Château de Baugé

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Château de Baugé
49150 Baugé

Frankreich

Im Jahr 1007 baute Foulques III Nerra, Graf von Anjou, eine Festung am Zusammentreffen zweier Flüsse, der Couasnon und der Altrée. Die Lage auf einem Felssporn war strategisch wichtig um eventuelle Angriffe seines Rivalen des Grafen von Blois abzuwehren.

Im 15. Jahrhundert befahl Yolande d'Aragon, die Mutter von René d'Anjou, den Bau eines Schlosses im Inneren der Festung. Sie ließ es im Jahr 1436 während des 100 jährigen Krieges abbrennen, bevor es in die Hände der Engländer fallen konnte.

Die Geschichte des jetzt zu besichtigen Chateau beginnt im Jahr 1442, als König René diese Ruine erbte. Er beschloss eine prachtvolle Residenz erbauen zu lassen. Hier wollte er Feste feiern und in den reichen Jagdgründen der umliegenden Wälder jagen. Im Jahr 1454 beauftragte er den Architekten Guillaume Robin. Der Bau begann im selben Jahr und schon 1462 waren einige Teile bewohnbar. Das Château de Baugé war im Jahr 1465 nach 11 Jahren Bauzeit fertig gestellt. Dann begann man mit der Gestaltung der Gärten. Das Chateau wurde eine der bevorzugten Residenzen des Königs. Das letzte Mal besuchte er Baugé im Jahr 1471 bevor er nach Aix-en-Provence aufbrach.

Nach dem Tod König Renés im Jahr 1480 wurde das Anjou von Louis XII. an Frankreich angegliedert. Die Baronie wurde an verschiedene Geldgeber des Königs gegeben um damit Schulden zu bedienen. Im Laufe der Jahrzehnte ging der Besitz durch die Hände verschiedener illustrer Familien wie den Alençon, den Grafen von Enghien, der Gräfin von Soissons, Louise und Marie de Savoie-Carignan, Herzogin von Luynes, Herzog von La Rochefoucault und dem Herzog von Estissac. Letztendlich gelangte Baugé in den Besitz von "Monsieur", dem Bruder des Königs, Graf der Provence und zukünftiger Louis XVIII.

Die Instandhaltung des Chateaus wurde oft vernachlässigt, seine diversen Besitzer residierten in anderen Schlössern. Im Jahr 1790 war das Schloss nahezu eine Ruine

1806 wurde ein Teil des Gebäudes an die Stadt übertragen, andere Teile dienten als Baracken der berittenen Polizei. Ein Jahr später begann man mit Renovierungsarbeiten.

Im Jahr 1811 wäre das Schloss beinahe abgerissen worden, doch man nahm davon Abstand und unternahm weitere Renovierungen. 1844 wurde sogar ein kleines Theater im Erdgeschoss gebaut. 1947 wurden unter der Aufsicht von Monuments historiques, die Fenster der Fassade renoviert

Seit 2002 wird das Gebäude wieder in den originalen Zustand zurück versetzt

Das Château de Baugé wurde in einem Pre-Renaissance style in den Jahren 1454 bis 1465 gebaut, am Ende der Flamboyant Gotik" Periode. Die Fassade ist eine Mischung aus Eleganz und Einfachheit. Heute ist das Schloss nicht mehr vollständig erhalten, im Westteil fehlt der Rundturm der Plantagenet Zeit, welcher als Eingang diente. Gebaut ist das Schloss aus Kalkstein und Sandstein.

Im Schloss befinden sich heute auch die Touristeninformation und das Museum für Kunst und Geschichte. Bei einem audiovisuellen Rundgang lernt der Besucher vieles über das Leben der ehemaligen Bewohner und die Geschichte des Schlosses.

Besonderheiten:

Im Hôtel-Dieu von Baugé findet man eine Apotheke aus dem 17. Jahrhundert. Ausgestattet im Jahr 1675 war sie noch bis in die 1940er in Betrieb.
Öffnungszeiten öffnen | schliessen
24. Februar bis 12.März 2018
Mittwoch bis Sonntag 14:00h bis 18:00h

07.April bis 17.Juni 2018
täglich 14:00h bis 18:00h

18.Juni bis 02.September 2018
täglich 10:00h bis 12:30h und 14:00h bis 18:00h

03.September bis 04. November 2018
täglich 14:00h bis 18:00h
Eintrittspreise öffnen | schliessen
Erwachsene : 7,50€
Kinder (7-14 Jahre): 3,00€
Familienticket: 18,00€
Reisetipps öffnen | schliessen
  • Reiseführer - während unserer Vorbereitung haben wir 4 Favoriten gefunden: Der für unsere Vorbereitung am besten geeignete Führer ist der Michelin: Schlösser an der Loire, gefolgt von den Kulturreiseführern "Tal der Loire (Dumont)" und "Loire (Baedecker)". Als leichte Kost hatten wir immer den "Vis-a-Vis Loire-Tal (Dorling Kindersley)" griffbereit.
  • Reisezeit - Burgen, Schlösser & Gärten besucht man am besten zwischen Mai und Ende August. Öffnungszeiten für die Objekte sollte man IMMER separat recherchieren, da jedes Objekt ein eigenes „Süppchen kocht“. Wir standen Mitte September vor etlichen verschlossenen Türen.
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