Hohenzollernschloss Sigmaringen

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Schloss-Sigmaringen-Spiegel © burgen.de
Schloss Sigmaringen | gespieglt im Wasser © burgen.de
Schloss-Sigmaringen-über der Stadt© burgen.de
Schloss Sigmaringen über der Stadt © burgen.de
Schloss-Sigmaringen-Portal © burgen.de
Schloss Sigmaringen | Das Eingangsportal © burgen.de
Schloss-Sigmaringen-Ritterrüstung © Hohenzollernschloss Sigmaringen – Meli Straub800
Schloss Sigmaringen | Blick in den Waffensaal © Hohenzollernschloss Sigmaringen | Meli Straub
Schloss_Sigmaringen © Hohenzollernschloss Sigmaringen – Meli Straub800
Schloss Sigmaringen | Prächtige Gemächer © Hohenzollernschloss Sigmaringen | Meli Straub
Schloss-Sigmaringen-Treppen-Detail© burgen.de
Schloss Sigmaringen | Detail Treppenaufgang © burgen.de
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Wissenswertes über Hohenzollernschloss Sigmaringen

Lesezeit: 5 min

Das Hohenzollernschloss Sigmaringen ist Deutschlands zweitgrößtes Stadtschloss und ein Kulturdenkmal mit einer 1.000-jährigen Historie. Die Waffensammlung im Schloss gilt mit ihren rund 3.000 Ausstellungsstücken als die größte private Waffensammlung Europas.


Schloss Sigmaringen – wie es auch genannt wird – war das fürstliche Residenzschloss und der Regierungssitz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Am südlichen Rand der Schwäbischen Alb gelegen, thront das Schloss auf seinem Felsen 35m im Naturpark Obere Donau über der Stadt Sigmaringen. Es gibt einen malerischen Spazierweg am Fluss – mit wundervollen Photomotiven.


Das Residenzschloss ist ein Zeitzeuge der unterschiedlichsten Epochen und erzählt von den Wechselfällen der Jahrhunderte. Von Kriegen, Verlust und Teilung – aber auch von Liebe, Träumen und

Visionen. All diese Spuren der Vergangenheit sind auf dem Hohenzollernschloss in Sigmaringen zu finden.


Die Schatzkammer deutscher und europäischer Geschichte


Die erste Erwähnung der Burg von Sigmaringen erfolgte bereits im Jahre 1077 in der Chronik des Klosters Petershausen. Rudolf von Schwaben, der Gegenkönig

des deutschen Kaisers Heinrich IV hatte diesem Jahr die Burg Sigimaringin belagert und Heinrich musste die Burg und Stadt auf dem Rückweg von seinem „Gang nach Canossa“ befreien.

In den folgenden Jahrhunderten hatten Burg und Schloss verschiedene Besitzer. Die Grafen von Spitzenberg-Helfenstein, die Grafen von Montfort, die Habsburger, Württemberger und Werdenberger werden genannt, bis sie endlich im Jahre 1535 an die Hohenzollern ging.

Die Stadt erblühte und die altmodische Burg wurde nach und nach zu einem „modernen“ Schloss mit Türmchen und Erkern umgebaut, so wie es heute das Stadtbild beherrscht.

Überreste der Stauferzeit

Die ältesten Teile des Hohenzollernschlosses liegen allerdings unter den großen Neu- und Umbauten des 17. und 19. Jahrhunderts verborgen. Die jetzt noch erhaltenen Burgreste mit dem Burgtor, dem Palas und dem Bergfried stammen aus der Stauferzeit um 1.200. Andere essenzielle Burgelemente verschmolzen im Laufe der Epochen mit den Nachfolgebauten.

Der Ursprung der Schlossbauten ist weitestgehend identisch mit der äußeren Umfassungsmauer der Burg. Die baulichen Überreste geben uns eine gute Vorstellung davon, wie die Burg im 12. Jahrhundert unter den Grafen von Helfenstein ausgesehen haben könnte.

Vom Wehrgedanken ausgehend, mit ihren Zelt- und Pultdächern, mit mehreren Türmen und Toren und den runden Fensteröffnungen und Friesen in den festen Mauern stellte die Burg schon damals einen künstlerischen Höhepunkt des oberen Donautals dar. Aus dem 13. und 14. Jahrhundert gibt es keine bemerkenswerten Baureste.

Erst im 15. Jahrhundert unter den baulustigen und bedeutenden Grafen von Werdenberg setzte eine neue Bauperiode des Schlosses ein.

Umbau und Erweiterung unter den Grafen von Werdenberg

.Die Werdenberger erweiterten den Bau nach Nordosten. Davon ist nur noch der Türsturz mit der Jahreszahl 1498 am Schwedischen Turm erhalten. Ein paar Jahre später erfolgte die Erweiterung nach Westen. Die dritte Bauperiode beginnt mit Graf Karl II. von Hohenzollern-Sigmaringen (1576 – 1606).

