Weinheimer Schloss

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Weinheimer Schloss © Gunnar Fuchs
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Blick auf die Burgen vom Weinheimer Schloss © Kay Mueller
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Skulptur im Schlosspark von Weinheim © Gunnar Fuchs
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Zeder vor dem Weinheimer Schloss © Gunnar Fuchs
Adresse
69469 Weinheim
Baden-Württemberg
Deutschland

Karte
Wissenswertes über Weinheimer Schloss

Lesezeit: 4 min

Weinheim ist die größte Stadt im Rhein-Neckar-Kreis und liegt malerisch an der badischen Bergstraße. Mit seiner pittoresken Altstadt, in der schmucke Fachwerkhäuser und Zunfthäuser stehen und mit seinem Alten Rathaus von 1557 war sie am Ende des 17. Jahrhunderts sogar für wenige Jahre Residenzstadt.

Der spätere Kurfürst Ottheinrich floh mit seinem Hof aus Heidelberg vor der Pest und residierte im Nordwestflügel des Schlosses. Auch nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg am Ende des 17.Jahrhunderts ließ sich die Kurpfälzische Verwaltung hier nieder.

Die Stadt trägt den Beinamen „Zweiburgenstadt“ mit der Ruine Windeck - erbaut um das Jahr 1100 und der Wachenburg - einem Nachbau aus dem 20. Jahrhundert. Das heutige Rathaus befindet sich im kurpfälzischen Schloss und im ehemaligen Amtshaus des Deutschen Ordens aus dem Jahr 1710 findet man das Stadtmuseum.

Zwei Adelshöfe im Mittelalter
Das Schloss entwickelte sich ursprünglich aus zwei Adelshöfen, die im Mittelalter der Familie Swende gehörten. Anstelle des nördlichen Hofes errichteten die Pfalzgrafen, die das Anwesen bereits 1423 erworben hatten, im Jahre 1537 ein Schloss im Stil der Renaissance.

Der Südflügel und seine berühmte Bewohnerin
Der Adelshof südlich des Obertors- die Durchfahrt stammt aus der Zeit um 1400, den wehrhaften Charakter verlor er durch den Umbau am Ende des 17. Jahrhunderts - befand sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Ulner von Dieburg. 1725 wurde der heute noch bestehende Bau im Barockstil errichtet, 1780 klassizistisch verändert. Eine der berühmtesten Bewohnerinnen war Jane Digby, die Ehefrau des Freiherrn von Venningen, wenn auch nur kurze Zeit. Die britische Aristokratin und Abenteurerin war die Mätresse und Ehefrau mehrerer bekannter Persönlichkeiten, darunter wohl auch König Ludwig I. von Bayern.

Weitere Um- und Anbauten, die den Bestand einbezogen, erfolgten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die neuen Eigentümer des Schlosses, die Familie von Berckheim. Gräfin Auguste Waldner von Freundstein kaufte im Jahr 1837 den Südteil und errichtete das Stammgut für ihren Sohn Christian aus ihrer ersten Ehe mit Freiherr Christian von Berckheim. Ihr zweiter Ehemann Theodor und dessen zweite Frau Auguste lebten im Weinheimer Schloss. Stéphanie de Beauharnais, die Adoptivtochter Kaiser Napoleons und verwitwete Großherzogin von Baden war häufig bei ihnen zu Gast.

Heutige Nutzung
Heute tagt zum Beispiel der Weinheimer Gemeinderat im herrschaftlichen großen Sitzungssaal unter den Augen der Ehrenbürger-Galerie. Im ehemaligen Jagdzimmer ist heute das Trauzimmer eingerichtet, in dem sich jedes Jahr etwa 400 Paare das Ja-Wort geben – im Vergleich zur Einwohnerzahl mehr als in jeder anderen Stadt in Deutschland. Und für rund 1,3 Millionen hat die Stadt vor einigen Jahren ihr traditionsreiches Schlosspark-Restaurant saniert.

Der Park
Der Schlosspark mit seinen grünen Wiesen, dem malerischen kleinen Weiher, in dem sich abends die Burgen und der Blaue Hut kopfüber spiegeln, den lustigen Fontänen, sowie den exotischen Bäumen und Büschen ist das Herz Weinheims. Es pulsiert.

Seit 1939, ein Jahr nachdem das Schloss samt Park in den Besitz der Stadt übergegangen ist, steht die Anlage der Bevölkerung frei zur Verfügung.

Der heutige Schlosspark entstand um 1800 aus den zwei damals vorhandenen Barockanlagen. Seine endgültige Form erhielt der großzügige Park im 19. Jahrhundert durch Gräfin Auguste von Waldner-Freundstein und ihren Sohn Freiherrn Christian von Berckheim. Sie erweiterten den Bestand zu einem Landschaftspark und sorgen für den Artenreichtum des wertvollen Baumbestandes, zu dem unter anderem die größte Libanonzeder Deutschlands, eine beeindruckende Erscheinung im Kleinen Schlosspark, gehört.

Das Ensemble von Schloss und Park dominiert aufgrund seiner topografisch exponierten Lage und seiner repräsentativen Gestaltung den südwestlichen Ortsrand der Neustadt. In den Jahren 1908 bis 1913 entstand das Mausoleum der Familie von Berckheim in der Südostecke des Schlossparks.

Schon der Schlossbesitzer öffnete seinen Park alljährlich an den Konfirmationstagen und am Weißen Sonntag für die feiernden Kinder. 1938 gingen das Schloss und der Park in den Besitz der Stadt Weinheim über, es dient seither als Rathaus.

Am 2. Mai 1939 wurde der Park mit einem großen Festakt für die Bevölkerung geöffnet. Direkt am Schlosspark befindet sich auch eine Reihe Stellplätze für Wohnmobile.

Wir danken der Stadt Weinheim für Infos und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
n/a
Öffnungszeiten
Im Schloss befindet sich das Rathaus.
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