Château de Chaumont

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Château de Chaumont in seinen Gärten © burgen.de
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Château de Chaumont über der Loire © burgen.de
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Château de Chaumont | Das Haupttor © burgen.de
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Château de Chaumont | Innenhof © burgen.de
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Château de Chaumont | Schlafzimmer der Catherine de Médicis © burgen.de
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Château de Chaumont | Schlafzimmer des Ruggieri © burgen.de
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Château de Chaumont | Grand Salon © burgen.de
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Château de Chaumont | Blick auf die Stallungen © burgen.de
Wissenswertes über Château de Chaumont

Lesezeit: 6 min

Das Château de Chaumont-sur-Loire erhebt sich majestätisch über dem UNESCO-Weltkulturerbe des Loire-Tals. Mit einer Höhe von 40 Metern über dem Fluss ist es das höchstgelegene Schloss der Gegend und eines der wenigen, die direkt an der Loire liegen.


Der Name des Schlosses hat seine Wurzeln in den Begriffen „Chauve Mont“ (kahler Berg) und später „Chaud Mont“ (heißer Berg).


Geschichte und Architektur


Im 10. Jahrhundert wurde das Schloss von Eudes I., dem Grafen von Blois, als Grenzfestung gegen die Grafschaft Anjou errichtet, die von Foulques III Nera kontrolliert wurde. Im Laufe der Zeit kam es in den Besitz des normannischen Ritters Gelduin, der es erweiterte. Durch eine Erbschaft gelangte es schließlich in den Besitz der Familie d’Amboise, wo es für die nächsten 500 Jahre verbleiben sollte.


1465 wurde das Schloss von König Louis XI als Strafe für eine Verschwörung gegen ihn zerstört. Pierre d’Amboise konnte jedoch die Gunst des Königs zurückgewinnen und begann mit

dem Wiederaufbau. Sein Sohn Charles und er begannen mit dem Wiederaufbau von Chaumont. Sie errichteten den heuten zerstörten Nordflügel, den Westflügel, den Turm von Amboise und den ersten Teil des Südflügels.

Unter der Herrschaft von Louis XII stieg die Familie d’Amboise zu großer Macht auf, und das Schloss erlebte eine Phase intensiver Bautätigkeit. Der Enkel von Pierre, Charles II nimmt den Bau des Schlosses wieder auf und läßt die Kapelle, den Ost- und Südflügel, die Vorburg, den Saint Nicolas Turm sowie die Ehrentreppe bauen.

George d´Amboise war Erzbischof von Narbonne und Kardinal, später wurde er Gesandter des Papstes. Als einer der ersten führte er den italienischen Stil in Frankreich ein. Als sein Neffe Charles II die Generalstatthalterschaft in Mailand übernahm, zog der Kardinal nach Chaumont und überwachte die Arbeiten.

  • Entdecken Sie mehr Burgen und Schlösser in der Loire-Region
  • Bedeutende Bewohnerinnen

    Catherine de Médicis erwarb das Anwesen im Jahr 1560 und soll hier von ihrem Hofastrologen Cosimo Ruggieri düstere Prophezeiungen erhalten haben. Angeblich soll er auf Chaumont das Ende der Valois-Dynastie und den Aufstieg der Bourbonen vorhergesagt haben. Einen Turm neben ihren Gemächern soll er als sein Observatorium genutzt haben und hier in einem magischen Spiegel der Königin das Schicksal ihrer Söhne gezeigt haben.

    Nach dem Tod ihres Mannes Henri II im Jahr 1559 zwang sie dessen Maitresse Diane de Poitiers deren geliebtes Chenonceau gegen Chaumont zu tauschen. Diane hielt sich nur selten auf dem Schloss auf – sie bevorzugte Schloss Anet – ließ aber trotzdem die Ausbauten fortführen. Die Wehrgänge mit Pech-Erkern wurden zu dieser Zeit gebaut, sie ließ auch zahlreiche Embleme mit ihren Wappen anbringen.

    Änderungen und Renovierungen

    Im 18. Jahrhundert gehört das Anwesen der Familie Nicolas Bertin de Vaugyen, ab 1750 Jacques Donatien Le Ray. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde durch den Abriss des Nordflügels der Innenhof in Richtung des Loire-Tals geöffnet, eine Terrasse mit einem schönen Panoramablick entstand. Das Schloss verlor einen Teil seines Burgcharakters und wurde in ein Lustschloss umgewandelt.