Unter Baumeister Hans Alberthal aus Dillingen wurden umfangreiche Umbauten in den Jahren 1627 bis 1630 durchgeführt. Diese Ausbaumaßnahmen leisteten einen wesentlichen Anteil beim Umbau der Burganlage in ein Renaissanceschloss.

Die Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss durch Feuer zerstört. Meinrad I. von Hohenzollern-Sigmaringen ließ nach 1650 die abgebrannten Teile durch den Baumeister Michael Beer aus Au im Bregenzerwald wieder aufbauen. Die zwei getrennten Gebäude aus der werdenbergischen Zeit wurden unter einem Dach zusammengefasst.

Sein Enkel Joseph modernisierte im Jahr 1736 das Schloss und baute es um. Er ließ den Rittersaal zum Ahnensaal ausgestalten – im Jahr 1878 wurde dieser renoviert. Außerdem wurde der Marstalle neu gebaut. Hier werden heute seltene Kutschen des fürstlichen Fuhrparks gezeigt.

Etwas französischer Chic

Das 18. Jahrhundert brachte sonst nur kleinere Um- und Anbauten. Fürst Karl von Hohenzollern-Sigmaringen war mit der französischen Prinzessin Antoinette Murat verheiratet. Sie ließ die Residenz im französischem Stil neu einrichten und eröffnete dem Haus Hohenzollern den Zugang in die europäische Aristokratie. Der spätere französische Kaiser Napoleon III. war mehrmals in Sigmaringen zu Gast.

Unter dem fürstlichen Baumeister Josef Laur wurden in den Jahren 1860-1880 Veränderungen im neugotischen Stil durchgeführt.

Der große Brand

Eine durchgreifende Neugestaltung erfuhr das Schloss nach dem großen Brand 1893, der fast das ganze Schloss erfasste – der Ostflügel wurde fast vollständig zerstört. Hofbaurat Johannes de Pay und vor allem der Münchner Architekt Emanuel von Seidl führten sie im Stil des Historismus bzw. Eklektizismus aus. Den Abschluss dieser Umbauten bildet die 1902 fertiggestellte Portugiesische Galerie, die den Innenhof des Hohenzollernschlosses zur Stadtseite hin abgrenzt.

Bereits 1871 fanden erste Schlossführungen für interessierte Besuchern statt – 1867 wurde ein erstes Museum eröffnet. Besichtigungen sind mit engagierten Schlossführern oder bei einem individuellen Rundgang mit Audio-Guides möglich. Die Führung dauert ca. 60 Minuten und führt durch knapp 20 Salons, Zimmer und Galerien.

Seit Juni 2022 gibt es eine spezielle Kinderaudiotour, bei dem Turmwächter Siggi und Prinzessin Marie die jüngsten Besucher auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert mitnehmen.

Das Schloss liegt mitten im Zentrum von Sigmaringen. Es ist umgeben von der hübschen Altstadt, die zum Bummeln und Genießen einlädt. Die Stadt Sigmaringen bietet die kostenlose App „Stadtführung Sigmaringen“ zum Download an.

Wie auch die knapp 50 Kilometer entfernte Burg Hohenzollern befindet sich auch das Hohenzollernschloss Sigmaringen nach wie vor in Privatbesitz.

Eintrittspreise
Geführte Schlossbesichtigung mit Hohenzollernschloss und Waffenhalle (inkl. Führung und Audioguide)

Ab 01. Juni 2022 ist im Rahmen einer Führung die Sonderausstellung Privatissme zu sehen.

Erwachsene: 16,00€
Erwachsene ermäßigt (Studenten, Behindertenausweisinhaber):13,00€
Kinder (4-17 J): 7,00€
Familienkarte I (1 Erw. & 2 Kinder):25,00€
Familienkarte II ( 2 Erw. & 1 Kind):32,00€
Familienkarte III (2 Erw. & 2 Kinder):38,00€
Familienkarte IIII (2 Erw. & 4 Kinder):50,00€
(Stand 2022)
Öffnungszeiten
10.März bis bis 09.November:
täglich von 09:30h bis 17:30h

10.November bis 23. Dezember:
Donnerstag bis Sonntag von 10:00h bis 17:00h

26.Dezember bis 08.Januar
täglich von 10:00h bis 17:00h
(geschlossen am 1. Januar, 9. Januar – 09. März, 24. Dezember, 25. Dezember und 31. Dezember)
(Stand 2022)

Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten können sich ändern. Bitte überprüfen Sie diese kurzfristig auf der Website.
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