboten.

Wir danken den Verantwortlichen des Château de Losse für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Erwachsene 9,50€
Studenten 7€
Kinder 4€ (7 bis 14 Jahre alt)

(Führung durch die Halle und individueller Besuch des Gartens und des Parks)

(Stand 2020)
Öffnungszeiten
01.Mai bis 30.September von 12:00h bis 18:00h( bis 11:00h im Jni.Juli und August)
Geschlossen am Samstag, außer an Festtagen am Wochenende.
(Stand 2020)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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Touren-Tipps
Reisetipps

Das flächenmäßig größte Land Europas hat ein abwechslungsreiches Klima, welches das Land durch alle Jahreszeiten zu einem attraktiven Reiseziel macht. Für Städtebesichtigungen oder Burgentouren sind die Frühjahrs- und Herbstmonate zu empfehlen, mit dem niederschlagsarmen Frühjahr und dem milden Herbst. Grundsätzlich empfiehlt sich gerade bei den kleineren Schlössern, die etwas abseits der „Rennstrecken“ liegen, die Öffnungszeiten vorher auf deren Website zu prüfen. Gerade bei private Objekten erlebt man sonst allerlei Überraschungen.

Reisezeit
Die beste Reisezeit für Frankreich hängt ganz davon ab, in welcher Region man reisen möchte. Der Norden, Westen und Osten haben ein eher gemäßigtes Klima, hier empfiehlt sich die Zeit von von April bis September, zumal dann die meisten Schlösser und Burgen regelmäßige Öffnungzeiten haben. Im mediterranen Klima des Südens kann die angenehme Zeit noch bis weit in den Oktober reichen.

Tickets
Viele der französischen Kulturdenkmäler gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Europas. Bestellen Sie die Karten im vorhinein und vermeiden damit Enttäuschungen.

Reiseführer
Als Lektüre und zur Vorbereitung verwenden wir gerne die Reiseführer von Baedeker Reiseführer Frankreich oder Lonely Planet Reiseführer Frankreich (Lonely Planet Reiseführer Deutsch). Als Hosentaschen-Reiseführer nutzen wir gerne MARCO POLO Reiseführer Frankreich: Reisen mit Insider-Tipps, inkl. kostenloser Touren-App & Update-Service.

Lesen
Buchcover "So sind die Franzosen" - amüsierte Hilfe zum Umgang mit unseren geliebten Nachbarn =)

  • Wer sich mit Büchern einstimmen möchte, dem empfehlen wir das Buch „So sind sie, die Franzosen: Die Fremdenversteher von Reise Know-How“ (Knapp) – etwas bissig und voller humorvoller Einsichten.
  • Die Romanreihe Fortune de France von Robert Merle erzählt in immerhin 13 Bänden die Geschichte Frankreichs im 16. und 17. Jahrhundert. Sicherlich ein Brocken, aber eine tolle Vorbereitung auf die Schlösser der Loire und all die Francois, Louis und Henris, die einem in den Schlössern begegnen.
  • Eine der beeindruckendsten Gestalten des Mittelalters ist Eleonore von Aquitanien, ihrem Leben kann man sich mit dem Buch „Die Löwin von Aquitanien: Historischer Roman“ von Tanja Kinkel unterhaltsam nähern.

Und natürlich ist die Website des Französischen Fremdenverkehrsamtes (www.france.fr) eine reiche Quelle von Inspiration und Information. Merci beaucoup.