    Im 18. Jahrhundert wurde das Schloss in ein Lustschloss umgewandelt, und im Jahr 1772 wurden Manufakturen für Töpferware und Kristallherstellung eingerichtet. Geleitet wurden sie von dem berühmten italienischen Bildhauer Jean-Baptiste Nini. Seine Portraitmedaillons großer Persönlichkeiten aus Terrakotta waren sehr populär. Das Schloss besitzt noch heute eine Sammlung. Der gigantische kegelförmige Ofen kann heute im Rahmen einer Führung durch die Stallungen besichtigt werden.

    Im Jahr 1810 zieht die von Napoleon aus Paris verbannte Madame de Staël nach Chaumont und empfängt dort gleichgesinnte Intellektuelle. 1823 wird der Besitz an den Baron von Etchegoyen verkauft. Nachdem es durch mehrere Hände geht, erwirbt im Jahr 1875 die junge und reiche Erbin Marie-Charlotte Constance Say, die Enkelin des Zuckerfabrikanten Louis Say, das Schloß und die Ländereien.

    Durch Heirat mit dem Prinzen Henri-Amédée de Broglie findet sie einen Gleichgesinnten und beide beginnen eine umfangreiche Restauration um Chaumont in eine Luxusresidenz zu verwandeln. In ganz Europa kaufen sie Möbel, Tapisserien und Kunstgegenstände. Der Architekt Paul-Ernest Sanson richtet die sogenannten “historischen Gemächer“ im Ostflügel ein – die Gemächer der Catherine de Médicis und des Ruggieri, der Ratssaal, den Saal der Wachen und das Schlafzimmer der Diane de Poitiers. Das Schloß wird mit modernem Komfort wie Strom und fließendes Wasser ausgestattet. Die Pferdeställe werden mit dem gleichen Streben nach Luxus und Modernität umgestaltet.

    Nach dem Tod des Fürsten heiratet sie erneut, doch Verschwendung, Misswirtschaft und die Wirtschaftskrise führen zu einer hohen Verschuldung. Der früher 2483 Hektar große Besitz wurde stückweise verkauft um die drückenden Schulden zu begleichen, knapp 20 Hektar verbleiben der Domäne. Im Jahr 1937 nahm der Staat eine Enteignung im Sinne der Gemeinnützigkeit vor. Am 01. August 1938 nahm er die Domäne mit ihren prachtvollen Sammlungen in Besitz. Seit 2007 gehört das Schlossgut Chaumont-sur-Loire der Region Centre.

    Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten

    Der Landschaftspark

    Der Landschaftsarchitekt Henri Duchêne wird vom Prinzen de Broglie ab dem Jahr 1884 mit dem Bau eines Lustgartens beauftragt. Er realisiert einen englischen Landschaftsgarten mit sanften Hügeln, einzelnen Bäumen und Baumgruppen. Von einer Brücke hat man einen schönen Blick auf das Flußtal.

    Festival International des Jardins

    Seit dem Jahr 1992 präsentieren sich alljährlich im Rahmen der „Internationale Gartenschau von Chaumont“ von Mitte Juni bis Anfang November rund 30 Landschaftsgärtner aus verschiedenen Ländern mit ihren Entwürfen und den Prototypen der Gärten von morgen. Neben dem Festival bieten das kleine Nebeltal, der Gemüsegarten, der Garten der Kinder und bestimmte Gartenbereiche der Öffentlichkeit dauerhaft experimentelle Gärten, die sich im Laufe der Jahreszeiten weiterentwickeln.

    Andere Burgen und Schlösser in der Region

    Es gibt viele andere beeindruckende Schlösser in der Region, die einen Besuch wert sind. Dazu gehören:

    • Château de Chambord: Dieses Schloss ist das größte und bekannteste Schloss des Loiretals, erbaut im Jahr 1519 auf Wunsch von François 1er.
    • Chateau de Blois: Dieses Schloss befindet sich im Zentrum der Stadt Blois und war die Residenz mehrerer französischer Könige.
    • Château de Cheverny: Bekannt als das Schloss von Tim & Struppi, hat es auch eine interessante Ausstellung.
    • Château du Gué-Péan: Dieses Schloss stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist bekannt für seine Gärten und die romantische Atmosphär
    • Château de Fougères-sur-Bièvre: Dieses Schloss ist ein schönes Beispiel für mittelalterliche Architektur

    FAQs

    Wo befindet sich das Château de Chaumont-sur-Loire?Das Château de Chaumont-sur-Loire liegt im Loire-Tal zwischen Blois und Amboise, etwa 185 Kilometer südwestlich von Paris.

