Schloss und Garten Weikersheim

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Südfassade von Schloss Weikersheim, vom Garten her © burgen.de
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Schlosseingang in Weikersheim © burgen.de
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Saalbau mit Renaissance-Giebel © burgen.de
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Ansicht des prächtigen Schlosshofes mit Treppenturm © burgen.de
Schlafzimmer im Langenburger Bau Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg Arnim Weischer
Schlafzimmer im Langenburger Bau © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg Arnim Weischer
Der Rittersaal © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Der Rittersaal © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
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Zwergengalerie in Schloss Weikersheim © burgen.de
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Die Orangerie von Schloss Weikersheim © burgen.de
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Herkulesbrunnen und Orangerie © burgen.de
Wissenswertes über Schloss und Garten Weikersheim

Lesezeit: 10 min

Schloss Weikersheim: Ein historisches Kleinod im Taubertal


Zeitlose Eleganz in Weikersheim


Im idyllischen Tal der Tauber gelegen, präsentiert sich Schloss Weikersheim als ein Meisterwerk barocker Architektur, umgeben von einem der prächtigsten Gärten des Hohenloher Landes. Die Stadt Weikersheim, deren Geschichte bis ins Jahr 837 zurückreicht und die wahrscheinlich um 1314 von Ludwig aus Bayern zur Stadt erhoben wurde, zeigt sich noch heute geprägt von Renaissance und Barock. Der großzügige Marktplatz bildet ein prachtvolles Entrée zu Schloss und Garten Weikersheim.


Die historische Burganlage von Weikersheim


Auf den Fundamenten einer alten Wasserburg entstand die außergewöhnliche dreieckige Burganlage von Schloss Weikersheim, von der heute noch einige Teile, wie der markante Turm, erhalten sind.


Die Renaissance-Transformation unter Graf Wolfgang II


Die Umwandlung der Wasserburg in ein Renaissanceschloss wurde von Graf Wolfgang II von Hohenlohe vorangetrieben. Die Familie derer von Hohenlohe, reichsunmittelbare Grafen, die direkt dem Kaiser unterstanden, spielte trotz ihrer regionalen Macht eine bedeutende Rolle. Die späte Einführung der Primogenitur

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führte zu wiederholten Aufteilungen der Herrschaft, bis sie unter Graf Wolfgang II wieder vereint wurde.

Architektonische Renaissance und familiäres Erbe

Zwischen 1595 und 1603 ließ Graf Wolfgang die baufällige Wasserburg teilweise umbauen, was zur Entstehung des Saalbaus mit seinen prächtigen Giebeln und des Rittersaals führte, einem Raum von beeindruckender Größe und Schönheit. Graf Wolfgang, der Magdalena Gräfin von Nassau-Katzenelnbogen heiratete, hinterließ ein reiches kulturelles und familiäres Erbe.

Barocke Pracht und Zeiten des Wandels

Nach dem Tod Graf Wolfgangs im Jahr 1610 kam der Ausbau des Schlosses größtenteils zum Stillstand, besonders während des Dreißigjährigen Krieges. Erst mit Graf Siegfried und später unter Carl Ludwig und Johann Friedrich II erlebte das Schloss und seine Gärten eine neue Blütezeit, gekrönt durch die Anlage des barocken Schlossgartens.

Vom Niedergang zur Wiederbelebung

Nach dem Tod Carl Ludwigs begann der langsame Verfall des Schlosses und Gartens, der erst im 20. Jahrhundert durch Constantin zu Hohenlohe-Langenburg eine Wende erfuhr. Sein Engagement für die Restauration und die Förderung des regionalen Tourismus mündeten 1967 im Verkauf des Schlosses an das Land Baden-Württemberg.

Prachtvolle Innenräume von Schloss Weikersheim

Die „Schönen Gemächer“ und der Rittersaal von Schloss Weikersheim sind Höhepunkte barocker Pracht und repräsentativer Architektur. Im zweiten Stock des Saalbaus gelegen, dienten die Schönen Gemächer als exklusive Repräsentationsräume für Graf Carl Ludwig und Fürstin Elisabeth Friederike Sophie, die diese nur ausgewählten Gästen präsentierten. Inspiriert vom Versailler Hof, spiegeln diese Räume den hohen Geltungsanspruch der Grafenfamilie wider, trotz der beschränkten Raumverhältnisse des Schlosses. Originale Wandbespannungen, Möbel und das prächtige Prunkbett im Schlafgemach zeugen von der einstigen Opulenz.

Der Rittersaal, ein Meisterwerk der Renaissance um 1600, beeindruckt mit seiner stützenfreien, weiten hölzernen Decke und einer Länge von 40 Metern. Die Wand- und Deckengestaltung reflektiert die Jagdleidenschaft und alchemistischen Interessen von Graf Wolfgang II., während lebensgroße Tierfiguren und Jagdszenen die Wände zieren. Der Saal, geschmückt mit einem großen Portal und einem Prunkkamin, illustriert durch seine kunstvollen Reliefs und Figuren die ideale Herrschervorstellung der Zeit.

