Château d’Ainay-le-Vieil

Ainay
18200 Ainay-le-Vieil


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Im Mittelalter an der Grenze zwischen  Aquitanien und Frankreich gelegen, baute man Château d’Ainay-le-Vieil an einem strategisch wichtigen Ort, welcher zuvor schon seit gallo-römischer Zeit besiedelt war. Erwähnt wird das Château am Ende des 11.Jahrhunderts. Die Familie Bourbon ließ es angeblich erbauen. Später geht der Besitz an die Familie des Barres über. Im Jahr 1213 werden Pierre und sein Sohn Guillaume die Herren der Festung, nachdem sie dem französischen König Philipp Auguste in einer Schlacht zur Seite gestanden haben. Mitte des 13. Jahrhundert ging Burg in den Besitz der Familie Sully über.

Mehr als ein Jahrhundert war dieses Schloss nun ein Brückenkopf gegen die Engländer im Hundertjährigen Krieg. in diesem Krieg blieb Ainay-le-Vieil das einzige Schloss in der Region welches nach der Niederlage von Poitiers französisch blieb. Nach Ende des Krieges verlor die Burg ihre strategische Bedeutung.

Die Burg ist eine der besten erhaltenen Feudalburgen in ihrer Region. Sein heutiges Aussehen verdankt sie zu einem großen Teil ihrem Besitzer Jean de Sully, welcher im Jahr 1330 die ursprüngliche Festung aus dem 12. Jahrhundert umbauen ließ. Ihre achteckige Grundform war von einem Wassergaben umgeben. es hatte außerdem noch eine zweite Einfriedung mit einem weiteren Graben und Zugbrücken.

Im Jahr 1500 bis 1505 ließ der neue Besitzer Charles de Bigny ein prächtiges spätgotisches Gebäude im nord-östlichen Teil der Anlage errichten. Sein Enkel Claude führte die Ausbauten fort. Die Außenseite des Gebäudes wurde mit großen Fenstern versehen.
Im Inneren ist das große Wohnzimmer bemerkenswert. Der  Kamin ist dekoriert zu Ehren von Anne von der Bretagne und Louis XII. Interessant ist die Kapelle wegen ihrer architektonischen Elemente – eine geschnitzte Kassettendecke, schöne Fresken, die dem Maler Jean Boucher  zugeschrieben werden, sowie Glasfenster von Lécuyer, einem Glasmeister, der an der Kathedrale von Bourges arbeitete.

Um 1600 wurden 2 Renaissance Pavillons in der zweiten Einfriedung errichtet.

Während der Französischen Revolution wurde Château d’Ainay-le-Vieil nicht zerstört, sein Eigentümer der Marquis de Bigny wurde aber enthauptet, seien Frau floh nach England. Sein Sohn fiel in der Schlacht von Quiberon.

Im 19. Jahrhundert wurde sein Neffe Anatole Chevenon zum neuen Marquis von Bigny. Zwischen den Jahren 1855 und 1860 begann er mit der Wiederherstellung von Schloss und Garten.

Im Jahr 1954 beschließen die Besitzer Baron und Baronin Géraud d’Àligny das Schloss für das Publikum zu öffnen.

Eintrittspreise
Erwachsene: 9,00€ für Schloss und Garten
Kinder von 12 bis 18 Jahren: 6,50€ für Schloss und Garten
(Stand 2018)
Öffnungszeiten
01.März bis 04. November: täglich außer Dienstag 10:00h bis 12:00h und 14:00h bis 18:00h
Vom 03. September bis 04.November nur nachmittags.
Geführte Touren: 10:45h, 11:15h und 14:45h
01.Juli bis 02.September: auch 16:00h und 17:30h
(Stand 2018)