    Warum ist das Château de Chaumont-sur-Loire bekannt?Das Schloss ist bekannt für seine reiche Geschichte, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Es hat viele berühmte Bewohner gehabt, darunter Katharina von Medici. Außerdem ist es für seine jährliche „Internationale Gartenschau von Chaumont“ berühmt.

    Kann man das Schloss besichtigen?Ja, das Schloss und die umliegenden Gärten sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Es gibt verschiedene Führungen (nicht auf deutsch) und Ausstellungen, die einen Einblick in die Geschichte und Architektur bieten.

    Was gibt es im Schloss zu sehen?Neben der beeindruckenden Architektur und den historischen Räumen gibt es auch einen wunderschönen Landschaftspark. Der Park beherbergt die „Internationale Gartenschau von Chaumont“, bei der innovative Gartenentwürfe präsentiert werden.

    Ist das Schloss kinderfreundlich?Ja, das Schloss und die Gärten bieten verschiedene Aktivitäten und Bereiche, die auch für Kinder interessant sind.

    BESUCHER-TIPP
    Wollen Sie mehrere Schlösser der Loire besuchen, empfiehlt sich der Kauf der Tickets im Paket.
    Auf der Website des Office de Tourisme de Blois werden verschiedene Pässe angeboten.

    Wir danken dem Château de Chaumont für die Unterstützung. Die Bildrechte liegen (falls nicht anders angegeben) bei burgen.de.

    Eintrittspreise
    Erwachsene: 20,00€ (01.Mai bis 31. Oktober) sonst 14,00€
    Kinder von 12 bis 18 Jahren: 12,00€ (01.Mai bis 31. Oktober) sonst 8,00€
    Kinder von 6 bis 11 Jahren: 8,00€ (01.Mai bis 31. Oktober) sonst 4,00€
    Kostenlos für Kinder unter 6 Jahren
    Familien (2 Erwachsene und 2 Kinder bis 12 Jahre): 40,00€ (01.Mai bis 31. Oktober) sonst 28,00€

    (Stand 2023)
    Öffnungszeiten
    Das Schloss ist ganzjährig geöffnet, außer am 1. Januar und 25. Dezember
    Das internationales Gartenfestival und die „Prés du Goualoup“ sind vom 23. April bis zum 01. November 2020 geöffnet.

    Vom 25. April bis 31. August von 10:00h bis 20:00h (19:00h für das Schloss)
    Vom 01. bis 30. September von 10:00h bis 19:30h (19:00h für das Schloss)
    Vom 01. Oktober bis 05. November von 10:00h bis 19:00h
    Vom 06. November 2023 bis 31. Januar von 10:00h bis 17:30h

    Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
    (Stand 2023)
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    Reisetipps
    • Reiseführer - während unserer Vorbereitung haben wir 4 Favoriten gefunden: Der für unsere Vorbereitung am besten geeignete Führer ist der Michelin: Schlösser an der Loire, gefolgt von den Kulturreiseführern "Tal der Loire (Dumont)". Als leichte Kost hatten wir immer den "Vis-a-Vis Loire-Tal (Dorling Kindersley)" griffbereit.
    • Reisezeit - Burgen, Schlösser & Gärten besucht man am besten zwischen Mai und Ende August. Öffnungszeiten für die Objekte sollte man IMMER separat recherchieren, da jedes Objekt ein eigenes „Süppchen kocht“. Wir standen Mitte September vor etlichen verschlossenen Türen.
    • Unterkünfte - für eine Schlösserreise an die Loire empfehlen wir 2-3 zentrale Hotels, von denen aus man sternförmig die Gegend erkundet. Im Westen z.B. das Loire & Sens (etwas südlich von Angers gelegen), zentral gelegen das traumhafte Fontevraud L'Hôtel - hier wohnt auch Eleonore von Aquitanien ;) - und im Osten z.B. das "A la Fleur de Lys" in Langeais. Damit hat man sehr gute Ausgangspositionen zu den über 400 Schlössern der Loire.
    Weitere nützliche Links
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