Burg Scharzfels

Burg Scharzfels
37412 Scharzfeld
Niedersachsen
Deutschland

Hoch über dem Odertal im Südharz findet sich die Ruine der vermutlich im 10. Jahrhundert erbauten Burg Scharzfels.

Die erste geschichtliche Erwähnung der Burg erfolgte im Jahre 1131. Sie gehörte ursprünglich dem Grafen von Scharzfeld, dessen Geschlecht bis zum Ausgang des 13. Jahrhunderts in und um Scharzfeld herrschte.

Später wurde die Burg von Grafen von Hohnstein bewohnt, 1593 fiel sie dem Herzogtum Grubenhagen zu. Vermutlich fällt die Errichtung der seinerzeit beeindruckenden Feste Scharzfels in das 10. Jahrhundert.

Im Jahre 1080 wird der Ritter Albrecht von der Helden als Burgherr genannt.

Bald danach (1130) erwarb Kaiser Lothar 111. die Burg Scharzfels, baute sie zur Reichsfestung aus und übergab sie als Reichslehn Siegebodo, dem Stammvater der Grafen von Scharzfeld, die 1297 letztmalig erwähnt wurden. Ab 1158 gehört die Festung Heinrich dem Löwen.

1402 verpfändete Heinrich der Löwe die Burg an den Grafen von Hohnstein, die die Grafschaft 1456 zum erblichen Lehen erhielten.

In der Zeit der Bauernkriege (1525) blieb die Burg Scharzfels unbehelligt. Nach dem Tode des letzten Grafen von Hohnstein (Ernst VII.) anno domini 1593 fiel die Grafschaft Lutterberg-Scharzfeld an die Herzöge von Grubenhagen zurück. Diese nutzten sie danach als Jagdschloß genutzt.

Schon 1735 weist die Burganlage deutliche Verfallszeichen auf, einige Gebäude beginnen zu zerfallen.

Im Siebenjährigen Krieg wird die Burg Scharzfels am 1757 dem französischen Oberst Chevallier de Fischer kampflos übergeben. Nach 10tägiger Belagerung durch ein starkes französisches Heer mußte die Burg Scharzfels am 25.09.1761 an diese übergeben werden.

Ende September wurde die Burg dann mittels Feuer und Schwarzpulver dem Erdboden gleichgemacht. Das war das Ende der Harzburg Scharzfels.

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