Schloss Wolfshagen

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Schloss-Museum Wolfshagen, Blick aus dem Park © B. v. Barsewisch
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Schloss Wolfshagen, gedeckte Tafel im Esszimmer © B. v. Barsewisch
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Schloss Wolfshagen, Barockschrank © B. v. Barsewisch
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Schloss Wolfshagen, der Gartensaal © B. v. Barsewisch
Adresse
16928 Gross-Pankow OT Wolfshagen
Brandenburg
Deutschland

Karte
Wissenswertes über Schloss Wolfshagen

Lesezeit: 3 min

Das Schloss-Museum Wolfshagen befindet sich in der historischen Kulturlandschaft Prignitz, einer der ältesten Regionen der Mark Brandenburg mit einer  bewegten Geschichte. Davon zeugen bis heute zahlreiche Burgen und Herrenhäuser. Eines davon ist Schloss Wolfshagen, ca. 150 Kilometer nordwestlich von Berlin gelegen.

Wolfshagen in der Prignitz gehört seit dem Wendenkreuzzug 1147 in das Herrschaftsgebiet der Edlen Herrn Gans, später Gans zu Putlitz genannt. Während der Markgraf Albrecht der Bär sich um die Festigung seiner Ansprüche in und um Brandenburg kümmerte, überließ er dem Bischof von Havelberg, den Edlen Herrn v. Plotho und den Herren Gans die Kolonisation der nördlichen Gebiete, der jetzigen Prignitz.

Hier gründeten letztere die Städte Wittenberge und Perleberg, übernahmen die slawische Burg Putlitz und gründeten am Oberlauf der Stepenitz das älteste Kloster der Region, Marienfließ. In der Prignitz behauptete die Familie ihre Stellung über Jahrhunderte, so dass beim Kriegsende 1945 noch sieben voll bewohnte und bewirtschaftete Güter in ihrem Besitz waren.

An einer Furt über die Stepenitz war Wolfshagen als Burg gegründet worden, wovon noch starke Mauern im Kellerbereich zeugen. Im 30jährigen Krieg gab es in Wolfshagen drei getrennte Renaissance-Gebäude, die aber um 1700 nur noch teilweise bewohnt und teilweise verfallen waren. Auf den Resten dieser drei Gebäude erbaute Albrecht Gottlob Gans Edler Herr zu Putlitz 1787 die jetzt bestehende Zweiflügelanlage am Stepenitz-Ufer. Etwas südlich vom Gutshaus gab es eine Kapelle von 1570, die später in den Park von Lenné integriert war.

Das Haus wurde in der Erbauungszeit großzügig mit bemalten Leinwandtapeten von Bernhard Rohde geschmückt, die allerdings bei der Schulnutzung undokumentiert entfernt wurden. Nach der Vertreibung des Gutsherrn war das Haus zuerst mit Flüchtlingen angefüllt worden, bis 1952 hier die für die Gegend sehr wichtige Schule eingerichtet wurde. Die Schulnutzung endete Anfang der 90er Jahre, so dass für das Haus eine Verwendung gesucht wurde. Deshalb wurde 1995 der „ Förderverein Schloss-Museum Wolfshagen“ gegründet, der zuerst mit einer provisorischen Öffnung von zwei Räumen auf das Ziel hinarbeitete, ein Museum einzurichten, was 2002 erfolgen konnte.

Für den ersten Stock stand die Porzellansammlung v. Barsewisch zur Verfügung, unterglasurblau gemaltes Porzellan, Gebrauchsgeschirr aus vier Jahrhunderten und über 50 Manufakturen. Der Gartensaal im 1. Stock wird für Trauungen, Empfänge, Konzerte und Vorträge benutzt.

Im Erdgeschoss werden mit Ahnenbildern Prignitzer Adelsfamilien (Gans zu Putlitz, v. Platen, v. Winterfeld, v. Saldern), mit Möbeln, Hausrat und Silber die Lebensverhältnisse des märkischen Landadels dargestellt. Das große Esszimmer und die angrenzenden Salons werden für Kaffeetafeln benutzt. Die Kapelle enthält Ausstattungen aus dem 16. Jahrhundert und hier finden Gottesdienste, Taufen etc. statt.

Im Souterrain ist eine Gutshausküche nachgestellt, es enthält ferner eine umfangreiche Textilsammlung mit ererbten Familienstücken, einen Spielzeug-Gutshof mit Erzgebirgischen Schnitzereien, ein Dienstmädchenzimmer und einen DDR-Klassenraum in Erinnerung an die langjährige Schulnutzung.

Wir danken den Verantwortlichen des Schloss-Museum Wolfshagen für Texte und Photos. Die Bildrechte liegen dort.
Eintrittspreise
Eintritt 5,00 €
Ermäßigt 4,00 €
(Stand 2020)
Öffnungszeiten
Januar und Februar
Samstag und Sonnntag 11:00 bis 17:00h

März bis Dezember
Mittwoch bis Sonnntag 11:00 bis 17:00h
(Stand 2020)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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