Ein lebendiges Kulturprogramm

Heute ist Schloss Weikersheim Schauplatz eines reichen Kulturprogramms, das Besucher in die Welt des 18. Jahrhunderts entführt. Der Garten, einst ein Ort höfischer Vergnügungen, bietet heute ein breites Spektrum an botanischen Entdeckungen und historischen Erlebnissen.

Der barocke Schlossgarten: Ein Meisterwerk der Gestaltung

Das großartigste Erbe, das die Schlossherren hinterließen, ist zweifellos der barocke Schlossgarten. Ursprünglich um 1600 angelegt, wurde der Garten unter Graf Carl Ludwig erweitert und nach der neuesten Mode gestaltet.

Dies umfasste Kastanienalleen und ein geometrisch angelegtes Parterre mit vielfältigem Skulpturenschmuck und Wasserspielen. Ein fröhlicher Höhepunkt der Gartengestaltung ist die „Zwergengalerie“, eine Reihe von kleinen Figuren, die wahrscheinlich Karikaturen des Hofstaates darstellen.

Die Orangerie, fertiggestellt im Jahr 1723, ermöglicht es den Besuchern heute, den Garten in seiner ursprünglichen Form zu erleben, wie er um das Jahr 1750 ausgesehen haben mag.

Wir danken Schloss Weikersheim für die Infos. Die Bildrechte liegen (falls nicht anders angegeben) bei burgen.de.

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  • Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

    In der Nähe von Schloss Weikersheim gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter historische Stätten, Naturparks und malerische Orte. Die ergänzen den Besuch des Schlosses um weitere faszinierende Erlebnisse:

    Historische Altstadt von Rothenburg ob der Tauber – Bekannt für ihre gut erhaltene mittelalterliche Architektur, malerische Gassen und die umlaufende Stadtmauer.

    Bad Mergentheim – Die Stadt bietet neben dem malerischen Wildpark, der eine Vielzahl von Tierarten beherbergt, auch die historische Tauberbrücke. Das Residenzschloss, einst Sitz des Deutschen Ordens, beeindruckt mit seiner prächtigen Architektur und den umfangreichen Sammlungen, die die Geschichte des Ordens und der Region beleuchten.

    Kloster Bronnbach – Ein beeindruckendes Beispiel zisterziensischer Baukunst mit einem reichen kulturellen Angebot in idyllischer Lage.

    Gamburg – Eine gut erhaltene Burg mit atemberaubender Aussicht über das Taubertal, die zu den ältesten Steinburgen Frankens zählt.

    Creglingen – Heimat der Herrgottskirche mit dem berühmten Marienaltar von Tilman Riemenschneider, einem Highlight spätgotischer Bildhauerkunst.

    Naturpark Frankenhöhe – Bietet eine abwechslungsreiche Landschaft ideal für Wanderungen, Radtouren und Naturbeobachtungen.

    Schloss Langenburg – Ein beeindruckendes Schloss mit Automobilmuseum und botanischem Garten, das einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Region Hohenlohe bietet.

    Eintrittspreise
    Kleine Schlossführung und Garten:
    Erwachsene: 8,00 €
    Ermäßigte: 4,00 €
    Familien: 20,00 €

    Garten:
    01.April bis 31.Oktober:
    Erwachsene:4,00 €
    Ermäßigte: 2,00 €
    Familien: 10,00 €

    01.November bis 31.März:
    Erwachsene: 3,00 €
    Ermäßigte: 1,50 €
    Familien: 7,50 €

    Kombiticket Schloss und den Schlossgarten Weikersheim inklusive der kleinen Schlossführung sowie Eintritt in das Residenzschloss Mergentheim:
    Erwachsene: 11,00 €
    Ermäßigte: 5,50 €
    Familien: 27,50 €

    (Stand 2024)
    Öffnungszeiten
    Schloss:
    25.März bis 31.Oktober:
    Dienstag bis Sonntag und Feiertage von 10:00h bis 18:00h (Letzte Führung um 17:00h)

    01.November bis 24.März:
    Dienstag bis Sonntag und Feiertage von 10:00h bis 17:00h (Letzte Führung um 16:00h)

    Besichtigung nur im Rahmen einer Führung (jeweils zur vollen Stunde)!

    Schlossgarten:
    25.März bis 31.Oktober:
    täglich von 09:00h bis 18:00h (Letzter Einlass um 17:30h)

    01.November bis 24.März:
    täglich von 10:00h bis 17:00h(Letzter Einlass um 16:30h)

    (Stand 2024)

    Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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