Olavinlinna

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Olavinlinna bei Sonnenaufgang © Finnish Heritage Agency
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Olavinlinna am Seeufer © Finnish Heritage Agency
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Olavinlinna im Schneer © Finnish Heritage Agency
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Olavinlinna bei Nacht © Finnish Heritage Agency
Karte
Wissenswertes über Olavinlinna

Lesezeit: 5 min

Das über 540 Jahre alte Olavinlinna in der Nähe des Zentrums von Savonlinna - einer ostfinnischen Landschaft rund 330 Kilometer nordöstlich von Helsinki inmitten der Finnischen Seenplatte - ist eines der berühmtesten historischen Gebäude Finnlands. Es ist eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Gebäude des Landes.

Die Burg ist in staatlichem Besitz, und ihre öffentlichen Aktivitäten werden vom Finnischen Nationalmuseum verwaltet.

Olavinlinna wurde in ein Gebiet erbaut, dass zwar dünn besiedelt war aber trotzdem von großer militärischer und geografischer Bedeutung. Die Grenzlinie zwischen Schweden und der Republik Nowgorod gemäß dem Frieden von Schlüsselburg (Pähkinäsaari) im Jahr 1323 zwischen dem Großfürsten von Nowgorod und Fürsten von Moskau und dem schwedischen König verlief genau durch dieses Gebiet.

War es zunächst die Grenze zwischen Schweden und Nowgorod wurde es später die zu dem Großfürstentum Moskau. Als dieses eine Macht auszuweiten, begann und die schwedische Grenze bedrohte, wurde eine neue Festung benötigt, um die Verteidigung der schwedischen Grenze im Osten zu stärken: Olavinlinna.

Geschichte und Legenden
Die Geschichte von Olavinlinna ist eine Mischung aus mittelalterlichem Waffengeklirr, Kanonendonner und alltäglichen Leben im Schutz der dicken Mauern der Burg. Aber auch Legenden werden erzählt, wie das zur Strafe für Verrat lebendig in der Burgmauer eingemauerte Mädchen, der schwarze Widder der Burg, geheime Gänge und der im Bach lebende Wassergeist Vetehinen.

Ritter Tott
Mit dem Bau von Olavinlinna wurde 1475 begonnen. Der dänischstämmige Gründer der Burg, Ritter Erik Axelsson Tott, beschloss den Bau einer mächtigen Festung zum Schutz der strategisch wichtigen Region Savo. Die Burg sollte russische Angriffe aus dem Osten abwehren und der schwedischen Krone die Kontrolle über die Savo-Region sichern. Der Bauplatz für die Burg wurde unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung gewählt: Die steile, felsige Insel entspringt einem starken Strom an der Stelle, an der zwei Wasserläufe zusammentreffen. Für den Feind war es schwierig, sich der Burg zu nähern, und die Wasserwege konnten genutzt werden, um Baumaterial auf die Insel zu transportieren.

Die Hauptburg
Bevor mit dem Bau der eigentlichen Steinburg begonnen werden konnte, war es notwendig, eine hölzerne Befestigung zu errichten, um die Erbauer zu schützen, die gleich zu Beginn Opfer von Angriffen wurden. Als erstes entstand die Hauptburg auf der höchsten Seite der Insel, der Westseite. Sie bestand aus drei Türmen mit einer Umfassungsmauer zwischen ihnen. Es dauerte etwa zehn Jahre, bis die Hauptburg sich selbst verteidigen konnte. Nach der Fertigstellung der Hauptburg wurde mit dem Bau der Vorburg mit ihren zwei Türmen begonnen. Die Bauarbeiten wurden Ende des 15. Jahrhunderts abgeschlossen.

Die Burg als Ziel zahlreicher Angriffe
Schon bald wurde die Wehrhaftigkeit der Burg auf die Probe gestellt. Im Jahr 1495 brach ein Krieg aus, und die Russen griffen die Burg mehrmals an. Auch während des 16. und 17. Jahrhunderts war die Burg Gegenstand zahlreicher Angriffe. Die Auswirkungen des Großen Nordischen Krieges waren auf der Burg zu spüren, und im Sommer 1714 kam es zum ersten Wechsel der Besitzverhältnisse, als die Burg nach einer heftigen Belagerung vor den Russen kapitulierte.

Der Friedensvertrag von Turku
Es herrschte Uneinigkeit darüber, wem die Burg tatsächlich gehörte. So wurde die Burg im Friedensvertrag von Uusikaupunki 1721 an die Schweden zurückgegeben. Nach vielen Kämpfen im 18. Jahrhundert machte der Friedensvertrag von Turku im Jahr 1743 Russland zum Eigentümer der Burg. Sie begannen mit umfangreichen Bauarbeiten, um die Verteidigung der Burg zu verbessern. Die rechteckigen Bastionen sind ein Beweis für diese Zeit.

Die Burg wird eine Attraktion
Bis 1847 war in der Burg eine Garnison stationiert, obwohl die Burg im Finnischen Krieg, als Finnland 1809 ein Teil Russlands wurde, ihre militärische Bedeutung verlor. Die Burg diente für kurze Zeit als Untersuchungsgefängnis. Danach wurde die Burg verlassen und erlangte allmählich den Ruf einer touristischen Sehenswürdigkeit und Attraktion.

Die gründliche Reparatur des Schlosses wurde in den 1870er Jahren notwendig, nachdem zwei schwere Brände im Schloss gewütet hatten. Auch die Funktion der Burg wurde diskutiert, und der Staat begann, sich um das Schloss als Denkmal zu kümmern.

Olavinlinna entwickelte sich schnell zu einer bedeutenden Touristenattraktion und zu einem beliebten Ort für Festivitäten. Im Sommer 1912 organisierte die Opernsängerin Aino Ackté das erste der fünf Opernfestivals. Diese waren die Vorläufer des heutigen jährlichen Opernfestivals in Savonlinna, das 1967 ins Leben gerufen wurde.

Die Burg wird ständig restauriert
Sowohl im späten 19. als auch im 20. Jahrhundert wurden Restaurierungsarbeiten im Schloss durchgeführt. Die letzte große Restaurierung begann jedoch 1961 und wurde 1975 abgeschlossen, gerade rechtzeitig zum 500-jährigen Jubiläum der Festung. Danach waren nur noch kleinere jährliche Reparaturen erforderlich. Heute ist Olavinlinna eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Finnlands, und in den restaurierten Sälen und Räumen finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Olavinlinna befindet sich im Besitz von Senatsimmobilien (Staat Finnland), der zusammen mit der finnischen Denkmalschutzbehörde die Restaurierungsarbeiten an der Burg überwacht. Die Burg kann das ganze Jahr über besichtigt werden, und im Eintrittspreis ist immer eine Führung enthalten.

Was es zu sehen gibt
Die Burg Olavinlinna verfügt über eine Hauptausstellung, in der die Geschichte der Festung dargestellt wird, z. B. durch 3D-gedruckte, tastbare Modelle des Schlosses und Museumsobjekte. Von den Räumen in den oberen Stockwerken des Schlosses wurde ein Präsentationsfilm gedreht, der das Leben in der Burg in verschiedenen Epochen zeigt.

Der Hauptausstellungsraum ist auch mit dem Rollstuhl und dem Rollator zu erreichen. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die Barrierefreiheit: Berührbare Objekte eröffnen die Ausstellung, insbesondere für Sehbehinderte. Der multisensorische Charakter der Ausstellung kommt aber auch allen anderen Besuchern zugute. Die Ausstellungstexte sind im Museumsshop von Olavinlinna in Blindenschrift erhältlich.

In der Burg befindet sich ein Museumsshop, dessen Sortiment u. a. zahlreiche Publikationen des Staatlichen Amtes für Altertümer und hochwertige Souvenirs umfasst.

Wir danken den Verantwortlichen von Finnish Heritage Agency für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Erwachsene: 12,00€
Gruppen über 10 Personen/Studenten/Schüler/Senioren: 8,00€
Kinder 7-17 Jahre: 6,00€
Familienkarte (2 Erwachsene und 1-4 Kinder): 25,00€
Kinder unter 7 Jahren kostenlos

Körperlich eingeschränkte Personen können die Dauerausstellung und die Werkstatt (im Sommer) kostenlos besuchen.
(Stand 2021)
Öffnungszeiten
1. Januar bis 31. Mai
Montag bis Freitag 10:00h bis 16:00h
Samstag und Sonntag 11:00 bis 16:00h
Die letzte Führung beginnt um 15:00 Uhr.

Juni und August
Täglich von 11:00 bis 18:00h
Die letzte Führung beginnt um 17:00h.

Juli
Täglich von 10:00 bis 18:00h
Die letzte Führung beginnt um 17:00h.

1. September bis 15. Dezember und 27. Dezember bis 30. Dezember
Montag bis Freitag 10:00h bis 16:00h
Samstag und Sonntag 11:00 bis 16:00h
Die letzte Führung beginnt um 15:00 Uhr.

Olavinlinna ist an den folgenden Tagen geschlossen: 1. Januar, Karfreitag und Ostern, 1. Mai, 16. Dezember bis 26. Dezember, 31. Dezember.
(Stand 2021)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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